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O+P Fluidtechnik 5/2016

O+P Fluidtechnik 5/2016

INTEGRIERTE WEGMESSUNG

INTEGRIERTE WEGMESSUNG INTEGRIERTES MESSSYSTEM ERLEICHTERT OPERATIONEN SPECIAL / MESS- UND PRÜFTECHNIK Bei endoskopischen Eingriffen zählt jeder Millimeter: je kleiner die medizintechnischen Geräte, die in den Körper eingeführt werden, umso besser. Die Fraunhofer-Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie hat verbesserte hydraulische Antriebe mit vollständig in die Zylinder integrierten Wegmesssytemen entwickelt, die sowohl für den Chirurgen als auch für den Patienten vorteilhaft sind. Die einfache Fertigung und die hohe Positionsgenauigkeit machen Hydraulik- und Pneumatikzylinder mit integrierten kapazitiven Wegmesssystemen zu interessanten Antrieben für Mikroroboter und medizintechnische Geräte. Ein Beispiel für deren Anwendung ist der Einsatz in der minimal invasiven Chirurgie, zum Beispiel bei der Laparoskopie, also bei Bauchspiegelungen. Aber auch andere Single- Port- und NOTES-Operationen, also endoskopische Eingriffe durch natürliche Körperöffnungen, können mithilfe der vom Fraunhofer IPA in Mannheim neu entwickelten fluidtechnischen Aktorik künftig besser durch geführt werden. Vorgestellt wird das neue System im Juni auf der Kongressmesse Actuator. Das Wegmesssystem eignet sich für Hy draulik- und Pneumatikzylinder in allen Anwendungsumgebungen. Insgesamt bieten endoskopische Operationen für Patienten, Ärzte, Krankenhäuser und die Träger der Operationskosten 62 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 5/2016

INTEGRIERTE WEGMESSUNG POINTIERT HYDRAULIK- UND PNEUMATIKZYLINDER MIT INTEGRIERTEM WEGMESSSYSTEM OP-INSTRUMENTE SIND GENAUER ZU FÜHREN KOMPAKTERE INSTRUMENTE KÖNNEN MIT KLEINEN SCHNITTEN EINGEFÜHRT WERDEN SCHNELLERE OPERATIONEN UND HEILUNGEN SIND DIE FOLGE 01 02 erhebliche Vorteile: Patienten erleiden weniger Schmerzen, auch nach den Eingriffen. Dies verringert den Bedarf an Schmerzmitteln und verkürzt tendenziell die Krankenhausaufenthalte. Ärzte können die Operationen schneller durchführen und schätzen die geringeren Infektionsrisiken gegenüber konventionellen Operationsmethoden. FORSCHUNG FÜR DIE MEDIZIN VON MORGEN Während die Patienten von den neuen Operationstechniken profitieren, sind diese für die Chirurgen zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Mitunter hört man Klagen, dass die Operateure ihre Geschicklichkeit verlieren und zumindest anfangs mehr Zeit brauchen. Mithilfe neuer Technologien versuchen die Forscher der Fraunhofer IPA-Projektgruppe für Automation in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) an der Medizinischen Fakultät 01 Laura Comella zeigt den Versuchsaufbau des neuen in den Zylinder integrierten Wegmesssystems 02 Das Marktpotenzial reicht weit über die Medizintechnik hinaus O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 5/2016 63

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