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O+P Fluidtechnik 3/2020

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O+P Fluidtechnik 3/2020

MONTAGE MONTAGE PRÄZISE

MONTAGE MONTAGE PRÄZISE VORBEREITEN UND DOKUMENTIEREN SPECIAL / VERBINDUNGSTECHNIK 10. BAMBERGER HYDRAULIK- FRÜHSTÜCK Informieren, frühstücken und wertvolle Kontakte knüpfen – das alles stand auf der Agenda des 10. Bamberger Hydraulik-Frühstück zu dem das Unternehmen Rauh Hydraulik Ende Januar geladen hatte. Und die Branchenvertreter kamen zahlreich zur Jubiläumsveranstaltung ins Welcome Kongress-Hotel nach Bamberg. Nach neun erfolgreichen Veranstaltungen und dem tollen Feedback der Teilnehmer für das Konzept „Hydraulik-Frühstück“ hat der Veranstalter zum 10-jährigen Jubiläum den Rahmen der Veranstaltung ausgeweitet: mehr Aussteller, mehr Vorträge, mehr Zeit zum Netzwerken, mehr Informationen. Dabei wurde das langjährige Veranstaltungskonzept leicht modifiziert: In diesem Jahr fanden Vorträge und Hausmesse gleichzeitig statt. „Ein Experiment, auf das wir uns einlassen wollten, um die Atmosphäre noch zwangloser zu gestalten“, so Moderator Andreas Laubsch, Key Account Manager & Seminarleitung Rauh Hydraulik GmbH. Und das Konzept ist aufgegangen. Die Teilnehmer konnten sich den für sie passenden Vortrag anhören, um sich kurz danach der Hausmesse in unmittelbarer räumlicher Nähe zu widmen. Ein lebendiges Hin und Her zwischen Ausstellung und Vortrag war angesagt, was dem Geschehen eine erfrischende Dynamik verlieh. Aber nicht nur das Atmosphärische hat gepasst, auch das Programm hat überzeugt. Die Vorträge waren inhaltlich hochkarätig und thematisch breit aufgestellt: Referate über Fachkräftemangel in der Hydraulik, 3D-Druck oder ein Workshop zur Kommunikation standen genauso auf der Agenda, wie „knallharte“ Hydraulik-Themen wie z. B. Schäden an Hydraulikzylindern, Lösungen für die Instandhaltung, Maschinenrichtlinie. Ein besonderes „Schmankerl“ wurde im Außenbereich geboten: Das „Mittelstand 4.0-Mobil“ − Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentierte das Kompetenzzentrum Augsburg hier Industrie 4.0-Lösungen, die auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten sind. Rege Diskussionen über digitale Geschäftsmodelle für den Mittelstand blieben hier nicht aus. Das diesjährige Hydraulik-Frühstück war ein tolles Gesamtpaket aus Information, Networking und Business und schürt die Vorfreude auf nächstes Jahr. 03 Vorbereitung zur korrekten Montage: gehärteter Vormontagestutzen, Rohr rechtwinklig abgelängt und leicht entgratet, weichdichtender Schneidring mit Montagebegrenzung, Mutter in Zink-Nickel-Ausführung In einem Montagetraining wird großer Wert auf die korrekte Markierung des Montageweges gelegt. Eine Möglichkeit wäre, Überwurfmutter und Gegenstück nach handfestem Anzug mit einem Strich zu markieren und die dann z. B. noch nötige 90° (= 1/4) Umdrehung zur Verspannung des Systems mit dem Auseinanderdrehen dieses Striches kenntlich zu machen. Außerdem wird so sichtbar, dass die Endmontage durchgeführt wurde. Denn wie oft hat man es schon erlebt, dass die üblichen Kreuze, die das dokumentieren sollen, bereits vorher angebracht wurden? Ein weiteres Risiko liegt aber auch schon in der Auswahl der passenden Verschraubungen. Ist allen Monteuren und Konstrukteuren bekannt, dass es unterschiedliche Sicherheitsfaktoren bei Rohrverschraubungen gibt ? Vor den Druckangaben im Katalog der Hersteller steht üblicherweise entweder „PN“ oder „PB“. Erstere deutet auf einen Sicherheitsfaktor von 4, die Angabe „PB“ auf einen reduzierten Sicherheitsfaktor von 2,5 (oder gar noch weniger) hin. Ein Beispiel aus der Praxis: Im Ventilblock wird eine gerade Einschraubverschraubung mit Weichdichtung verbaut, PN 400 bar, die angeschlossene Schlauchleitung hat PN 330 bar – und die am Zylinder eingeschraubte Schwenkverschraubung PB 160 bar. Betriebsdruck der Anlage 250 bar. Einschrauber und Schlauchleitung wurden richtig ausgelegt, zwischen Betriebsdruck der Anlage und maximalem Betriebsdruck der Bauteile sollte aufgrund der üblicherweise auftretenden Druckspitzen nochmal eine Sicherheit einkalkuliert sein. Denn Druckspitzen, die mehr als den doppelten Betriebsdruck betragen, sind keine Seltenheit. Und diese Druckspitzen sind auf einem analogen Manometer nicht ablesbar, sondern nur mit digitalen Messgeräten zu ermitteln. Also, gehen wir von kurzfristigen Druckspitzen von ca. 500 bar aus, Schlauchleitung und Einschraubverschraubung mit SI=4 verkraften dies – wie ist es mit unserer Schwenkverschraubung mit Hohlschraube? PB 160 bar bedeutet, dass diese Verschraubung bei ca. 400 bar nicht mehr funktionsfähig ist, sprich mindestens undicht wird und Undichtheit bedeutet Ausfall. Unsere Druckspitzen aus dem Beispiel belaufen sich auf etwa 500 bar, ergo wird uns die Schwenkverschraubung nicht dauerhaft Freude bereiten. Ein Blick in den Katalog hätte davor geschützt, es gibt verstärkte Versionen dieser Schwenkverschraubung mit Hohlschraube mit zumindest PB 400 bar, was bei einem Betriebsdruck von 250 bar funktionsfähig wäre (400 bar × 2,5 = 1 000 bar bis zur Undichtheit). Die Unterschiede der beiden Druckangaben sind vielen Anwendern nicht bekannt, in unseren Rauh-Seminaren ernten wir bei Erklärung dieser Bezeichnungen in der Regel viele erstaunte Blicke. Die Erfahrung zeigt, dass vor allem die genannten Fehler einen hohen Prozentsatz des Ausfalls von Bauteilen der hydraulischen Verbindungstechnik darstellen, zumindest beim Einsatz von Markenprodukten. Die richtige Beratung durch einen Fachbetrieb und regelmäßige Schulungen der Monteure können das Risiko minimieren. www.rauh-hydraulik.de

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