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O+P Fluidtechnik 11/2016

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O+P Fluidtechnik 11/2016

BASICS WAS MACHT EINE

BASICS WAS MACHT EINE MASCHINE INTELLIGENT? „Intelligent“ hat eine unterschiedliche Bedeutung für unterschiedliche Maschinen. Eine automatische Abschaltfunktion macht beispielsweise ein Bügeleisen „intelligent“. Ein Computer oder ein Auto mit nur einer intelligenten Funktion entspricht der Grunddefinition von „intelligent“, würde gemeinhin aber als „dumm“ angesehen werden. Was eine Maschine intelligent macht, ist deshalb relativ: Ist sie intelligenter als andere Anlagen ihrer Klasse? GEHIRN UND KOMMUNIKATION Der erste Baustein für jede smarte Maschine ist etwas in der Maschine, das programmiert werden kann. Ein Steuerkreis, Mikroprozessor, SPS, PC, alles, was als „Gehirn“ funktionieren kann, vom einfachen Steuerkreis für ein Bügeleisen bis hin zu einem multifunktionalen SPS- oder PC-Programm für Industriemaschinen. Nachdem ein „Gehirn“ eingebaut wurde, ist eine Schnittstelle und Kommunikationsmethode mit der Außenwelt sehr wichtig. Eine Maschine, die mit ihrer Umgebung kommunizieren kann, durch Anzeigen oder Lesen von Informationen, und diese irgendwie verarbeiten kann, wird sicherlich als smart angesehen. DIAGNOSE UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN Oftmals verfügen intelligente Maschinen über Prognose- und/oder Diagnosefunktionen. Dabei ist die Programmierschnittstelle der Maschine mit Sensoren ausgestattet und kann Meldungen anzeigen, mit denen sie die an der Maschine arbeitenden Personen erkennen lässt, welche präventiven Wartungs- oder Reparaturmaßnahmen erforderlich sind. Die Kommunikation lässt sich dahingehend ausweiten, dass intelligente Maschinen in der Lage sind, Rückschlüsse zu ziehen und sich ihrer Umgebung anzupassen. Sensoren stellen eine Veränderung in der Umgebung fest und entscheiden aufgrund dieser Information, etwas in ihrem Arbeiten zu verändern. Ebenfalls wichtig: Maschinen werden immer besser darin, Daten zu lesen, wichtige Informationen zu markieren und Empfehlungen für das weitere Vorgehen auszugeben. Diese Intelligenz kann in Komponenten eingebettet oder als Funktionen ausgespielt werden. Um aber grundsätzlich als intelligent angesehen zu werden, müssen Maschinen über Echtzeitsteuerung und Datenüberwachung für effizientere und besser steuerbare Ausrüstung verfügen. PRODUKTE UND ANWENDUNGEN INTELLIGENZ UND EFFIZIENZ Effizienz ist eine spezielle Herausforderung für die Hydraulikindustrie. Während Produkte mit hoher Energiedichte robust und zuverlässig sind, besteht hinsichtlich der Effizienzverbesserung im Bezug auf alternative Energiequellen noch Handlungsbedarf. Intelligentere Komponenten und Systemkonfigurationen haben in diesem Bereich Fortschritte erzielt und da neue Funktionen entwickelt werden und neue Arten von Integration möglich sind, könnte sich die Diskussion hinsichtlich der Effizienz von Hydraulikmaschinen verändern. Die Industrie beobachtet diese Entwicklung in der variablen Frequenzantriebstechnologie, in der ein drehzahlvariabler Elektromotor für den Antrieb von hydraulischen Pumpen zur Erhöhung der Industrieanlageneffizienz einem Konstantmotor vorgezogen wird. Die smarten Maschinen von heute werden in zehn Jahren als dumm gelten. Maschinen werden in Zukunft mehr Entscheidungen treffen, mehr Informationen be- und verarbeiten und vielfältiger und besser kommunizieren können. Die Intelligenz von Anlagen wird weiter zunehmen und die Definition einer intelligenten Maschine wird sich immer wieder verändern. Foto: Aufmacher Dmitry Kalinovsky/Getty Images www.eaton.com/hydraulic Autor: Paul Smith, Application Engineering Manager, Eaton Hydraulics Group 70 O+P Fluidtechnik 11-12/2016

BASICS INTELLIGENZTHEORIE Es gibt in der Psychologie verschiedene Intelligenzmodelle, die versuchen, die Ursachen und Auswirkungen von Intelligenz zu beschreiben. Zwei-Faktoren-Theorie von Spearman: Es gibt einen g-factor (general), den generellen Intelligenzfaktor, der alle Leistungsbereiche beeinflusst. Neben diesem bestimmen die s-factors (specific) die Leistungsfähigkeit in bestimmten Bereichen (z.B. Sprache, Mathematik, …). Cattels Zwei-Faktoren-Modell: Cattel definiert die fluide und die kristalline Intelligenz. Fluide Intelligenz ist vererbt und nicht beeinflussbar. Die kristalline Intelligenz umfasst alle Fähigkeiten, die erlernt wurden (auch Verhaltensweisen). Thurstones Primärfaktorenmodell basiert auf sieben Primärfaktoren aus denen sich die Intelligenz zusammensetzt: räumlich-visuell, Wahrnehmung, rechnerisch-mathematisch, Gedächtnis, Logik, Wortflüssigkeit, verbale Beziehungen verstehen und interpretieren. Das CHC Modell nach Caroll integriert die drei o.g. Ansätze zu einem mehrstufigen Modell. Die unterste Stufe betrifft spezifische Aufgaben, die mittlere komplexere Fähigkeiten und die höchste Stufe die allgemeine kognitive Fähigkeit. O+P Fluidtechnik 11-12/2016 71

Ausgabe

O+P Fluidtechnik 6/2018
O+P Fluidtechnik 5/2018
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O+P Fluidtechnik 3/2018
O+P Fluidtechnik 1-2/2018
O+P Fluidtechnik REPORT 2017
O+P Fluidtechnik 11-12/2017
O+P Fluidtechnik 10/2017
O+P Fluidtechnik 9/2017
O+P Fluidtechnik 7-8/2017
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