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O+P Fluidtechnik 1-2/2017

O+P Fluidtechnik 1-2/2017

USER CONFERENCE

USER CONFERENCE STANDARDISIERTE BESCHREIBUNGSSPRACHE ALS ERFOLGSFAKTOR FÜR INDUSTRIE 4.0 Die standardisierte Beschreibungssprache AutomationML (AML) ist ein wichtiger Baustein für die Produktion der Zukunft. Sie ermöglicht herstellerübergreifendes Engineering und effi ziente Engineering-Prozesse. SPECIAL / DIGITALISIERUNG Das Unternehmen Festo engagiert sich im Verein AutomationML e. V. insbesondere für die Ausgestaltung von Automatisierungskomponenten im Engineeringdateiformat. Das war eines der Themen der diesjährigen AML User Conference unter dem Titel „Road to Industrie 4.0: AutomationML as Digital Enabler“, die am 18. und 19. Oktober 2016 bei Festo in Esslingen-Berkheim stattfand. Manuel Paul, Forschungsingenieur bei Festo, stellte gemeinsam mit Projektpartnern die AutomationML-Aktivitäten im Bereich Virtuelle Inbetriebnahme vor. Diese werden in den Forschungsprojekten AVANTI und ENTOC erarbeitet. „Mit AML kann zukünftig der Engineeringprozess für die Virtuelle Inbetriebnahme vereinheitlicht und vereinfacht werden. Der Konstrukteur kann z.B. bei der Planung einer Anlage die digitalen Abbilder der Komponenten in seine Konstruktionssoftware integrieren“, erläutert Paul. Bei Komponentenbeschreibungen in AML können Informationen einer Komponente mit den entsprechenden CAD-Daten (inklusive Kinematik-Daten) oder Steuerungsprogrammen verknüpft werden. Festo engagiert sich innerhalb des Projektes, um fluidische Schaltpläne in AML abbilden zu können. AML IM FORSCHUNGSPROJEKT OPAK Im Forschungsprojekt OPAK entwickelten die Projektpartner eine AML-Schnittstelle für herstellerunabhängiges Engineering. Dadurch können die Komponenten von Festo mit ihrer standardisierten AML-Beschreibung in die Engineering-Software geladen werden und enthalten bereits alle für ihre Anwendung notwendigen Informationen und Funktionen. „So kann sich der Konstrukteur einer Anlage auf den gewünschten Automatisierungsprozess konzentrieren und muss sich nicht mit abstrakten Befehlen bei der Programmierung von Steuerungen auseinandersetzen“, erklärt Mathias Wiegand, Forschungsingenieur bei Festo. Die Komponente sei Dank der enthaltenen, verknüpften Informationen zu ihrer Funktion bereit zum Einsatz in einer service-orientierten Maschinen-Architektur. „ROAD TO INDUSTRIE 4.0: AUTOMATIONML AS DIGITAL ENABLER“ Die Podiumsdiskussion zum Abschluss des ersten Tages stand unter dem Titel „Road to Industrie 4.0: AutomationML as Digital Enabler“. Matthias Prinzen aus dem Product Management Electric Automation von Festo sprach dabei u. a. über die Ziele, die Festo mit dem Engagement im AML Verein für die Produktion der Zukunft verfolgt: „Wir möchten dazu beitragen, dass unser Pro- 30 O+P Fluidtechnik 1-2/2017

duktportfolio in der digitalen Welt von Industrie 4.0 platziert wird. Eine der Herausforderungen ist hier die standardisierte Beschreibung von Automatisierungskomponenten, und dazu kann AutomationML mit seinen Stärken in der Datenbeschreibung beitragen.“ Fotos: Festo www.automationml.org www.festo.de Manuel Paul (Mitte), Forschungsingenieur bei Festo, stellte gemeinsam mit den Projektpartnern Joachim Burlein von der Daimler AG (rechts) und Dr. Anton Strahilov von der EKS inTec GmbH (links) die Auto mationML-Aktivitäten im Bereich Virtuelle Inbetriebnahme vor O+P Fluidtechnik 1-2/2017 31

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