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O+P Fluidtechnik 3/2020

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O+P Fluidtechnik 3/2020

SPECIAL /

SPECIAL / VERBINDUNGSTECHNIK TITEL ROHRMONTAGE 4.0 – MIT VERNETZTEN MASCHINEN Vernetzung ist ein Schlüsselbegriff der digitalen Produktion. Welchen Vorteil die Vernetzung bei der Montage von hydraulischen Rohrleitungen bietet, zeigt Stauff mit der neuesten Generation der Umformmaschinen SFO-F. Sie wird zukünftig standardmäßig mit einer Anbindung an das „Internet der Dinge“ und eine von Stauff bereitgestellte Cloud ausgestattet. Autoren: Dipl.-Ing (FH) Carsten Krenz, Geschäftsführer der Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG in Werdohl Wenn höchste Anforderungen an die Sicherheit und Zuverlässigkeit von hydraulischen Leitungsverbindungen gestellt werden und die Verbindung zugleich lösbar sein soll, bietet sich der Einsatz von umformenden Verbindungssystemen an. Für dieses Einsatzprofil hat Stauff mit Stauff Form ein System entwickelt, das sich durch ein hohes Sicherheits- und Zuverlässigkeitsniveau in Kombination mit einfacher Montage auszeichnet. Die Umformung des Rohrs in der für Stauff Form typischen Kontur erfolgt mit den Umformmaschinen der Serie SFO-F, die eigens für das Stauff Form-System entwickelt wurden. Hersteller z. B. von Offshore-Anlagen, Kranen und Hebezeugen oder Anlagen der Umformtechnik, die größere Stückzahlen von hydraulischen Rohrverbindungen konfektionieren, setzen diese Maschinen ebenso ein wie Hydraulik-Dienstleister, die von der kompakten Bauform der SFO-F profitieren und die Rohre häufig vor Ort beim Kunden umformen. Die Maschinen kommen aber auch an den internationalen Stauff-Standorten zum Einsatz, wo im Rahmen des Stauff-Line-Ser- 12 O+P Fluidtechnik 3/2020

UMFORMTECHNIK POINTIERT UMFORMMASCHINE PER CLOUD AKTUALISIERBAR DIGITALE PARAMETRIERUNG UND DOKUMENTATION WIRD MÖGLICH VORAUSSCHAUENDE WARTUNG DER UMFORMMASCHINE WIRD REALITÄT 01 Montagemaschinen wie diese Rohrumformmaschine lassen sich künftig einfach über eine Cloud-Anbindung überwachen viceangebots nach Kundenvorgaben konfektionierte Hydraulikleitungen gefertigt werden. IN ZUKUNFT: VEREINFACHTE UPDATE-ROUTINEN Im Praxisbetrieb der Umformmaschinen ergibt sich regelmäßig die Notwendigkeit, Software-Updates aufzuspielen. Auf diesem Wege lassen sich beispielsweise Verbesserungen im Programmablauf oder neue Funktionalitäten umsetzen. Häufig fragen die Anwender auch nach Parametersätzen für abweichende, bisher nicht vom Standard der Maschine abgedeckte Rohrwerkstoffe, die im Technologiezentrum von Stauff in Werdohl ermittelt und im Anschluss an den betreffenden Kunden übermittelt werden. Die bisherige Routine bei den Updates war jedoch sowohl aus Sicht der Anwender als auch aus der Perspektive von Stauff verbesserungswürdig. Entweder besuchte ein Stauff-Servicemitarbeiter den Anwender vor Ort und spielte die neue Software-Version vom Laptop auf die Maschine auf. Alternativ war dies auch online möglich, allerdings nur mit vergleichsweise hohem Aufwand: Es musste ein Termin abgesprochen werden, an dem eine Netzwerkverbindung hergestellt wurde. Dann wurde von Werdohl aus das Update veranlasst. UPDATES UND PARAMETERSÄTZE „ON AIR“ Bei der neuesten Maschinengeneration geht das deutlich einfacher, wie Andreas Toporowsky, Produktmanager Stauff Connect erläutert: „Updates werden künftig online übermittelt. Unser Service muss dazu nur mit dem Anwender einen Zeitpunkt abstimmen, an dem die Maschine eingeschaltet und nicht im Einsatz ist.“ Möglich wird das – nach dem Grundgedanken des Internet der Dinge – durch ein in die Maschine integriertes Kommunikationsmodul mit integrierter SIM-Karte. Das Kommunikationsmodul wird aber nicht nur für Updates genutzt. Andreas Toporowsky: „Häufig fragen die Anwender bei uns nach Parametersätzen für neue Rohrwerkstoffe, die wir nicht schon mit Auslieferung der Maschine bereitgestellt haben bzw. die unsere Umform-Experten zunächst individuell ermitteln müssen. Diese Parametersätze können wir jetzt ebenfalls ebenso einfach, schnell und sicher übermitteln.“ O+P Fluidtechnik 3/2020 13

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