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O+P Fluidtechnik 4/2018

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O+P Fluidtechnik 4/2018

LUFT VERBRAUCHEN, ABER

LUFT VERBRAUCHEN, ABER INTELLIGENT SPECIAL / INTELLIGENTE FLUIDTECHNIK In Sachen Industrie 4.0 muss sich die Pneumatik nicht verstecken: Das zeigt auf der Hannover Messe 2018 auch ein Besuch bei Pneumatikhersteller Aventics, der auf der neuen Sonderschau „Intelligente Fluid- und Antriebstechnik“ die Weiterentwicklung des Smart Pneumatics Monitor (SPM) vorführt. Dieser simuliert im Zusammenspiel von Luftverbrauchern eine smarte Fabrik. Autor: Nikolaus Fecht, Gelsenkirchen, im Auftrag des VDMA Es geht uns nicht darum, Daten ‚irgendwohin zu schaufeln‘, sondern um das Erzeugen echter Informationen, mit denen der Anwender etwas anfangen kann“, erläutert Dieter Michalkowski vom Global Account Management Bosch bei der Aventics GmbH in Fellbach. „Das Erfassen von Daten ist verhältnismäßig einfach, aber der Anwender benötigt aufbereitete Informationen, und diese kann Aventics bereitstellen.“ So lasse sich durch gezielte und überwachte Druckbereitstellung nicht nur der Energieverbrauch reduzieren, sondern auch der Verschleiß von WIR SETZEN DARAUF, MIT MINIMALEN AUFWAND DEM ANWENDER EINEN GANZ KONKRETEN NUTZEN ZU BIETEN. Dieter Michalkowski Bauteilen verringern, weil die Belastung minimiert wird. Bei dem bereits in der Praxis bewährten Smart Pneumatics Monitor (SPM)- System geht Aventics nun den nächsten Schritt: „Wir bieten nun auch die Visualisierung lokal an, so dass das System noch universeller einsetzbar ist“, sagt der Aventics-Manager. „Dazu hat der SPM jetzt auch optional einen Webserver integriert, der das Visualisieren und Speichern von Daten und Informationen übernimmt.“ VIRTUELLE FABRIK Auf der Hannover Messe 2018 wird Aventics auf seinem Messestand demonstrieren, wie durch die Verknüpfung mehrerer SPM zusätzlich Informationen generiert werden können. Michalkowski: „Unser Messestand dient als virtuelle Fabrik, in der sich der Besucher den jeweiligen Luftverbrauch einzelner Exponate ansehen kann. Jedes Exponat steht exemplarisch für eine Maschine in einer Werkshalle. Wir haben also nicht mehr nur die einzelnen Luftverbraucher, sondern die gesamte Produktion im Visier.“ Natürlich konnten solche Information auch schon in der Vergangenheit generiert und verarbeitet werden, dazu war jedoch ein hoher Aufwand für den Programmierer der Steuerung nötig. Diese Arbeit nimmt ihm Aventics mit seiner intelligenten Pneumatik ab. Der SPM arbeitet unabhängig von der Steuerung, seine Konfiguration setzt keine Programmierkenntnisse voraus. Somit kann sich die Steuerung voll auf den Prozess konzentrieren. Dank der grafischen Programmieroberfläche kann der Anwender jederzeit und ohne die Funktion der Maschine zu beeinflussen Zustandsüberwachungen einrichten oder ergänzen. DIGITALE TRANSFORMATION IM FOKUS „Unser Ziel ist es, den Aufwand für den Kunden zu minimieren und digitalen Mehrwert mit der vorhandenen Sensorik zu bieten“, so der Fachmann. Dank des Egdecomputings und des integrierten Webservers ist dieser Mehrwert auch für Kunden mit Stand-alone- Applikationen auf kleineren Maschinen realisierbar. Aventics unterstützt somit durch Integration von Funktionen in die Pneumatik den Anwender bei der digitalen Transformation. Michalkowski freut sich schon auf Hannover, denn mit jeder Anwendung, aber auch in jedem Gespräch mit Komponentenherstellern und Anwender komme Aventics dem Ziel Industrie 4.0 wieder einen Schritt näher. „Ich sehe die Sonderschau als Schärfung des Begriffs Industrie 4.0, der mir viel zu allgemein ist“, betont der Pneumatik-Fachmann. „Auf der Sonderschau geht es dagegen konkret zur Sache. Wir setzen darauf, mit minimalen Aufwand dem Anwender einen ganz konkreten Nutzen zu bieten.“ www.aventics.com

