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O+P Fluidtechnik 4/2016

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SOFTWARE DER MENSCH IM

SOFTWARE DER MENSCH IM MITTELPUNKT SPECIAL / HANNOVER MESSE Interaktiv und an die Unternehmens-IT angebunden: So unterstützen digitale Assistenten in der vernetzten Fabrik 52 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 4/2016

SOFTWARE Mit vernetzbaren Automationslösungen und digitalen Assistenzsystemen rückt Bosch Rexroth den Mensch ins Blickfeld von Industrie 4.0. Auf der Hannover Messe 2016 präsentiert das Unternehmen Lösungen für die intelligente Vernetzung von Montageplätzen in der variantenreichen Fertigung. Von der Echtzeitauswertung aller relevanten Produktionsdaten, bis zu einem Assistenten für die schnelle Störungsbeseitigung: Alle genannten Lösungen basieren auf herstellerübergreifenden Standards und Programmiersprachen der Automationswelt, der IT und des Internets. „Die Akzeptanz der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Indus trie 4.0“, ist Dr. Steffen Haack sicher. Er ist im Vorstand der Bosch Rexroth AG für den Geschäftsbereich Industrielle Anwendungen sowie den Vertrieb zuständig. „Wir haben in zahlreichen Pilotprojekten bereits umfassende Erfahrungen in unseren eigenen Produktionswerken gesammelt und auf dieser Basis neue Systemlösungen entwickelt, die sowohl die Prozesse als auch den Mitarbeiter in der vernetzten Fabrik unterstützen.“ ASSISTENZSYSTEM STEIGERT PRODUKTIVITÄT So vereinfacht das modular aufgebaute und flexibel anpassbare Montageassistenzsystem ActiveAssist von Rexroth die variantenreiche Montage. Es verbindet reale Montagearbeitsplätze mit der virtuellen Welt der Informationstechnologie und führt den Mitarbeiter unter Einsatz von frei konfigurierbaren Sensoren und Assistenten durch die Montageschritte. Das Assistenzsystem identifiziert mit RFID das Werkstück und lädt den entsprechenden Arbeitsplan über eine Anbindung aus dem übergeordneten MES- oder ERP-System. Digitale Assistenzsysteme wie Beamer, die Arbeitsanweisungen projizieren und Entnahmebehälter markieren, oder Pick-to-Light Module stellen dem Mitarbeiter, zu jedem Zeitpunkt die richtigen Informationen für seine Aufgabe zur Verfügung. Die Anweisungen können in Sprache und Arbeitstiefe individuell und einfach angepasst und der Arbeitsplatz kann in kürzester Zeit nach neuen Vorgaben umsortiert werden. Das führt zu hoher Prozesssicherheit und trägt gleichzeitig zur Arbeitsentlastung bei. „Modular integrierbare Systeme wie 3D-Kameras oder Ultraschallsensoren überprüfen die Arbeitsschritte und helfen dem Werker, sofort Korrekturmaßnahmen einzuleiten“, beschreibt Haack messbare Vorteile. Somit wird eine hohe Qualität und Produktivität bei einer variantenreichen Montage sichergestellt. GEMEINSCHAFTSENTWICKLUNG FÜR MEHR QUALITÄT Unterstützung bei der Qualitätskontrolle bietet auch die Software Process Quality Manager – eine Gemeinschaftslösung von Bosch Rexroth und Bosch Software Innovations. Über das System können z. B. elektrische Schraubsysteme miteinander vernetzt und die Daten einzelner Schraubprozesse in Echtzeit erfasst, analysiert und visualisiert werden. Besonders in der Automobilindustrie hat das entscheidende Vorteile. In weitläufigen Produktionsanlagen werden dort täglich tausende funktionskritische und sicherheitsrelevante Verschraubungen durchgeführt, die nicht alle persönlich kontrolliert werden können. Durch die zentrale Überwachung behalten die Spezialisten der Qualitätssicherung alle Schraubprozesse im Blick und erkennen Störungen und Trends im Produktionsprozess möglichst früh. So können sie schnell agieren und durch proaktive Maßnahmen Nacharbeiten und Stillstandzeiten reduzieren. Neben der Überwachung von Schraubprozessen kann der Process Quality Manager, je nach Kundenanforderung, auch bei anderen Fügeprozessen zum Einsatz kommen und Werkzeuge unterschiedlicher Hersteller integrieren. SACHGERECHT ENTSCHEIDEN DANK TRANSPARENZ Diese Softwarelösung fügt sich außerdem nahtlos in das Active Cockpit, ein neues Produktionsinformationssystem ein. Diese interaktive, webbasierte Kommunikationsplattform erfasst alle relevanten Daten einer Produktionslinie, aktualisiert sie dynamisch und visualisiert sie in Echtzeit, anschaulich direkt an der Linie. „Dieses Bindeglied zwischen Fertigung und Unternehmens-IT ermöglicht schon jetzt die vernetzte Montage unter Industrie 4.0-Bedingungen. Die dadurch erreichte Transparenz ist eine wichtige Voraussetzung für eine höhere Produktivität in der Fertigung“, betont Haack. Mitarbeiter können Abweichungen in der Fertigung unmittelbar erkennen und Optimierungsmaßnahmen einleiten. Die Verfügbarkeit aller relevanten Daten schafft die Basis für sachgerechte Entscheidungen. In der Bosch-Gruppe wird das Active Cockpit in rund 20 Werken eingesetzt. Auf der Hannover Messe ist das Active Cockpit in eine modulare Fertigungslinie integriert. Anhand fünf intelligenter, vernetzter Stationen zeigt Bosch Rexroth in Halle 17 am Stand B38 exem plarisch wie sich autonome Fertigungslinien mit manuellen Montagestationen verbinden lassen. Zudem wird dargestellt wie Funk tionen des Produktionsnetzwerkes und der Unternehmens-IT zusammen spielen und auch Bestandsmaschinen einfach angebunden werden können. DIE AKZEPTANZ DER MITARBEITER IST EIN WESENTLICHER FAKTOR FÜR DEN ERFOLG VON INDUSTRIE 4.0 DR. STEFFEN HAACK, VORSTAND INDUSTRIELLE ANWENDUNGEN www.boschrexroth.com O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 4/2016 53

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