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O+P Fluidtechnik 4/2019

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DRUCKREDUZIERVENTILE

DRUCKREDUZIERVENTILE HYDRAULIKVENTILE FÜR JEDE BREMSE SPECIAL BAUMA Ob im eisigkalten Jakutien, auf dem heißen Asphalt der Sommermonate in Millionenmetropolen, auf hoher See oder in den Skigebieten der Alpen, proportionale Druckreduzierventile, entwickelt für diverse Anwendungen in der Mobil- und Industriehydraulik, müssen den lokalen Gegebenheiten und Herausforderungen in jeder Hinsicht gewachsen sein. Eine Anwendung, die dabei besonders hervorsticht, sind hydraulische Bremssysteme. Autor: Stefan Kincses, Wandfluh AG Hydraulik + Elektronik Ob Bremsen an Straßen- und Eisenbahnen, Dump Trucks oder diversen Seilwinden, Voraussetzungen und Anforderungen verschiedener Anwender können nebst zahlreichen Gemeinsamkeiten sehr variabel ausfallen. In vielen Bremssystemen ist die Fähigkeit, auch kleinste Drücke präzise regeln zu können, unentbehrlich. Dazu kommen Eigenschaften wie kurze Reaktionszeit, gute Reproduzierbarkeit und Linearität unter schnellem Druckaufbau. Ein minimierter Leistungsverlust basierend auf einer energieeffizienten Funktionsweise darf dabei ebenfalls nicht zu kurz kommen. Langjährige Erfahrung und hoher Qualitätsanspruch in Verbindung mit Flexibilität tragen zur erfolgreichen Entwicklung der neusten Generation dieser Druckreduzierventile bei. Zudem ist Kundennähe für die Erkennung anwendungsbezogener Marktbedürfnisse ebenfalls ein unerlässlicher Faktor. Für das Schweizer Unternehmen Wandfluh sind diese Voraussetzungen selbstverständlich und der Erfolgsgarant bei der Entwicklung hochwertiger Hydraulikventile. Bei den aktuellen Entwicklungen des Herstellers handelt es sich um direktgesteuerte Ventile in Schraubpatronen-Bauart. Diese sind in zwei verschiedenen Größen und Senkungen erhältlich. Die klei- 36 O+P Fluidtechnik 4/2019

DRUCKREDUZIERVENTILE neren Modelle der Reihe MDPPM16 und MGPPM16 sind für einen maximalen Durchfluss von 6 l/min konstruiert worden. Der Patronenkörper ist mit einem M16x1,5-Gewinde versehen. Durch diese kleinen Dimensionen werden Ansprüche vieler Anwender in Bezug auf eine kompakte, platzsparende Bauweise erfüllt. Hydraulische Bremsen für Niederflurfahrzeuge wie Straßenbahnen oder Regionalzüge, in denen bekanntlich nur wenig Einbauraum zur Verfügung steht, sind typische Beispiele hierfür. Der maximale Eingangsdruck dieser Kompakt-Patronen liegt bei 350 bar, wobei standardmäßig drei Druckstufen, 25, 40 und 100 bar für den reduzierten Druck zur Verfügung stehen. Mit den größeren Modellen der Reihe MPPPU10 kann ein maximaler Durchfluss von 20 l/ min erreicht werden. Der Patronenkörper hat eine 7/8“-14 UNF- Senkung. Der maximale Eingangsdruck liegt ebenfalls bei 350 bar, und für den reduzierten Druck gibt es auch hier verschiedene Standard-Druckstufen. Dank der konstruktiven Ausführung mit einem Druckübersetzungs-Pilotstift können auch vom Standard abweichende Druckstufen verwirklicht werden. FÜR RAUE UMGEBUNGEN KONZIPIERT Je nach örtlichen Witterungsverhältnissen stehen verschiedene Korrosionsschutzstufen zur Auswahl. Patronenkörper hergestellt aus säurebeständigem Edelstahl AISI 316L (WNr. 1.4435) sind beispielsweise für den Einsatz unter extremen Bedingungen geeignet. Bremsvorrichtungen für Seilwinden auf Hochseeschiffen oder Aufzüge auf Offshore-Plattformen sind zwei Anwendungsbeispiele, bei denen dieser besonders hohe Korrosionsschutz zum Tragen kommt. Ein anderes Konzept mit ähnlich hohem Schutzgrad ist eine Zink-/Nickelschicht, welche auf einem speziellen Beschichtungsverfahren basiert. Mit dieser wird ein Schutzgrad von mindestens 1‘000 Stunden Salzsprühtest nach EN ISO 9227 gewährleistet. POINTIERT KOMPAKTE, PLATZSPARENDE BAUWEISE VOM STANDARD ABWEICHENDE DRUCKSTUFEN MÖGLICH HOHER KORROSIONSSCHUTZ FÜR RAUE UMGEBUNGEN VERSCHIEDENE KORROSIONSSCHUTZ- STUFEN ZUR AUSWAHL Dieser Oberflächenschutz verfügt ebenfalls über eine gute Beständigkeit gegen das salzhaltige Meerwasser oder sonstige extreme Einflüsse. Ventile von Wandfluh kommen weltweit zum Einsatz, sodass die Funktionalität auch in extremen Umgebungstemperaturen sichergestellt werden muss. Die Lösung dafür bieten spezielle Materialien für Konstruktionsteile und spezielle Dichtungen. Diverse Faktoren wie die Beachtung und die Berechnung von Ausdehnungskoeffizienten, die Viskosität des verwendeten Hydrauliköls oder optimale Gleiteigenschaften unterschiedlicher Materialien spielen dabei eine wichtige Rolle. Hinzu kommt die Anforderung, die Leckage-Werte so gering wie möglich zu halten, denn bei vielen Herstellern von Bremssystemen zählt Energieeffizienz zu den mittragenden Komponenten. In der Praxis gilt: Je länger in einer hydraulischen Bremsanlage der Speicher als Energiequelle genutzt werden kann, desto besser und energieeffizienter ist das Positionssensoren für Hydraulikzylinder - Kolbenbohren ade! BAUMA 2019 - Halle: A2, Stand: 415 SGH-Serie bis 5 m Messlänge - einfach revolutionär! absolute Erfassung des Zylinderhubs kein Bohren des Kolbens notwendig auch in Teleskopzylindern verwendbar hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit, IP69K Video ansehen http://bit.ly/2CeVh5B SIKO GmbH, Tel.+49 7661 394-0,www.siko-global.com

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