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O+P Fluidtechnik 11-12/2017

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VERBINDUNGSELEMENTE

VERBINDUNGSELEMENTE PRODUKTE UND ANWENDUNGEN SPRITZGIESSEN IN NEUER DIMENSION Wegweisende, ganzheitliche Automatisierungslösungen rund um die Spritzgießmaschine präsentierte Stäubli auf der Fakuma 2017 in Friedrichshafen. Die dort gezeigte Quick-Mould- Change-Technologie für Spritzgießapplikationen soll Prozesssicherheit und Flexibilität ebenso steigern wie die Produktivität. Viele Kunststoffverarbeiter stehen nicht nur unter hohem Wettbewerbsdruck, sie kämpfen auch mit immer häufigeren Werkzeugwechseln. Das ist eine Folge des Trends hin zu einer immer größeren Variantenvielfalt, der die Losgrößen schrumpfen lässt. Die Anzahl der Werkzeugwechsel an Spritzgießmaschinen nimmt dadurch rasant zu, bei größeren Betrieben können diese heute bereits mehrmals pro Tag erforderlich sein. Die Betreiber stellt diese Entwicklung vor große Herausforderungen: Die Rüst- und Nebenzeiten steigen signifikant an, wodurch die Produktivität der Spritzgießmaschinen leidet. Als langjähriger Partner der Kunststoffindustrie kennt man bei Stäubli diese Problematik und bietet dafür weltweit einmalige, ganzheitliche Lösungen. Auf der Fakuma 2017 konnten sich die Fachbesucher von der Leistungsfähigkeit dieser Lösungen am Messestand von Stäubli überzeugen. Die Besonderheit dabei brachte Norbert Ermer, Geschäftsführer der Stäubli Connectors in Bayreuth, auf den Punkt: „Wir sind das einzige Unternehmen weltweit, das Komplettsysteme basierend auf dem eigenen Produktportfolio anbieten kann und genau das ist der entscheidende Unterschied zu unseren Marktbegleitern. Wir können heute wirklich nahezu jeden Kundenwunsch bei der Automatisierung von Spritzgießmaschinen erfüllen.“ Stäubli hat von der einfachen Schnellkupplung über Spannsysteme in mechanischer, hydraulischer oder magnetischer Ausführung bis hin zum Roboter oder Werkzeugwechselwagen einfach jede Komponente oder jedes System im Programm. Nur deshalb kann man auch ganzheitliche Industrie-4.0-Lösungen anbieten, die aus Autor: Dipl.-Ing. Ralf Högel, Inhaber der Agentur IKH – Industrielle Kommunikation Högel, Stadtbergen jeder Spritzgießmaschine eine autarke, hochproduktive Fertigungszelle machen. Eine derartige Lösungskompetenz kann nur ein Unternehmen bieten, das gleichzeitig in den Bereichen Quick Mould Change (QMC) und Robotik beheimatet ist. ANWENDER HABEN VOLLAUTOMATION IM FOKUS Obgleich das Geschäft mit einzelnen Komponenten und Teillösungen boomt wie nie, fokussieren immer mehr Spritzgießer, die sich vielleicht im ersten Schritt mit der Investition in eine Multikupplung oder in ein Spannsystem begnügen, auf das Thema Vollautomation. „Wir haben bereits zahlreiche, wirklich wegweisende Komplettanlagen bei führenden Automobilzulieferern in aller Welt realisiert und die Nachfrage nach ganzheitlichen QMC-Lösungen nimmt stetig zu“, berichtete Norbert Ermer. Das Messe-Highlight war die vernetzte Komplettautomation einer Spritzgießmaschine, anhand derer alle wesentlichen Prozessschritte im Detail zu sehen waren. Das begann mit der Vorbereitung, dem Vorwärmen mittels manueller Multikupplungen und dem Transport des Werkzeugs, ging über die exakte Positionierung an und in der Spritzgießmaschine, das Spannen des Werkzeugs über ein automatisches Magnetspannsystem bis hin zum Anschluss aller Signal- und Medienverbindungen über vollautomatische Multikupplungen. WERKZEUGWECHSEL INNERHALB EINER MINUTE Das Wesentliche dabei war, dass mit dieser durchgängigen QMC-Lösung der Werkzeugwechsel unter höchsten Sicherheitsstandards vollautomatisch innerhalb einer Minute zu realisieren ist. Das setzt Maßstäbe in Sachen Produktivität. Zur signifikant verbesserten Wirtschaftlichkeit tragen nicht nur der schnelle Werkzeugwechsel bei, sondern auch die Integration von Robotern von Stäubli, die das Be- und Entladen der Spritzgießmaschine sowie nachgelagerte Prozessschritte bis hin zur Komplettbearbeitung übernehmen. Weiterer Vorteil: Heute ist es möglich, jeden Prozessschritt sensorisch zu überwachen und damit jeden Parameter zur Steuerung der Abläufe heranzuziehen. POINTIERT IMMER GRÖSSERE VARIANTENVIELFALT LÄSST DIE LOSGRÖSSEN SCHRUMPFEN KOMPLETTSYSTEME BASIEREN AUF DEM EIGENEN PRODUKTPORTFOLIO ES IST MÖGLICH, JEDEN PROZESSSCHRITT SENSORISCH ZU ÜBERWACHEN 50 O+P Fluidtechnik 11-12/2017

