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O+P Fluidtechnik 11/2016

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O+P Fluidtechnik 11/2016

Wie gehen Sie vor, wenn

Wie gehen Sie vor, wenn bei einem solchen Projekt ein Wartungsfall eintritt? Käsler: Primär gewährleisten unsere hohe Entwicklungs- und Fertigungskompetenz, die höchsten Qualitätsstandards sowie ein moderner Maschinen- und Anlagenpark, dass derartige Wartungsfälle nur selten auftreten. Alle erforderlichen Fertigungstechnologien wie modernste Werkzeugmaschinen für die mechanische Bearbeitung, Schweißroboter, Galvanik- und Lackieranlagen sind in-house verfügbar und erlauben es uns, weltweit ein technisch wie wirtschaftlich optimiertes Produkt anzubieten. Becker: Wir haben jedoch bei solch einem Fall die Möglichkeit, über Remote-Services zu unterstützen oder Servicemitarbeiter auf die jeweilige Baustelle zu entsenden. Bei komplexeren Service-Fällen empfiehlt sich, mit eigenen Spezialisten vor Ort zu sein, da es meist mit einem reinen „Software-Update“ nicht getan ist. Zudem bieten wir Ersatzteilpakete an, mit denen gewährleistet ist, dass die kritischen Bauteile immer auf Lager sind. Gibt es bei solchen Großanwendungen wie den Hubschiffen Alternativen zur Hydraulik? Käsler: Ja, die gibt es – allerdings sind diese der Hydraulik schon aufgrund der Leistungsdichte völlig unterlegen. Grundsätzlich kann eine Linearbewegung elektrisch, mechanisch oder hydraulisch ausgeführt werden. Bei hohen Lasten und Positioniergenauigkeiten ergeben sich bei mechanischen Übertragungselementen enorm große Pressungen auf den Flächen. Zudem führen die Fertigungstoleranzen in Verbindung mit Vibrationen zu erhöhten Hysterese- und Verschleißerscheinungen. Diese Probleme haben sie mit einer kompakten, hydraulischen Zylinderlösung nicht. Es gibt nichts Besseres als Hydraulik, um große Kräfte zu übertragen. Die Zylinder und Aggregate auf diesen Hubschiffen müssen teilweise bis zu 20 000 t Gesamtgewicht heben und eine Leistung im Megawattbereich zuverlässig vorhalten. Das ist nur mit Hydraulik möglich. Aber auch bei deutlich kleineren Kräften im Anwendungsbereich ab ca. 10 t stellen hydraulische Lösungen die wirtschaftlich bessere Alternative dar. An welcher Stelle sehen Sie noch Optimierungsbedarf für die Komponente Zylinder? Becker: Der zentrale Aspekt ist mit Sicherheit das Gewicht und die Korrosionsbeständigkeit. Wir arbeiten schon immer sehr eng mit den Rohrherstellern zusammen und treiben die Entwicklung zu immer hochfesteren Stählen voran. Eine weitere Option, um Gewicht zu sparen, ist der Einsatz von Kohlefaserwicklungen zur Verstärkung sehr dünner Rohre. Dies kann z.B. in Anwendungen wie Mobilkranen oder Betonpumpen das Mittel der Wahl sein, um das Gewicht an der Spitze des ausgefahrenen Tragarmes kleinstmöglich zu halten – Reduzierung des Kippmoments ist hier das Stichwort. Käsler: Bei den Anforderungen, die der Markt uns stellt, müssen wir Gewicht einsparen und die Korrosionsbeständigkeit auch unter extremen Bedingungen sicherstellen. Dabei darf die Sicherheit und Qualität allerdings nicht zu kurz kommen, deshalb besitzen unsere Zylinder und Systeme vielfach eine Zertifizierung nach DNV-GL, ABS, Lloyds Register, Bureau Veritas oder TÜV, um nur einige zu nennen. Durch unsere hohen Qualitätsziele und zukunftsweisenden Produktentwicklungen werden wir von unseren Kunden als innovativer und wettbewerbsfähiger Entwicklungspartner wahrgenommen und können diesem ein für seine Ansprüche optimiertes Produkt anbieten. PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Zentrale Aspekte des Unternehmenserfolgs sind unter anderem Expertenwissen und Erfahrungswerte. Wie sichern Sie dieses Wissen? Becker: Diese beiden Aspekte tragen selbstverständlich ebenfalls zum Unternehmenserfolg bei. Das Knowhow, das in über 60 Jahren aufgebaut wurde, haben wir systematisiert gesichert. Natürlich ist es auch in den Köpfen unserer Mitarbeiter. Durch hausinterne Seminare wird dieses Know-how immer wieder an die jüngeren und neuen Mitarbeiter weitergegeben. Die Produkt- und Fertigungskompetenz wird durch unser eigenes Engineering mittels modernster Entwicklungs- und Produktionstools gewährleistet und abgesichert. Eigenentwickelte Berechnungsprogramme und Produktionstools repräsentieren dabei unsere langjährige Erfahrung in der Herstellung von hydraulischen Zylindern und Aggregaten. Montanhydraulik hat schon immer viel Wert auf eine gute Ausbildung gelegt. In unseren Lehrwerkstätten werden z.Z. ca. 70 junge Leute in technischen Berufsbildern ausgebildet. Darüber hinaus bilden wir entsprechend im kaufmännischen Bereich aus und bieten Duale Studiengänge an. Bei uns gilt der Leitspruch: Erfolgreich sein kann man nur, wenn man Wissen teilt. Käsler: Natürlich gilt es, unsere Erfolgsgeschichte, die sich über sechs Jahrzehnte hin erstreckt, fortzusetzen. Mit dem Expertenwissen und unseren hochqualifizieren Mitarbeitern wollen wir auch in Zukunft weiter wachsen, insbesondere über neue Applikationen und verstärkte Spezialisierung. Mit unseren Aktivitäten sind wir schon heute in wichtigen internationalen Märkten vertreten. Die weitere Internationalisierung verbunden mit dem deutlichen Bekenntnis zur Qualitätsaussage “Made in Germany“ sollen auch in Zukunft weiter verfolgt werden. www.montanhydraulik.com Im Rahmen einer Werksführung konnte man sich von den gewaltigen Ausmaßen der Zylinder überzeugen 48 O+P Fluidtechnik 11-12/2016

