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O+P Fluidtechnik 3/2017

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STUDIE DIGITALES

STUDIE DIGITALES ENGINEERING 2025 Bereits heute sind Technologien und Methoden der 3D-Produktentwicklung bzw. des Digitalen Engineerings von hoher Relevanz. Wie die Branche die Zukunft dieser Technologien, inklusive Virtual Reality, einschätzt, hat die Studie Digitales Engineering 2025 des Virtual Dimension Center untersucht. Diese stellen wir an dieser Stelle in Auszügen vor. SPECIAL / VIRTUAL REALITY Digitale und immersive 3D-Technologien sind heute ein Mittel des sogenannten Frontloadings – d.h. des Versuchs, Funktionen oder Betriebsverhalten so früh wie möglich in der Entwicklung mit Hilfe von digitalen Modellen zu verwirklichen, ohne vorab Versuche und Tests mit realen Prototypen durchführen zu müssen. Sie werden eingesetzt, um schnelle Entwicklungszyklen als aktives Prozesselement zu unterstützen. Es gilt, frühe Entwicklungsphasen zu betonen und Änderungskosten durch frühes Ergebnisfeedback zu reduzieren. REALITÄT UND VIRTUELLES WERDEN SICH VERMISCHEN Durchgängige digitale Entwicklungsprozesse reduzieren nicht nur die Entwicklungszeit und -kosten, sondern erhöhen gleichzeitig die Qualität und Zuverlässigkeit eines Produkts mit Hilfe von Frontloading. Der Einsatz digitaler Methoden ist heute bereits Standard bei der Entwicklung von Automobilen, Flugzeugen und vielen anderen Produkten. Von der Evaluation von Designvorschlägen, über strömungsmechanische und thermische Untersuchungen, bis hin zur Bewertung von Steuerungs- und Mechatronikkonzepten finden heute digitale Methoden breite Anwendung in den Unternehmen. Eine Abflachung des Trends sehen die befragten Experten hierbei nicht, vielmehr gehen sie davon aus, dass der Engineeringprozess weiter digitalisiert und virtualisiert wird, bis hin zur vollständigen Mischung von realen und virtuellen Komponenten, Subsystemen, Anlagenteilen oder Anlagen. Der Großteil der Befragten rechnet mit einem Zeitraum von 5-10 Jahren für den Eintritt des Szenarios. Hemmnisse werden vor allem im Know-How und der Akzeptanz der Mitarbeiter und Kunden gesehen. Weniger gravierend fallen jedoch technische Aspekte wie z.B. Sicherheitsanforderungen und Schnittstellenprobleme sowie Investitionskosten ins Gewicht. So wurde beispielsweise angegeben, dass den Entscheidern digitale Themen nicht bewusst sind, da sie noch mehrheitlich aus der Generation der "analogen Welt" stammen. Darüber hinaus wird die Überwindung zum Einsatz von Innovationen im konservativen Maschinen- und Anlagenbau als Hemmnis gesehen. Hierbei scheint die Angst vor realitätsnaher Darstellung von Fehlplanungen die Bereitschaft für den Einsatz weiterer digitaler Methoden zu senken. Um den Hemmnissen entgegenzuwirken, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Zur Minimierung von Akzeptanzproblemen sollte bei Projekten, die Entwicklungsprozesse durch Einführung neuer Methoden digitalisieren, ein hoher Aufwand für das Changemanagement betrieben werden, damit Betroffene zu Beteiligten werden. Wichtig ist hierbei, Schlüsselnutzer in den Prozess einzubinden. Des Weiteren sollten Projekte in kleine, aber effektive Prozessschritte aufgeteilt werden, um frühzeitig Erfolgserlebnisse zur vermitteln. Die Ausbildung und Weiterbildungen der Mitarbeiter zur Erlangung von spezifischem Fachwissen und Know- How ist ein weiterer Aspekt, um den Hauptproblemen entgegenzuwirken. Für kurzfristige Maßnahmen kann auch die Einstellung von Personal mit den notwendigen Skills in Betracht gezogen werden. 28 O+P Fluidtechnik 3/2017

Virtual Review einer Produktionslinie + Virtuelles Engineering (Bildquelle: Virtual Dimension Center) POINTIERT STUDIE UNTERSUCHT ANFORDERUNGEN DES DIGITALEN ENGINEERINGS TECHNOLOGIEN DER 3D-PRODUKTENT- WICKLUNG WERDEN IMMER WICHTIGER DIGITALE ENTWICKLUNG REDUZIERT KOSTEN, STEIGERT QUALITÄT VIRTUAL REALITY IM ENTWICKLUNGSPROZESS Der Stellenwert für die Zusammenarbeit in Produktions- und Entwicklungsnetzwerken wird für Unternehmen in Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Durch die Zusammenarbeit in regionalen Clustern können höhere Potenziale generiert werden, indem eigene Kernkompetenzen in flexible Netzwerke entlang von Wertschöpfungsketten eingebracht werden. Neue Methoden und Technologien wie z.B. Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR) erleichtern die interdisziplinäre Zusammenarbeit und unterstützen dadurch den Kooperations- und Integrationsgedanken solcher Netzwerke. Der Einsatz von VR- und AR-Methoden beschleunigt hierbei nicht nur den Entwicklungsprozess. Vielmehr kann eine höhere Qualität des Entwicklungsprozesses erreicht, gewährleistet und eine erhöhte Komplexität handhabbar gemacht werden. VERBESSERTES SYSTEMVERSTÄNDNIS Unter anderem können Analysen einfacher durchgeführt und dadurch Zusammenhänge, mit Hilfe der globalen Zusammenarbeit von verteilten Unternehmensbereichen, früher erkannt werden. Auch wurden das verbesserte Systemverständnis, die realitätsnahe 1:1-Skalierung sowie die Verkürzung des Zeitaufwands in den Phasen der Entwicklung und der Inbetriebnahme genannt. Zu guter Letzt wurde auch die Kosteneinsparung durch die Reduzierung von Prototypen, die Verbesserung von Qualität und Effizienz in der Her- FULLY LOADED Optimierte Leistung. Reduzierter Energiebedarf. Weniger Platz.Verkürzte Einbauzeit. Erhöhte Zuverlässigkeit. Nutzen Sie einen individuellen HydraForce Steuerblock für Ihre Maschine. Durch unsere moderne Fertigungstechnologie treffen wir exakt Ihre Anforderungen. Und wir bieten Ihnen eine schnelle Umsetzung sowie unsere Unterstützung vom Entwurf bis zur Serie. Für mehr Informationen, besuchen Sie hydraforce.com, Oder mailen Sie uns unter Sales@hydraforce.com Lincolnshire, IL, USA +1 847-793-2300 Birmingham, UK +44 121 333 1800 Changzhou, China +86 519 6988 1200 hydraforce.com Eussenheim, GER +49 9353 9855 86 Karlsruhe, GER +49 721 2048 3493 Zweibrücken, GER +49 6332 79 2350 © 2017 HydraForce, Inc.

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