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O+P Fluidtechnik 3/2016

O+P Fluidtechnik 3/2016

IFAS-KOLLOQUIUM

IFAS-KOLLOQUIUM EXPERTENTREFF IN AACHEN Beschichtungen in Automotive Anwendungen sowie Methoden der gekoppelten Mehrkörper- und Elastohydrodynamiksimulation: so lauteten die Titel der Vorträge, die das erste IFAS-Kolloquium dieses Jahres am 22. Januar am Institut für fluidtechnische NÄCHSTE TERMINE: Antriebe und Steuerungen an der RWTH WANN? 22.04.2016 Aachen bereithielt. 17.06.2016 Darüber hinaus gab es 30.09.2016 auf der regelmäßig stattfindenden Veranstaltung eine www.ifas.rwth-aachen.de Premiere. Stefan Heitzig, Dr. Timea Stelzig, Dr. Jochen Lang (v.l.n.r.) MENSCHEN UND MÄRKTE Dr. Timea Stelzig von Oerlikon Balzers Coating aus Bingen stellte Entwicklungen im Bereich der Beschichtungen in Automotive-Anwendungen vor. Ähnlich wie in hydraulischen Bauteilen finden sich beschichtete Komponenten in vielen Anwendungen in Kraftfahrzeugen. Vor allem kohlenstoffbasierte Beschichtungen, meist als DLC bezeichnet, werden auf Grund ihrer hohen Härte und geringen Adhäsionsneigung häufig als Verschleißschutz eingesetzt. Ihre geringe Reibung gegen Stahl im Trockenlauf bringt in manchen Anwendungen zusätzliche Vorteile. Insbesondere die Wechselwirkungen zwischen den Beschichtungen und den üblicherweise vorhandenen Zwischenmedien wie Treibstoffen, Motorenölen oder auch Hydraulikflüssigkeiten ist von großem Interesse für die aktuelle Entwicklung. Beschichtungen haben üblicherweise eine andere Benetzbarkeit als Stahl und die Additive im Fluid können DLC-Schichten schädigen. Beschichtungen können aber auch dann die Reibung reduzieren, wenn sich ein tribologisches System in Vollschmierung befindet. Ausgehend von grundlegenden Überlegungen wurden anhand von Beispielen aktuelle Entwicklungen betrachtet. Erstmals stellte auch das IFAS aktuelle Projekte aus der eigenen Forschungsarbeit vor. Stefan Heitzig präsentierte verschiedene Forschungsprojekte, die in der Forschungsgruppe Tribologie und Fluidanalytik in den Bereichen der Druckflüssigkeiten, der Dichtungstechnik sowie der Kraftstoffe durchgeführt werden. Untersucht wird beispielsweise das physikalische Verhalten von Dichtungen in Zylindern. Dies umfasst das Wassereinzugsverhalten der Dichtung sowie deren transientes Reib- und Leckageverhalten. Weiterhin werden die tribologischen und rheologischen Methoden der gekoppelten Mehrkörper- und Elastohydrodynamiksimulation hieß das Vortragsthema von Dr. Jochen Lang von der IST Ingenieurgesellschaft für Strukturanalyse und Tribologie mbH aus Aachen. Er stellte die bei der IST eingesetzten Simulationsverfahren sowie die Möglichkeiten der Modellbildung komplexer mehrkörperdynamisch/elastohydrodynamisch gekoppelter Systeme anhand von ausgewählten Fallbeispielen aus dem Bereich hydraulischer Pumpen und Motoren vor. In der Pumpen- und Motorenentwicklung werden zur Verkürzung der Entwicklungszyklen, zum besseren Systemverständnis sowie zur frühzeitigen Erkennung von Optimierungspotenzialen und Schwachstellen bereits in einer frühen Entwicklungsphase verstärkt rechnergestützte Simulationstechniken eingesetzt, welche die kinematischen und kinetischen Bedingungen der Komponenten realitätsnah beschreiben. Die Interaktion zwischen den Systemkomponenten an Führungen und Lagern führt zu einer mehrkörperdynamischen Kopplung von Körpern, deren Interaktion durch die unterschiedlichen Lastübertragungsmechanismen der elastohydrodynamischen Schmierfilmbildung und der Mischreibung bestimmt werden. Das Programmsystem FIRST der IST mbH bietet weitreichende Möglichkeiten um die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten zu untersuchen. Diese wurden im Vortrag anschaulich dargestellt. Eigenschaften von Hydraulikflüssigkeiten sowie Kraftstoffen untersucht. So werden am IFAS Untersuchungen zur elektrostatischen Aufladung des Öls in hydraulischen Anlagen durch geführt. Die Untersuchungen von Kraftstoffen umfassen das Verhalten von Diesel bei Drücken von bis zu 3 000 bar für zukünftige Anwendungen in hocheffizienten Motoren. Weiterhin werden im Rahmen des Exzellenzclusters Tailor-Made Fuels from Biomass die Eigenschaften von nachwachsenden Kraftstoffen und deren Interaktion mit dem Einspritzsystem untersucht. 14 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 3/2016