STÄUBLI CONNECTORS: NORBERT ERMER ÜBERNIMMT Norbert Ermer ist seit 2017 neuer Geschäftsführer bei Stäubli Connectors in Bayreuth. Der studierte Produktionstechniker folgt auf Heinz Maisel, der das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg erfolgreich leitete. Mit Norbert Ermer übernimmt ein Brancheninsider die Geschäfte, der seine Karriere bei Stäubli bereits 1982 als Maschinenschlosser-Lehrling begann. Nach erfolgreicher Weiterbildung mit Studienabschluss stieg der gebürtige Bayreuther 1994 wieder bei Stäubli ein. 1999 wechselte er als Konstruktionsleiter zu Connectors, wo er 2012 als Leiter Technik und Produktion Prokura erhielt. Mit seiner ausgewiesenen Expertise in der Kupplungstechnik hat es sich Norbert Ermer zum Ziel gesetzt, das nationale wie internationale Geschäft nicht zuletzt durch ein zusätzliches Plus an Kundennähe und Beratungsqualität voranzutreiben: „Der weltweite Ausbau unseres Netzwerkes in den wichtigen Märkten der Welt hat für mich Priorität. Die regionalen Märkte sind sehr unterschiedlich, da ist es wichtig, nahe am Kunden zu sein und schnell auf Anforderungen reagieren zu können. Nur so können wir Markttrends unverzüglich umsetzen und wegweisende Entwicklungen schnell realisieren“. Dietzel.indd 1 09.05.2017 09:43:38 8.-10. NOVEMBER 2017 BAD SALZUFLEN HALLE 21 | STAND A12 LIQUIDLINE – SICHERE WASSERANSCHLÜSSE AUS EDELSTAHL, MESSING ... Das beginnt bereits bei der Vortemperierung des Werkzeugs. Hier kann dank Kupplungstechnik von Stäubli der Werkzeugzustand erfasst und als Datensatz für den weiteren Produktionsprozess bereitgestellt werden. Eventuelle Störungen wie beispielsweise das Nichterreichen der Betriebstemperatur lassen sich so vorzeitig erkennen. Auch der Werkzeugwechsel selbst ist komplett sensorisch überwacht. Um auch hier höchste Prozesssicherheit zu gewährleisten, stimmen Maschine und Werkzeugwagen ihren Zustand automatisch bei jedem Schritt ab. „Diese prozesssicheren, Industrie-4.0-kompatiblen Lösungen sind perfekt geeignet, um den hohen Anforderungen einer immer variantenreicheren Kunststoffproduktion mit immer kleineren Losgrößen wirkungsvoll zu begegnen. Die Durchgängigkeit aller Komponenten aus einer Hand steht dabei für maximale Effizienz und Flexibilität sowie für eine bis dato unerreichte Gesamtproduktivität von Spritzgießanlagen“, betonte Norbert Ermer. Fotos: Stäubli www.staubli.com EISELE.EU ... ODER ALUMINIUM Diese Verschraubungen und Steckanschlüsse für Kühlwasserkreisläufe bieten für jeden Einsatz die richtige Konstruktion und das richtige Material. O+P Fluidtechnik 11-12/2017 51 Eisele.indd 1 06.10.2017 11:53:27

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