MARKTPLATZ MIT EINER LAUFBRÜCKE DIE WELLEN AUSGETRICKST Wer schon einmal per Steg ein Schiff betreten hat, kennt das Problem: Schon bei leichtem Seegang fordert der Weg Trittsicherheit. Für Kopfzerbrechen sorgt das in seichten Gewässern noch nicht. Anders sieht es aber auf hoher See aus: Wenn meterhohe Wellen das Schiff heben und senken, ist der Weg etwa von einem Schiff auf eine Ölbohrplattform lebensgefährlich. In Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth hat Barge Master nun eine Laufbrücke entwickelt, die die Bewegung des Schiffes kompensiert und den Transfer von Personal und Fracht auch bei starkem Seegang erlaubt. Möglich machen das extrem schnelle Sensoren und eine komplexe Technik, die Wellen bis zu einer Höhe von viereinhalb Metern durch eigene Gegenbewegungen kompensiert. So wird der Zugang über die Landungsbrücke laut Hersteller auch bei unruhiger See zuverlässiger und sicherer als ein Helikopterflug. RKP-SERVICEZENTRUM ROBERT SCHÖNING Servicepartner für alle Moog/Bosch RKP 24-Stunden- Notdienst Prüfung ∙ Reparatur ∙ Ersatz alle RKP-Typen ∙ Vor-Ort-Service 37170 Uslar · Tel.: +49 5571 9197510 www.radialkolbenpumpe.com www.boschrexroth.com RKP.indd 1 28.04.2014 13:41:58 EINLEGEN, DREHEN, FERTIG Vielseitige Näherungssensoren, die sich schnell und ohne Spezialwerkzeug einbauen lassen, bietet die Serie ST6 von Aventics. Sie werden von oben per Drop-in-Montage in die T-Nut eines Profilzylinders gelegt. Dann wird die Exzenterschraube mit einem Schlitzschraubendreher oder Innensechskantschlüssel fixiert. Die Schraube hält den Sensor auch bei Stößen und Vibrationen auf Position. Seitliche Halterippen ermöglichen eine einfache Montage auch an schwer zugänglichen Orten oder bei Überkopfmontage. Die Sensoren erfassen das Magnetfeld des Kolbenmagneten, wenn sich der Kolben im Sensorbereich bewegt. Sobald ein Schwellenwert erreicht ist, reagiert die Elektronik. Die Serie umfasst verschiedene Versionen, Leitungslängen und Anschlüsse. So sind z. B. eine Variante mit Atex-Zertifizierung sowie eine kalt- und warmfeste Ausführung für Einsatztemperaturen von - 40 bis + 120 °C erhältlich. Die Sensoren verfügen über eine Culus-Zulassung, sind verpolungssicher und kurzschlussfest. www.aventics.com INTELLIGENT POSITIONIERT Speziell für Pneumatikzylinder entwickelt hat Sick den Positionssensor MPS-C. Er kann direkt in C-Nuten montiert werden und erfasst kontinuierlich, direkt und berührungslos die Kolbenstellung von pneumatischen Antrieben. Bedient wird er über Touchpad oder IO-Link. Durch die kontinuierliche Lieferung von Daten lösen die Sensoren auch Aufgaben wie Qualitätsüberwachung und Prozesssteuerung und sind so geeignet für flexible Maschinenkonzepte. Eine Integration in die Anlage ist jederzeit möglich, da der Sensor außen am Zylinder angebracht wird. Pneumatikzylinder werden durch Positionssensoren zu smarten Aktuatoren. www.sick.de Ekomat.indd 1 07.11.2012 07:49:19 MODULARES EX-PROGRAMM FÜR MAGNETVENTILE Ein flexibles Ex-Programm für Magnetventile bietet Bürkert. Das modulare Spulen- und Ventilkonzept ist nach EN 60079 explosionsgeschützt. Der Kabelkopf 2513 erlaubt eine flexible Verlegung der Anschlussleitung bis zum Ventil. Mit fest angespritztem Kabel bietet er einen sicheren Anschluss. Für die Zonen 1 und 21 sowie aggressive Umgebungen gibt es die mit Epoxid ummantelte Magnetspule. Das chemisch hochbeständige Anschlusskabel ist auch für Außenbereiche oder Tankstellen geeignet. Der exgeschützte, drehbare Klemmenanschlusskasten hat ein Aludruckguss-Gehäuse, das mechanischen Schlägen und Temperaturschwankungen von - 40 bis + 60 °C widersteht. www.bürkert.de EIN VOLLSTÄNDIGES SENSOREN PROGRAMM GEFRAN DEUTSCHLAND GmbH Tel +49 (0)6182 809 280 vertrieb@gefran.de - www.gefran.de WEGAUFNEHMER SEILZUGAUFNEHMER WINKELSENSOREN NEIGUNGSSENSOREN DRUCKMESSUMFORMER KRAFTMESSDOSEN O+P Fluidtechnik 11-12/2016 49 MobileHydraulic_90x60_DEU_2016.indd 1 17/03/16 08:33 Gefran.indd 1 18.10.2016 13:42:07

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