SZENE KOMMUNIKATIONS- STANDARDS IM FOKUS VDMA, ZVEI und die Plattform Industrie 4.0 kooperieren in diesem Jahr erstmals mit dem Industrial Internet Consortium (IIC) bei der Ausrichtung des Forum Industrie 4.0 im Rahmen der Hannover Messe. Bei dem Forum zur Digitalisierung in der Produktion wird ein Schwerpunkt die Diskussion über FUNKTIONEN VON SERCOS-GERÄTEN ÜBER OPC UA ZUGÄNGLICH Sercos International hat die OPC UA Companion Specification für Sercos freigegeben. Sie beschreibt die Abbildung des Sercos-Informationsmodells, so dass Funktionen und Daten von Sercos-Geräten über OPC UA zugänglich gemacht werden. Die Anwendungsfälle reichen von der Geräteparametrierung über die Netzwerkkonfiguration bis hin zu Energiemanagement und Instandhaltung. Die Funktionalität kann in einem Sercos-Master realisiert werden. www.sercos.de Standards für die Kommunikation im industriellen Internet der Dinge sein. Beiträge widmen sich dabei Cloud-Lösungen und der Frage, wie Unternehmensdaten gesichert werden können. Auch das Auswerten und Zusammenbringen der Daten, die im IT-gesteuerten Produktionsprozess entstehen, werden Thema sein. Das Programm steht ab Ende März auf www.hannovermesse.de. www.messe.de Geringe Reibung, sehr gute Dichtwirkung, Druckentlastung FR200 Stangendichtung mit geringer Reibung FR200 istein Produkt, das durch jahrelange Forschungsarbeiten und Prüfstandversuchen alle Anforderungen, die von einer zeitgemäßen Stangendichtung erwartet werden, erfüllt. FR200 bietet, verglichen mit anderen U-Profildichtungen, eine geringere Reibung und eine zuverlässigere Druckentlastung, ohne dabei die Dichtwirkung sowie die lange Lebensdauer zu beeinträchtigen. Mehr Informationen finden Sie aufder FR200 Microsite www.kastas.com/microsite/fr200 „MESSTECHNIK IN DER CLOUD“ IM FOKUS Der Messtechnik als einem zentralen Baustein der Industrie 4.0 widmet sich auf der Sensor+Test ein Sonderforum zum Thema „Messtechnik in der Cloud“. Der Messeveranstalter AMA erklärt dazu: „Der wesentliche Fortschritt in der vernetzten Welt von morgen liegt in der globalen Verfügbarkeit lokaler Messergebnisse.“ In Halle 5 werden deshalb schwerpunktmäßig Lösungen und Konzepte zur Übertragung, Verarbeitung, Analyse und Sicherheit messtechnisch ermittelter Daten im weltweiten Netz vorgestellt. Auch das Vortrags- Forum in der Halle steht am ersten Messetag im Zeichen des Themas (Sensor+Test, Nürnberg, 10. bis 12. Mai 2016, Halle 5). www.ama-service.com Kastas Sealing Technologies Europe GmbH www.kastas.com Your Productivity Partner Spezielle Dichtlippengeometrie Gestützte Dichtlippe Ausgezeichnete statische und dynamische Dichtwirkung Erhöhter Verdrängungswiderstand Druckentlastungsnuten Zuverlässiges Rückfördervermögen Verringerte Kontaktfläche

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