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O+P Fluidtechnik 4/2016

O+P Fluidtechnik 4/2016

INTERVIEW Bissbort: Das

INTERVIEW Bissbort: Das Versuchslabor verfügt über modernste Prüfstandtechnik. Der größte Prüfstand hat einen Maximaldruck von 420 bar bei 600 l/min. Damit sind wir in der Lage für fast alle Maschinen, zu denen wir Produkte liefern, komplette Systemtests durch zuführen. Weiterhin können wir nun zum Beispiel auch eine Kundenmaschine ins Werk aufnehmen und vor Ort umrüsten, testen und optimieren. Somit nehmen wir unseren Kunden einiges an Entwicklungsarbeit ab – oder können mit dem Kunden Hand in Hand Systeme entwickeln, die man nicht erst im Feld erprobt, sondern bereits im Labor testen kann. Außerdem werden wir mit dem neuen Werk noch schneller in der Prototypfertigung. Dazu haben wir einen abgetrennten Bereich für die mechanische Bearbeitung von Aluminiumund Graugussblöcken. Auch das Honen wird im Werk stattfinden. Sehr viele Produkte, die zurzeit noch in Amerika gefertigt werden, können wir ab sofort oder in naher Zukunft auch in England produzieren. Das ist sehr wichtig für uns in Zeiten in denen der Euro gegenüber dem Dollar immer weiter an Wert verliert. Solche Verschiebungen können wir mit dem neuen Werk gut kompensieren. Die Zusammenarbeit mit dem Kunden ist ein gutes Stichwort. Immer öfter hört man, es reicht nicht mehr „nur“ Komponentenlieferant zu sein; der Trend geht zu Komplettlösungen. Gibt es diese Entwicklung auch bei Hydraforce? Bissbort: Das ist definitiv ein Thema, dem wir uns stellen müssen – und dem wir uns auch schon gestellt haben. Hydraforce war in der Vergangenheit bekannt als Komponentenlieferant – als der Cartridge-Einschraubventil-Hersteller, der Komponenten an Kunden liefert, die ihrerseits daraus Steuerblöcke oder Systemlösungen fertigen. Mittlerweile machen wir den Großteil unseres Umsatzes mit kundenspezifisch konfektionierten Steuerblöcken. Wir arbeiten sehr stark daran weitere Mehrwerte zu generieren, zum Beispiel durch Integration der Elektronik in den Steuerblock, um auf diese Weise verteilte Systeme aufzubauen oder komplette Systemlösungen zu liefern. Das kann eine komplette Getriebesteuerung oder ein kleines Subsystem sein. Daher ist das Applikationslabor sehr wichtig, damit man diese Lösungen vorab testen kann. So können wir erprobte Subsysteme anbieten oder gemeinsam mit dem Kunden entwickeln. Für uns ist es extrem wichtig, dass wir gemeinsam mit dem Kunden für den Kunden entwickeln und so schon auf einer frühen Entwicklungsebene kooperieren. So können wir Produkte vermeiden, die am Markt vorbei entwickelt wurden. 02 Welche Faktoren sind für Hydraforce bei einer Neuentwicklung entscheidend? Bissbort: Die Innovationskraft. Es gibt sehr viele Anbieter, die ähnliche Produkte anbieten wie Hydraforce. Es gibt zudem viele Marktbegleiter, die Produkte von verschiedenen Anbietern zusammenkaufen und daraus eine Lösung entwickeln. Wenn man nicht innovativ ist und keine Wege findet, ein System schneller, effizienter und günstiger zu machen, dann stagniert man. Eine unserer Antworten hierzu sind sogenannte Multifunktionsventile, welche mehrere Ventilfunktionen in einer Ventilpatrone vereinen und somit zur Bauraumund Kostenoptimierung beitragen. Reinhardt: Wir stellen zudem fest, dass der Preis- und Kostendruck bei unseren Kunden so groß ist, dass man es sich nicht mehr leisten kann, drei bis vier Loops zu drehen, um eine Problemstellung zu lösen – der erste Schuss muss sitzen. Wir setzen alle verfügbaren Werkzeuge ein, um die Entwicklung möglichst geradlinig zu Ende zu führen. Trial and Error will niemand mehr. Das ist auf dem Markt nicht mehr durchzusetzen und dort trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer in der Entwicklung schnell und gradlinig zum Ziel kommt, der ist am Ende erfolgreich am Markt. Fotos: Aufmacher, 02, 03, 04 Redaktion O+P MENSCHEN UND MÄRKTE 02 Dezentrale Hydraulik: Der Steuerblock sitzt am Zylinder 03 Systemlösung für GPS-gesteuertes Lenken 04 Integrierte Lösungen von Hydraforce werden beispielsweise bei Federungssystemen eingesetzt www.hydraforce.com 03 04 16 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 4/2016

