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O+P Fluidtechnik 1-2/2017

O+P Fluidtechnik 1-2/2017

UMFRAGE Da das Verbot

UMFRAGE Da das Verbot von Chromtrioxid Liebherr als etablierten Zylinderhersteller in hohem Maße betrifft, beschäftigen wir uns schon seit Langem sehr intensiv mit diesem Thema und damit verbunden auch mit möglichen Alternativen zur Hartverchromung. Auf Basis des heutigen Stands der Technik gibt es zwar alternative Verfahren zur Hartverchromung. Spritzbeschichtungen stellen hier beispielsweise eine Alternative dar, die wir dort, wo sie technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind, auch bereits seit vielen Jahren einsetzten. Gerade unter Berücksichtigung der Themen „wettbewerbsfähige Herstellkosten“, „am Markt verfügbare Kapazitäten“ und „Flexibilität“ stellen diese Lösungen für uns eine sehr gute Ergänzung, aber keinen vollständigen Ersatz zur Hartverchromung dar. Sollten die europäischen Verchromer Chromtrioxid auch unter Gewährleistung eines sehr hohen Gesundheitsschutzstandards für die Mitarbeiter in den Verchromungsbetrieben nicht weiter verwenden dürfen, würde uns das in unserer Lieferflexibilität und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Nicht-europäischen Anbietern massiv einschränken. Von daher unterstützen wir eine möglichst lange Fristverlängerung, auch um Planungssicherheit für den Erhalt und die Weiterentwicklung unseres Produktionsstandorts in Deutschland zu haben. www.liebherr.com Dr.-Ing. Christian Zenner, Technischer Geschäftsführer, Liebherr-Components Kirchdorf GmbH Wir beschäftigen uns als Hersteller von Zylindern schon sehr lange und intensiv mit Themenstellungen im Bereich der Dichtungsoberflächen, um einen vollständigen Verzicht auf Chrom(VI) realisieren zu können, der in der Diskussion um Umweltauswirkungen häufig thematisiert wird. Wir haben gute Erfahrungen mit keramischen Beschichtungen, forschen aber auch im Bereich alternativer Werkstoffe. Sie alle sind aber im Produktionsverfahren sehr aufwendig und entsprechend teuer und daher für einfache Applikationen noch nicht geeignet. Insbesondere die zu erfüllenden Auflagen belasten die Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Wir arbeiten deshalb konsequent an effizienten Lösungen in diesem Bereich, die unseren Kunden und ihren individuellen Anforderungen gerecht werden. Bei der Montanhydraulik verchromen wir zu einem großen Teil unsere Produkte in der eignen Galvanik. Das fertig verchromte Produkt hat eine Chromschicht der Oxidationsstufe (0), die nicht zu den SVHC-Substanzen zählt und damit auch nicht in der EU-REACH-Verordnung aufgeführt ist. Der Einsatz dieser Chromschicht ist also auch zukünftig möglich. Der Herstellungsprozess fällt allerdings in den Geltungsbereich der EU-REACH- Verordnung. Eine Substitution dieser im Preis-/Leistungsverhältnis hervorragenden Schicht durch eine andere Beschichtung ist nicht in Sicht. Im internationalen Wettbewerb wird dies nicht von Vorteil für die deutsche Industrie sein. Selbstverständlich arbeiten wir an Alternativen und bieten auch heute schon unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen für die jeweiligen spezifischen Anwendungsfälle an. www.montanhydraulik.com www.weber-hydraulik.com MENSCHEN UND MÄRKTE ERGÄNZENDE INFORMATIONEN CTAC: Das Chromium Trioxide Authorization Consortium umfasst etwa 150 Mitglieder aus allen Gruppen der Lieferkette, also Importeure, Alleinvertreter, Formulierer, Händler und Anwender. ECHA (European Chemicals Agency) ist eine Agentur der Europäischen Union: https://echa.europa.eu/ Dr. Hans Kerwat (links), Geschäftsführer Weber-Hydraulik Losenstein (Österreich), und Walter List (rechts), Leitung Produktentwicklung Zylinder bei Weber-Hydraulik Dr. Ralf Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung, Montanhydraulik GmbH VECCO: Der „Verein zur Wahrung von Einsatz und Nutzung von Chromtrioxid und anderen Chemikalien in der Oberflächentechnik“ hat fast 200 Mitglieder, in der Hauptsache sind dies Unternehmen der galvanischen Oberflächentechnik sowie Zuliefererfirmen, Endanwender und Fördermitglieder: http://vecco.info REACH: Das deutsche Umweltbundesamt informiert über die Verordnung unter: http://www.reach-info.de/ 16 O+P Fluidtechnik 1-2/2017

