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O+P Fluidtechnik 10/2020

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O+P Fluidtechnik 10/2020

ZUSTANDSÜBERWACHUNG

ZUSTANDSÜBERWACHUNG MESSGERÄTE DIGITALISIEREN DRUCK Prüfung von Hydraulikaggregaten und -komponenten das automatische Einlesen der gemessenen Werte in eine Instandhaltungs- Software als Ideallösung. Für diese Aufgabe hat Stauff das SPS-DIGI Digitalmanometer entwickelt. Die Baureihe wird bedarfsweise an unterschiedlichen Messpunkten der Anlagen und Geräte eingesetzt. Als Schnittstelle dient eine Messkupplung von Stauff. DATEN LASSEN SICH SPEICHERN UND EXPORTIEREN Die Serie SPG-DIGI kann Druckspitzen und -abfälle im System erfassen und anzeigen. Optional können die Messergebnisse zwischengespeichert werden. Voraussetzung dafür schafft ein integrierter Datenlogger, der bis zu zehn Messreihen mit einer maximalen Messdauer von 24 Stunden speichern kann. Über eine optionale USB-Schnittstelle können die aufgezeichneten Daten auf jeden beliebigen PC oder Laptop ohne zusätzliche Software importiert werden. Zur Auswertung kann der Anwender jedes gängige Tabellenkalkulationsprogramm verwenden. Durch die Messwertspeicherung und -übertragung per Schnittstelle kann das Servicepersonal Messwerte im Feld „einsammeln“ und sie später z. B. in Dokumentationen einfügen. Ebenso können die Werte in Software- Tools für die präventive Instandhaltung gespeichert werden. Die aufgezeichneten Messwerte sind auch deshalb aussagekräftig, weil die Abtastrate mit 10 ms sehr kurz ist. Das heißt: Selbst sehr kurze Druckspitzen werden registriert. Außerdem kann der Anwender eine „Tara“-Funktion betätigen, die ihm nur die Druckentwicklung anzeigt Mit den neuen Funktionen werden die Geräte der SPG-DIGI-Serie vom flexibel einsetzbaren Messgerät zum Datenlogger, der eine nochmals verbesserte schnelle Fehleranalyse und auch die Integration in übergeordnete Software erlaubt. Eine weitere Neuheit in diesem Programm ist eine Nieddruckvariante für den Messbereich von - 1 bis 5 bar. Die gesamte Serie erlaubt Messungen bis 600 bar. PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Für die vorbeugende Instandhaltung von Hydrauliksystemen braucht es die Messdaten des Drucks in digitalisierter Form. Fest installierte und mobile Druckmessgeräte mit USB-Schnittstelle machen die Informationen in eine übergeordnete Software übertragbar. Ob es um die Gesamtfunktion von Hydraulikaggregaten geht, die Fehlersuche bei Unregelmäßigkeiten, den Zustand von Filterelementen oder die Funktion von Blasenspeichern: In vielen Fällen ist der Druck bzw. der Differenzdruck eine aussagefähige Kenngröße für den „Gesundheitszustand“ des Hydrauliksystems und seiner Komponenten. Der Stauff-Geschäftsbereich „Diagtronics“ bietet unterschiedliche Manometer, mit denen der Druck in der Hydraulikanlage erfasst wird. Der Trend geht – wie in anderen Bereichen – dahin, die Geräte bzw. deren Messwerte in übergeordnete Plattformen der Instandhaltung digital zu integrieren. Einen Instandhalter den Manometer ablesen und die Messwerte händisch in eine Tabelle eintragen zu lassen, soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen gilt für die Autoren: Oliver Wagner, Entwicklung Elektrotechnik/Elektronik, und Thorsten Kinkel, Vertriebsingenieur, beide Stauff ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR MOBILE UND STATIONÄRE HYDRAULIK Zu den typischen Anwendern der SPG-DIGI-Serie gehören die Hersteller von anspruchsvollen Maschinen und Anlagen, die mit den Manometern die Hydrauliksysteme neuer Maschinen testen. Das Hauptanwendungsfeld sind aber die Instandhalter sowohl in der Industrie als auch z.B. in Bergbau- und Gewinnungsbetrieben. Bei ihnen sind große Flotten von mobilen Arbeitsmaschinen im Einsatz, die hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit erfüllen müssen. Mit den Digitalmanometern lässt sich vor Ort ein Schnell-Check durchführen, um die Ursache von Fehlfunktionen oder Ausfällen zu finden und, vereinfacht gesagt, dem Hydrauliksystem den Puls zu fühlen. Auch bei stationären Druckaufnehmern können Hersteller und Anwender von Hydraulikanlagen die Möglichkeit nutzen, Messwerte direkt in eine übergeordnete Software zu übernehmen. Die Druckaufnehmer der Baureihe PT-RF ermitteln den aktuellen Druck im Messbereich von 0 bis 16 bar oder 0 bar bis 600 bar (relativ) mit einer Präzision von maximal ± 0,5 Prozent bezogen auf den jeweiligen Messbereichsendwert. Zu dieser Sensorbaureihe gehört ein Lese- und Anzeigegerät. Wenn der Druckaufnehmer über dieses Gerät einen Sensor aktiviert, erfolgt innerhalb von nur 0,5 Sekunden eine Messung. Der Messwert wird auf dem Display des Lesegerätes dargestellt und zur weiteren Auswertung gespeichert. MESSEN OHNE SYSTEMÖFFNUNG Neben dem eigentlichen Druckwert werden standardmäßig weitere relevante Informationen übermittelt, darunter Datum und Uhrzeit 20 O+P Fluidtechnik 2020/10 www.oup-fluidtechnik.de