WENN DIE HYDRAULIK MITDENKT Bosch Rexroth wird auf der Sonderschau „Intelligente Fluidund Antriebstechnik“ der Hannover Messe das hydraulische Kompaktaggregat CytroPac präsentieren.Es soll mit eigener Intelligenz und Industrie 4.0-Schnittstelle die Grenzen des technisch Machbaren verschieben. Maschinenhersteller und Endanwender setzen Hydraulik ein, weil sie eine einzigartige Kraftdichte und Robustheit bietet. Diese Vorteile wollen Konstrukteure auch in vernetzten Anwendungen nutzen. Sie erwarten, dass sie auch hydraulische Aktoren im laufenden Betrieb per Mausklick flexibel an neue Aufgaben anpassen können. „Dazu müssen hydraulische Aktoren allerdings über die gleiche Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit ver fügen wie elektromechanische Antriebe“, betont Dr. Steffen Haack, Leiter der Business Unit Industrial Hydraulics bei der Bosch Rexroth AG, Lohr. „Moderne Hydraulik kann jedoch alles, was elektromechanische Antriebe können - und das kraftvoller, robuster und mit kompakteren Baumaßen.“ Bosch Rexroth stellt das Kompaktaggregat CytroPac auf der Sonderschau „Intelligente Fluidund Antriebstechnik“ vor: Der Hersteller hat bei dieser Lösung einen drehzahlvariablen Sytronix-Pumpenantrieb mit Frequenzumrichter, Sensorik und Datenschnittstelle zu einem schaltschrank losen Kompaktaggregat zusammengefasst. Dank der bedarfsgerechten Drehzahlregelung kann der Energiebedarf im Vergleich zu konventionellen Aggregaten laut Firmenangaben um bis zu 80 % gesenkt werden. Dr. Haack: „Dies erleichtert dem Maschinenbauer die Einhaltung der Europäischen Ökodesign- Richtlinie 2009/125/EC und der teils noch schärferen Vorgaben der Automotive-Industrie.“ Beim Ölvolumen spare das CytroPac bis zu 53 % ein. Die verbleibenden 20 l werden von einem hocheffektiven Heat-Pipe-System gekühlt. Ebenfalls integriert ist ein entgasungsoptimierter Tank. Die integrierte Sensorik sammelt alle relevanten Daten wie Druck, Temperatur, Füllstand, Verschmutzung und Volumenstrom ein, um sie dann mit Sercos- oder Multi- Ethernet-Schnittstelle in Echtzeit an die Maschinensteuerung weiterzuleiten. Die Lösung ist zunächst für den Einsatz in Werkzeugmaschinen gedacht. So setzt der Hersteller Zuse Hüller Hille CytroPac in den Bearbeitungszentren der NBH-Serie ein. Anwender fertigen darauf Fahrzeug-, Flugzeug- oder Maschinenteile. „Mithilfe des CytroPac ist es dem Maschinenbauer gelungen, in kurzer Zeit eine zukunftsweisende Hydrauliklösung zu implementieren und zahlreiche Prozessschritte in Engineering und Logistik zu verschlanken“, erklärt Dr. Haack. „Im nächsten Schritt möchte das Unternehmen ein Condition Monitoring realisieren. Mit der integrierten Industrie-4.0-Schnittstelle sollen Daten wie Energieverbrauch und die Druckverläufe erfasst und zur Analyse an ein übergeordnetes IT-System übertragen werden, um sinnvolle Handlungsempfehlungen abzuleiten.“ www.boschrexroth.com Autor: Nikolaus Fecht, Gelsenkirchen, im Auftrag des VDMA Maßgeschneiderte Hydraulik-Lösungen Planung | Konstruktion Mit Ziel und Verstand planen Fertigung Qualität bis in die kleinste Schweißnaht Montage Umfassendes Verständnis für das Produkt Qualitätssicherung Exakte Prüfung ist die Basis für mehr Qualität MITHILFE DES CYTROPAC IST ES DEM MASCHINENBAUER GELUNGEN, ZAHLREICHE PROZESSSCHRITTE ZU VERSCHLANKEN. DR. STEFFEN HAACK GKS-HYDRAULIK GmbH&Co. KG Im Heidach 3 88079 Kressbronn Telefon +49 7543 6055-0 www.gks-hydraulik.com

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