VERANSTALTUNGSREIHE „INDUSTRIE 4.0 @MITTELSTAND“ Der DIHK gab zusammen mit der Plattform Industrie 4.0 den Startschuss für die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Industrie SZENE 4.0 @Mittelstand“. „Wirtschaft und Politik müssen sich auf die großen Veränderungen der Digitalisierung einstellen. Es geht dabei um nichts anderes als den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen – das Qualitätssiegel „Made in Germany“ muss auch für Industrie 4.0 gelten. Die IHKs unterstützen die Wirtschaft vor Ort durch Vernetzung, Veranstaltungen und Wissenstransfer." so Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, DIHK. Insgesamt diskutierten 90 Entscheider und Entscheiderinnen wie Industrie 4.0 auch im industriellen Mittelstand gelingen kann. Denn: Viele KMU zögern noch, ihre Produktions- und Unternehmensprozesse zu digitalisieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten, dass schon heute zahlreiche sichere Industrie 4.0-Technologien auch für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung stehen. www.plattform-i40.de SCHAEFFLER ALS QUALITÄTS-ZULIEFERER AUSGEZEICHNET Danfoss, Hersteller von Aggregaten für die Hydraulik-, Antriebs-, Kälte- und Heizungstechnik, hat Schaeffler mit dem „Quality Supplier Award 2015“ ausgezeichnet. Damit wurde der Automobil- und Industriezulieferer für die Qualität seiner Produkte und für individuelle Entwicklungen für Danfoss geehrt. Allein 2015 lieferte Schaeffler 3,3 Mio. Teile aus mehr als 20 Werken an Danfoss-Standorte weltweit. Davon seien nur zwei Teile beanstandet worden, teilte Schaeffler mit. Insgesamt würden ca. 170 verschiedene Produkte an Danfoss geliefert, die größtenteils in Hydraulikaggregaten für mobile Maschinen verbaut werden. Darunter sind sowohl Katalogprodukte als auch speziell für Hydraulikaggregate entwickelte Produkte wie Schwenkwiegenlager. In den Kolbenpumpen und -motoren der Baureihe H1 z. B. kommen über zehn verschiedene Produkte der Schaeffler- Marken INA und FAG zum Einsatz. Die beiden Unternehmen arbeiten seit mehr als 20 Jahren zusammen. www.schaeffler.com PNEUMATICS IT’S THAT EASY Mit wenigen Klicks zum Ziel: AVENTICS vereinfacht Ihre Bestellung – auch bei anspruchsvollen Pneumatik-Produkten. Profitieren Sie von einfacher Konfiguration per Mausklick, schneller Umschlüsselung auf AVENTICS Produkte und dem einzigartigen CylinderFinder. Unsere Engineering Tools führen Sie direkt zu der für Sie wirtschaftlich sinnvollsten Lösung. Besuchen Sie uns auf der Hannover Messe vom 25.– 29. April, Halle 17, Stand B22 AVENTICS GmbH Ulmer Straße 4, 30880 Laatzen, www.aventics.com/hmi16

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