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O+P Fluidtechnik 10/2018

O+P Fluidtechnik 10/2018

SERVICE UND

SERVICE UND HYDRAULIKDIENSTLEISTUNG VON DER BRAUNKOHLEGRUBE ZUM KÜNSTLICHEN SEE PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Trostlos. Dieses Wort beschreibt am besten die Landschaft nördlich von Cottbus, in die sich die Spuren der Braunkohleförderung eingegraben haben. Schon in fünf Jahren soll an diesem Ort ein Naherholungsgebiet entstehen. Wie? Mit Wasser, mit richtig viel Wasser. Denn die riesige Grube wird zum größten künstlichen See Deutschlands. Doch vor der Flutung mussten Seegrund und Ufer mit schwerem Gerät bearbeitet werden. Dreißig Jahre lang frästen sich riesige Bagger durch ein 1 900 ha großes Gebiet östlich von Cottbus. Im Dezember 2015 rollte die letzte Grubenbahn aus dem Braunkohletagebau – dann war Schluss. Zurück blieb eine große, ausgekohlte Fläche von 2 600 Fußballfeldern, übersät mit Kratern und Abraumhalden. Die Lausitz Energie Bergbau AG war nun in der Verantwortung, das riesige Gebiet zu rekultivieren. Die Vorgabe des Braunkohlenplans sah vor: Der Großteil des einstigen Tagebaus Cottbus-Nord soll geflutet werden und daraus der „Cottbuser Ostsee“ entstehen. Doch zuvor musste die Grube vorbereitet werden. Mit den umfangreichen Erdbauarbeiten wurde die Arbeitsgemeinschaft Bickhardt Bau AG, Bickhardt Bau Thüringen und V&C Metzner GmbH beauftragt. Und weil es sich bei dem Vorhaben um die größte Erdbaustelle Europas handelte, war jede Menge schweres Gerät erforderlich. Das stellte die Manfred Hoffmann Baumaschinen Industrieservice GmbH & Co. KG aus Dorsten bereit. Das familiengeführte und herstellerunabhängige Unternehmen hat sich auf die Vermietung von Baumaschinen ab 20 t Gesamtgewicht spezialisiert und bietet ergänzend einen umfassenden Service, der Reparaturen sowie Wartung und bei Bedarf auch Maschinisten und Treibstoff miteinschließt. 140 MASCHINEN IM EINSATZ Das Projekt „Cottbuser Ostsee“ ist in seinen Dimensionen einzigartig: Über 19 Mio. m 3 Erde mussten über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren bewegt werden, um den künftigen Seegrund einzuebnen, sodass auch bei Niedrigwasser mindestens 2 m Tiefe erhalten bleiben. Zudem sollten die ehemalige Zufahrt verfüllt und die Uferbereiche abgeflacht werden, damit die Wasserbewegungen keine Erosion verursachen können. Für diese Mammutaufgabe stellte Hoffmann in Spitzenzeiten bis zu 140 Geräte mit Maschinisten und Komplettservice zur Verfügung, die rund 100 000 m 3 pro Tag bewegten. Mit dabei waren über 100 Muldenkipper (Dumper), die das Erdreich transportierten, schwere Bagger und Raupen sowie weitere Maschinen. „Zunächst mussten wir die gesamte Infrastruktur aufbauen“, berichtet Geschäftsführerin Barbara Hoffmann. „Denn ein leerer Tagebau ist eine Mondlandschaft.“ Gemeinsam mit ihren Partnern errichteten sie ein Baustellencamp mit Werkstatthalle, Aufenthaltsräumen, Büros und einer Küche. Dann legten die Arbeiter Baustellenstraßen an, damit sich die schweren Maschinen bei jedem Wetter schnell bewegen konnten. „Man muss sich die Dimensionen einmal vorstellen: 30 O+P Fluidtechnik 10/2018

