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O+P Fluidtechnik 1-2/2016

O+P Fluidtechnik 1-2/2016

WEITERE

WEITERE SYSTEMKOMPONENTEN PRODUKTE UND ANWENDUNGEN TOPFIT DANK STOSSDÄMPFERN Robert Timmerberg Die Wintersportbegeisterten werden es kennen: Ski-Cross ist quasi der Hindernislauf der Alpinistik. Vier Fahrer konkurrieren über einen anspruchsvollen Parcours um den ersten Platz. Seit 2010 ist die Disziplin Bestandteil der Olympischen Winterspiele. Beim Training setzen Spitzensportler auf moderne Maschinenelemente, um ihren Krafteinsatz auszubremsen. Autor: Robert Timmerberg M. A. (Fachjournalist im DFJV), plus2 GmbH, Düsseldorf Vier Leute im Kampf Mann gegen Mann, die ersten beiden kommen weiter bis ins Finale. Das sind im Prinzip die Regeln beim Ski-Cross. Körperkontakt ist durchaus erlaubt, wenn nicht sogar erwünscht. Das Nonplusultra im Ski alpin, die Ideallinie, ist unter diesen Umständen nur selten zu erreichen. Zumal man eine gute Rennposition auch durch Ausbremsen bzw. Schneiden des Gegners verteidigen darf. Überholmanöver sind beim Ski-Cross auf anspruchsvollen Strecken voller Steilkurven und Sprüngen alles andere als einfach. Erst recht, da die Kurse kaum breiter sind als bei den klassischen Rennpisten, auf denen nur ein Läufer zeitgleich unterwegs ist. Diese Rahmenbedingungen machen den Start zu einem zwar sehr kurzen, aber ungemein wichtigen Vorgang. Wer hier nach wenigen Metern vorne liegt, hat die besten Aussichten, das Rennen für sich zu entscheiden. Aus diesem Grund wird die Startphase gerade in den Sommermonaten immer und immer wieder einstudiert. 78 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 1-2/2016

WEITERE SYSTEMKOMPONENTEN 80000 N wirken bei schneller FAHRT 15000 kg können die DÄMPFER aufnehmen EIN BETTGESTELL AUF ROLLEN Um hohe Wiederholungszahlen in einem Minimum an Zeit zu ermöglichen, gibt es hierfür Trainingsgeräte, die an Kraftmaschinen in Fitness-Studios erinnern. Ein solches Gerät haben auch Mitarbeiter unter der Leitung von Prof. Christian Raschner am Institut für Sportwissenschaft Innsbruck hergestellt. Nach einer Planungsphase entstand ein erster Prototyp. Optisch könnte man diesen als ein Bettgestell auf Rollen bezeichnen. Anstelle eines Lattenrosts war in seiner Mitte eine Platte mit Skibindungen befestigt. Außerdem war noch ein Schlitten angebracht, der entlang der Längsseiten verfahren sollte und der auf beiden Seiten einen guten Meter in die Höhe ragt. An seinem vertikalen Ende sind zwei Griffe montiert, mit denen der trainierende Skifahrer den 36 kg schweren Schlitten nach hinten wegdrücken kann. Damit sind im Vergleich mit dem Start auf der Piste Punctum fixum und Punctum mobile vertauscht, die Muskeln des Athleten werden aber auf dieselbe Art und Weise angesprochen. Als Testperson am Institut für Sportwissenschaft Innsbruck stellte sich der Weltklasse-Ski- Crosser Patrick Koller zur Verfügung. Seine Kraft erwies sich als Problem für die Konstruktion: Zum einen raste der Schlitten mit einer solchen Wucht in die Endlage, dass über kurz oder lang mit Schäden zu rechnen war. Zum anderen musste während der ersten Tests eine zweite Person mithelfen, damit sich das Trainingsgerät nicht selbstständig machte. An diesem Punkt des Projekts kam die ACE Stoßdämpfer GmbH ins Spiel. Das Unternehmen ist in Deutschland beheimatet, verfügt aber über einen eigenen Vertrieb in Österreich. Gemeinsames Bestreben ist es, u. a. die Vorteile hydraulischer Dämpfungselemente aufzuzeigen. Denn noch immer ist es vielen Konstrukteuren nicht hinreichend bekannt, dass man mit Hilfe von ölbefüllten Industriestoßdämpfern Maschinen schneller, O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 1-2/2016 79

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