UMFRAGE SZENE 13 MIO. EURO AM STANDORT MÜLHEIM INVESTIERT Der Automatisierungsspezialist Turck hat im September in Mülheim a. d. Ruhr eine neue Vertriebs- und Marketingzentrale eröffnet. Auf dem Grundstück neben der Firmenzentrale an der Witzlebenstraße ist in den vergangenen zwei Jahren ein architektonisch anspruchsvolles Gebäude mit rund 4 200 m 2 Büro- und Repräsentationsfläche entstanden, das von einem campusartigen Park umgeben ist. Verantwortlich für Planung und Realisierung war das Architekturbüro Eller + Eller. Die Investition in den Bau belief sich auf 13 Mio. Euro. Bei der Einweihung mit den Turck-Geschäftsführern Ulrich Turck (Bild l.) und Christian Wolf (r.) war auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (M.) zu Gast. Sie erklärte: „Turck ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Familienunternehmen mit einer langfristigen Strategie erfolgreich sind, indem sie rechtzeitig in neue Technologien und Infrastruktur investieren und so für anhaltendes Wachstum und Innovationsfähigkeit sorgen.“ Das Gebäude ist Teil einer Reihe Investitionen von insgesamt 100 Mio. Euro, die das Unternehmen in den vergangenen vier Jahren getätigt hat. Dazu gehörte außerdem die Erweiterung von Fertigungs- und Entwicklungsstandorten im sauerländischen Halver, im sächsischen Beierfeld, in Delémont in der Schweiz, in Minneapolis (USA) und in Saltillo (Mexiko). www.turck.com DEUTSCHE MESSE SCHREIBT HERMES AWARD 2017 AUS Die Deutsche Messe fordert Unternehmen und Institutionen auf, sich bis 22. Februar für den Industriepreis Hermes Award 2017 zu bewerben. Ausgezeichnet wird ein Produkt, das für eine technologische Innovation steht und erstmals auf der Hannover Messe 2017 präsentiertwird. Die eingereichten Produkte müssen bereits industriell erprobt und/oder in der industriellen Anwendung sein sowie im Hinblick aufihre technische und ökonomische Umsetzung als besonders innovativ beurteilt werden. Der Hermes Award ist mit einem PR-Paket im Gesamtwert von etwa 100 000 Euro dotiert. Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Direktor und Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), wird den Preisträger ermitteln. Die nominierten Unternehmen werden am 23. April im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover Messe 2017 vorgestellt. Alle für nominierten Produkte werden während der Hannover Messe im Bereich der Research & Technology in Halle 2 präsentiert. www.hannovermesse.de Geringe Reibung, sehr gute Dichtwirkung, Druckentlastung FR200 Stangendichtung mit geringer Reibung FR200 istein Produkt, das durch jahrelange Forschungsarbeiten und Prüfstandversuchen alle Anforderungen, die von einer zeitgemäßen Stangendichtung erwartet werden, erfüllt. FR200 bietet, verglichen mit anderen U-Profildichtungen, eine geringere Reibung und eine zuverlässigere Druckentlastung, ohne dabei die Dichtwirkung sowie die lange Lebensdauer zu beeinträchtigen. Mehr Informationen finden Sie aufder FR200 Microsite www.kastas.com/microsite/fr200 Spezielle Dichtlippengeometrie Gestützte Dichtlippe Ausgezeichnete statische und dynamische Dichtwirkung Erhöhter Verdrängungswiderstand Druckentlastungsnuten Zuverlässiges Rückfördervermögen Verringerte Kontaktfläche Kastas Sealing Technologies Europe GmbH www.kastas.com Your Productivity Partner

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