Unternehmen alle Reparaturen direkt vor Ort vornehmen. Bei Schäden und Wartungen an den Hydraulik-Schlauchleitungen griff Hoffmann indes auf den mobilen Hydraulik- Sofortservice von Hansa-Flex zurück. „Wir arbeiten mit Hansa-Flex zusammen, weil wir uns auf die Qualität und die schnelle Reaktionszeit verlassen können“, so Lehmann. Die Dumper waren teilweise bis zu acht Kilometer zwischen Auflade- und Abladestation unterwegs“, berichtet Hoffmann. KEIN PLATZ FÜR AUSFÄLLE Die zahlreichen schweren Maschinen optimal zu koordinieren, war eine große Herausforderung. Doch Spezialisten der Arbeitsgemeinschaft entwickelten einen Ablauf, der einem eleganten Ballett gleicht. „Es war wirklich beeindruckend: Es gab keine Wartezeiten, keinen Stillstand. Alles AZ_Druckschalter 210x75.qxp_Layout 1 18.03.17 12:59 Seite 1 01 02 01 Über 19 Mio. m 3 Erde mussten über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren bewegt werden, um den künftigen Seegrund einzuebnen 02 Die zahlreichen schweren Maschinen optimal zu koordinieren, war eine große Herausforderung war perfekt aufeinander abgestimmt“, berichtet Ingo Lehmann, Einkaufsleiter bei Hoffmann, der einen großen Teil der eigenen Infrastruktur beschafft hat. Dass es in diesem eng getakteten System keinen Platz für lange Maschinenausfälle gibt, versteht sich von selbst. Hoffmann hielt deshalb Reservemaschinen vor, um Reparaturen und Wartungsarbeiten unabhängig vom Baustellenablauf durchführen zu können. Ein weiterer Pluspunkt: Mit acht Schlossern, sieben Werkstattsprintern und einer kompletten Werkstatthalle konnte das FLEXIBEL UND VERLÄSSLICH Die Dimensionen der Baustelle beeindruckten auch den Hansa-Flex Servicetechniker Stefan Waurick: „Von der Einfahrt der Baustelle bis zu unserem Einsatzort waren wir meist noch rund fünf Kilometer unterwegs“, erzählt er. Gerufen wurde der Hydraulik- Sofortservice dann, wenn es schnell gehen musste. „Auf einer Baustelle herrschen harte Bedingungen für die Hydraulik-Schlauchleitungen. Da kann es auch mal ungeplanten Reparaturbedarf geben“, so Waurick. In solchen Notfällen waren die Servicetechniker von Hansa-Flex schnell auf der Baustelle und unterstützten die Werkstattmitarbeiter von Hoffmann. Sie vermaßen die Schlauchleitungen und fertigten Ersatz an. Es ist genau diese Flexibilität, die man bei Hoffmann schätzt – aber nicht nur. „Wir arbeiten ausschließlich mit Partnern zusammen, auf die wir uns zu einhundert Prozent verlassen können“, meint Barbara Hoffmann. „Wir sind der Maschinendienstleister und stehen dafür gerade, dass die Maschinen laufen. Es nützt nichts, wenn wir minderwertiges Material verbauen, dafür dann aber ständig Ausfälle haben. In diesem Zusammenhang spricht es für sich, dass wir seit über 30 Jahren mit Hansa-Flex zusammenarbeiten.“ Ganz so lange werden die ersten Badegäste wohl nicht auf ein Bad im Cottbuser Ostsee warten müssen, doch nach Ende der Bauarbeiten dauert es je nach Wasserangebot in der Spree noch fünf bis sieben Jahre bis Grundwasser und Spreewasser den Cottbuser Ostsee gefüllt haben. Erst dann wird aus der ehemaligen Kraterlandschaft der größte künstliche See Deutschlands. www.hansa-flex.com EIN KOMPLETTES PRODUKTPROGRAMM. DRUCKSCHALTER. VAKUUMSCHALTER. DIFFERENZ-DRUCKSCHALTER. DRUCKSENSOREN. ELEKTRONISCHE DRUCKSCHALTER. 0,2bar - 400bar, 40 Typen MEHR: www.layher-ag.de

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