ZUSTANDSÜBERWACHUNG 01 01 Ein Digitalmanometer erfasst den Druckwert eines Hydrauliksystems. Messkupplungen dienen als „Schnittstelle“ zu den unterschiedlichen Punkten der Anlage 02 Die Auswertung der Messwerte kann mit einer beliebigen Software vorgenommen werden. Eine USB-Schnittstelle am Digitalmanometer erlaubt den Datentransfer 03 Die Druckaufnehmer ermitteln den aktuellen Druck im Messbereich von 0 bis 16 bar oder 0 bis 600 bar (relativ) mit einer Präzision von maximal ± 0,5 Prozent 02 der Messung sowie die Seriennummer des Druckaufnehmers. Das ermöglicht die eindeutige Zuordnung der Messstelle, eine Grundvoraussetzung für eine lückenlose Dokumentation der Prüfergebnisse. Von diesen Messsätzen können mehr als 15 000 im integrierten Speicher des Lesegerätes abgelegt werden. Die im Lieferumfang enthaltene Software ermöglicht die nachträgliche Auswertung und Weiterverarbeitung der zuvor über die USB-Schnittstelle übertragenen Messergebnisse am PC oder Notebook. Weil die Messdatenübertragung per RFID erfolgt, kommen die Druckaufnehmer ohne interne oder externe Stromversorgung sowie ohne jegliche Verkabelung aus. Die Vorteile, die sich für Anlagenbetreiber, Instandhalter und Wartungsfachkräfte durch die Nutzung der neuen Druckaufnehmer (Technologie) jetzt auch bei der Überwachung von Hydrospeichern ergeben, liegen auf der Hand: Messungen können denkbar einfach, ohne aufwändige Schulung und binnen weniger Sekunden mit nur einem Knopfdruck durchgeführt und prozesssicher dokumentiert werden. Dabei entfällt das Auf- und Abschrauben von Manometern oder anderen Mess- und Anzeigegeräten. Der Verzicht auf eine temporäre Öffnung des Systems schützt vor dem Verlust von Speicherdruck und damit einhergehender Leistungseinbußen. an übergeordnete Programme übertragen werden. Deshalb sind die Möglichkeiten der Auswertung und Dokumentation vielfältig – und die Hydraulikanlage wird transparent. Damit lassen sich, im Sinne der vorbeugenden Instandhaltung, Fehler oder Unregelmäßigkeiten frühzeitig und schneller erkennen. Fotos: Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG www.stauff.com 03 SPEICHERADAPTER FÜR BERÜHRUNGSLOSE MEMBRAN- UND BLASENSPEICHER ÜBERWACHUNG Zu den Anwendungsbeispielen der PT-RF Druckaufnehmer gehört die Überwachung von hydropneumatischen Membran- und Blasenspeichern. Für diese Aufgabe stehen Speicheradapter zur Verfügung, mit denen der Anwender diesen Kennwert berührunglos, schnell und ohne das Risiko des Eintrags von Verschmutzungen erfassen kann. Hierzu wird der Speicheradapter auf den Gasfüllanschluss des Hydrospeichers aufgeschraubt und ein Druckaufnehmer dauerhaft seitlich angebracht. Das standardmäßig am Speicher eingesetzte Füllventil findet dabei am oberen Anschluss des Anschlussadapters weiterhin Verwendung. Die Beispiele zeigen: Das Messen von Kenngrößen in Hydrauliksystemen wird digital, die Messwerte können (per Kabel oder Funk)

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