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O+P Fluidtechnik 10/2020

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O+P Fluidtechnik 10/2020

WIR WOLLEN SICHERHEIT

WIR WOLLEN SICHERHEIT UND EFFIZIENZ BEI UNSEREN KUNDEN STEIGERN Ulrich Hielscher ist seit 2012 geschäftsführender Gesellschafter der Internationalen Hydraulik Akademie GmbH (IHA). Er ist staatlich geprüfter Maschinenbautechniker, Technischer Betriebswirt und hat eine Ausbildung zum Maschinenbauschlosser. Beruflich startete er im Kohlebergbau und fand über einige Zwischenstationen den Weg zum Schulungszentrum der Hansa-Flex AG, das er über sieben Jahre leitete. Die IHA bietet Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Prüfung und Schulung für alle Bereiche der Hydraulik. Herr Hielscher, wie kam es zur Gründung der Internationalen Hydraulik Akademie? Welche Ziele hat man sich gesetzt? Hervorgegangen ist die IHA aus der im Jahr 2000 gegründeten Schulungsabteilung unseres jetzigen Kooperationspartners, der Hansa-Flex AG. Warum? Weil damals Kunden aus der Stationär-Hydraulik Schulungen zum Thema der hydraulischen Leitungs- und Verbindungstechnik und der damit verbundenen anforderungsgerechten Anwendungstechnik einforderten. Schnell hat man erkannt, dass nicht nur die fachliche Wissensvermittlung nach außen hin wichtig ist, sondern auch nach innen für die eigenen Mitarbeiter. 2007 haben wir mit damals fünf Mitarbeitern die eigenständige und unabhängige Internationale Hydraulik-Akademie als Dienstleister für die Bereiche SCHULEN-PRÜFEN-BERATEN gegründet. Mittlerweile zählen wir 17 Mitarbeiter. Erwähnt werden muss aber dazu, dass der heutige Kooperationspartner Hansa-Flex uns mit der kompletten Ausbildung seiner Mitarbeiter im technischen Bereich beauftragt hat. Ziel für uns war und ist immer, die Hydraulik dem Anwender so verständlich zu vermitteln, dass die Angst davor genommen wird. Das erlernte Wissen schafft Vertrauen in die eigene Arbeit, denn den Ausbildungsberuf im Bereich der Hydraulik gibt es ja bis heute nicht! Bei der Hydraulik handelt es sich um ein komplexes Wissensgebiet welches ein hohes Maß an technologischer Kompetenz verlangt. Wie kann diese Kompetenz in den Betrieben erhalten und erweitert werden, obwohl es keine Berufsausbildung zum Hydrauliker gibt? MENSCHEN UND MÄRKTE Da ist was Wahres dran, denn woher soll das Wissen auch kommen, wenn es den Beruf des Hydraulikers oder Fluidtronikers nicht gibt. „Learning by doing“ ist oftmals angesagt oder „hab ich schon immer so gemacht“, aber solches Handeln entspricht nicht mehr dem Stand der heutigen Technik. Das ist auch ein wichtiger Grund für die Existenz der Hydraulik-Akademie, denn Industrie 4.0 fordert heute das fachliche Wissen und Kompetenz rund Welche Schwerpunkte setzt die IHA bei ihren Bildungsangeboten und warum? um die Hydraulik für ihre Maschinen und Anlagen ein. Die Unternehmer sind nun gefragt, sich der Situation zu stellen und mit qualifizierten Aus-, Weiterbildungsstätten für die Hydraulik das technische Kow-How selbst ins Haus zu holen. Sie sollten ihre Mitarbeiter hydraulisch aus- und weiterbilden, denn hydraulische Kompetenz schafft neben einer höheren Maschinenverfügbarkeit auch mehr Effizienz. Im Vordergrund unseres Angebots von mehr als 30 technischen Seminaren rund um die Hydraulik steht neben der nötigen Theorie der praktische Bezug, welchen wir in den Fluidseminaren mit unseren hydraulischen Trainingsständen sehr intensiv fördern. Von der zur Prüfung befähigten Person für Hydraulik-Schlauchleitungen bis hin zum geschlossenen hydraulischen Kreislauf bieten wir ein modulares Schulungssystem an. Abgerundet wird das Programm 10 O+P Fluidtechnik 2020/10 www.oup-fluidtechnik.de

super Ulrich Hielscher silent Lee HDI Miniatur- Magnetventile für Gase und Flüssigkeiten Geräuscharme Ausführung durch eine berufsbegleitende Maßnahme über neun Monate mit dem Abschluss vor der Handwerkskammer zur Hydraulik-Fachkraft. Wir wollen mit unserer Wissensvermittlung den Alltag unserer Kunden erleichtern, sicherer und effizienter machen. Das entspricht auch unserem Motto: Morgens ölich, abends fröhlich… Für welche Personengruppen eignen sich die Angebote der IHA besonders? Bedienungs-, Montagepersonal, Konstrukteure, Wartungs- und Instandhaltungspersonal, befähigte Personen in der Hydraulik, Sachverständige, Sicherheitsfachkräfte, Ingenieure und alle, die an der Technologie der Hydraulik interessiert sind. Nicht zu vergessen aber die Einkäufer technischer Komponenten, denn hier ist es ebenfalls wichtig zu vermitteln, dass Hydraulikkomponenten der gleichen Spezifikation sich technisch doch sehr voneinander unterscheiden können. Welche wichtigen Trends sehen Sie mittelfristig für die Fluidtechnik? Das sind für mich die Digitalisierung und die Vernetzung im hydraulischen Maschinen -und Anlagenbau. Die enormen physikalischen Vorteile der Hydraulik werden nicht durch die Elektrifizierung verdrängt, davon bin ich fest überzeugt. Es werden aber in Zukunft immer häufiger hybride Lösungen zum Einsatz kommen. Wir müssen ein Auge darauf haben, dass Inbetriebnahmen, Wartungen oder Instandhaltungen nicht noch schwieriger werden dürfen. Uns allen muss bewusst sein, dass wir bereits jetzt schon ein enormes „Know-How-Defizit“ in diesem Bereich zu verzeichnen haben. Und das wird sich leider trotz aller Bemühungen unserer Ausund Weiterbildungsmaßnahmen nicht kurzfristig ändern. Wir sehen uns vor dem Problem des Gegensatzes Industrie 4.0 . vs. Wartung- und Instandhaltung 1.0. www.hydraulik-akademie.de LEE Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH Am Limespark 2 · 65843 Sulzbach Telefon 06196 / 773 69-0 E-Mail info@lee.de · www.lee.de

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