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O+P Fluidtechnik 3/2016

O+P Fluidtechnik 3/2016

SCHLUSSWORT VON PROF.

SCHLUSSWORT VON PROF. DR.-ING. SIEGFRIED HELDUSER Unsere Diskussion hat gezeigt: Die Vision „Industrie 4.0“ beginnt real zu werden, und sie wird den Maschinenbau und die Produktionsprozesse verändern. Der Automatisierungsgrad wird weiter erheblich zunehmen und die Kommunikationstechnologien des Internet werden Eingang in die Produktionstechnik finden. Wesentliche diskutierte Eckpunkt der I4.0-Strategie sind: die Weiterentwicklung integrierter, mechatronischer Funktionseinheiten zu intelligenten, lernenden Systemen und deren Vernetzung zu dezentralen, selbständig arbeitenden Einheiten. In der Fabrik von morgen stehen praktisch alle gewünschten Daten zur Verfügung (big data). Bei intelligenten Komponenten bietet sich die Möglichkeit, Algorithmen zur Selbstoptimierung oder zur Unterstützung der Inbetriebnahme, zur Selbstdiagnose, zum Predictive Maintenance oder zum Condition Monitoring (z. B. Energieverbrauch, Verschleißdaten, Wartungsanforderungen) zu implementieren. Die Nutzung, Auslastung und Wartung von Maschinen und Anlagen könnte so individuell gestaltet werden und muss nicht mehr einem festen Plan folgen. Ob alle ursprünglichen Erwartungen an I4.0 erfüllt werden können, ist heute noch offen. Aber für die Fluidtechnik zeigen sich gute Chancen mit intelligenten, kommunikationsfähigen Komponenten und neuen internetbasierten Services. Für die mittelständisch geprägten Unternehmen der Fluidtechnik kommt es darauf an, abzuwägen zwischen dem was technisch möglich wird und dem was wirtschaftlich interessant sein kann. Intelligent verarbeitete Betriebsdaten vernetzter Geräte können der Treibstoff sein für neue Geschäftsmodelle. Das Denken in Systemen, die mechatronische Methodik, die in den letzten beiden Jahrzehnte in unserer Branche breiten Eingang gefunden hat, wird auch den Weg zu neuen Lösungen ebnen. Die Fluidtechnik ist immer erfolgreich gewesen, wenn sie mit wohl überlegten, mutigen Innovationen den Wettbewerb angeht und dabei ihre immanenten physikalischen Vorteile mit ingenieurmäßiger Methodik konsequent nutzt. Im Namen der O+P-Redaktion danke ich Ihnen herzlich für das hoch interessante Gespräch. ■ TEILNEHMER DER 109. O+P GESPRÄCHE ■ Dr. Margit Barth, Strategisches Marketing, Hydac Electronic GmbH ■ Dr. Steffen Haack, Mitglied des Bereichsvorstands mit Zuständigkeit für Industrial Applications und Vertrieb, Bosch Rexroth AG ■ Roman Cecil Krähling, Leiter Condition Monitoring & Elektronik, Argo-Hytos GmbH ■ Prof. Dr.-Ing. Peter Post, Leiter Corporate Research and Technology bei der Festo AG & Co. KG und Vorsitzender des Forschungsfonds Fluidtechnik ■ Prof. Dr.-Ing. Matthias Putz, Institutsleiter, Fraunhofer- Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU ■ Dr. Peter Saffe, Vice President Strategic Sales, Aventics GmbH ■ Günter Schrank, Geschäftsführer, Parker Hannifin GmbH ■ Dipl.-Ing. Peter-Michael Synek, Stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbands Fluidtechnik im VDMA ■ Dipl.-Ing. Milos Vukovic, Gruppenleiter System- und Steuerungstechnik, IFAS der RWTH Aachen ■ Prof. Dr.-Ing. Siegfried Helduser, Technisch- Wissenschaftlicher Beirat von O+P ■ Dr. Michael Werner, Verlagsleiter der Vereinigten Fachverlage GmbH ■ Carmen Nawrath, Leitung Zentrales Marketing & Corporate Services der Vereinigten Fachverlage GmbH ■ Dipl.-Ing. (FH) Michael Pfister, Redaktion O+P ■ Peter Becker B.A., Redaktion O+P ES KOMMT DARAUF AN, ZWISCHEN TECHNISCH MÖGLICH UND WIRTSCHAFTLICH INTERESSANT ABZUWÄGEN Prof. Dr.-Ing. Siegfried Helduser SPECIAL / INDUSTRIE 4.0 109. O+P GESPRÄCHE TEIL 1 Lesen Sie hier den ersten Teil der 109. O+P Gespräche. Schwerpunktthemen waren Vernetzung, Datensicherheit oder auch dezentrale Steuerungsarchitektur http://bit.ly/109Teil1 38 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 3/2016

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