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O+P Fluidtechnik 5/2017

O+P Fluidtechnik 5/2017

MESSTECHNIK

MESSTECHNIK KONTROLLIERTE DRUCKSPITZEN – SICHERHEIT FÜR ALLE FÄLLE Druckstöße in flüssigkeits- oder gasgefüllten Rohren sind unvermeidbar. Vermeidbar ist allerdings, dass sie Schäden anrichten. Mit Hilfe des Manometers LEO 5 können Druckspitzen frühzeitig erkannt und notwendige Vorkehrungen getroffen werden. Seit dem flüssigkeitsgefüllte Rohrleitungen bestehen, gibt es Druckstöße. Schon der römische Architekt Marcus Vitruvius Pollio beklagte sich im 1. Jahrhundert v. Chr. über dieses Phänomen. In den Blei- und Steinrohren der römischen Wasserversorgung konnten sich so heftige Druckstöße aufbauen, dass diese sogar Steinblöcke zerbröselten. Als Abhilfe empfahl Pollio das Wasser langsam und in nicht zu großen Mengen einzubringen und die Leitung an den Knien oder Biegungen durch Bänder oder Sandballast zusammenzuhalten. Entsprechend der gestiegenen Kapazitäten der Leitungen fallen in der neueren Zeit die Folgen solcher Druckstöße heftiger aus. So fielen am 4. Juli 2009 nach einem Spannungseinbruch im gesamten Hamburger Stadtgebiet 14 Wasserwerke aus. Der abrupte Ausfall der Pumpen in den Wasserwerken verursachte einen Druckstoß, der sich wie eine Schockwelle im Wassernetz ausbreitete und die Rohrleitungen bis an ihre Grenzen belastete. Als dann wieder Strom vorhanden war und die Wasserwerke langsam wieder anliefen, zerstörte der sich aufbauende Druck die zuvor geschädigten Leitungen. Gut 100 000 Einwohner aus Hamburg hatten für viele Stunden kein Wasser. PRODUKTE UND ANWENDUNGEN POINTIERT AKTUELLE MESSWERTE SOWIE AUF- GEZEICHNETE MESSDATEN AUSLESBAR DANK DES MODULAREN AUFBAUS LEICHT AN DIE MESSAUFGABE ANPASSBAR BRINGT SICHERHEIT UND HILFT SO FOLGEKOSTEN ZU SPAREN 01 Manometer LEO 5 in Standardausführung, es sind aber auch Varianten mit Bluetooth- oder LoRa-Schnittstelle verfügbar 76 O+P Fluidtechnik 5/2017

02 Das Manometer LEO 5 gibt es auch mit abgesetzten Sensoren WEITREICHENDE SCHÄDEN DURCH DRUCKSTÖSSE Die Anlagendimensionen in Firmen lassen sich kaum mit denen Hamburgs vergleichen, aber die Auswirkungen von Druckstößen sind hier gleichermaßen fatal: Rohrleitungen können platzen, Halterungen und weitere Anlagenteile beschädigt werden, auch Armaturen, Pumpen und Fundamente leiden darunter. Die unerfreulichen Folgen sind teure Reparaturen, Maschinenstillstände und damit Produktionsausfälle. Dabei gibt es noch „schlafende“ Gefahren, denn Schäden an Rohrleitungen sieht man mitunter nicht sofort. Deshalb werden solche Systeme mit Druckdämpfern und Sensoren ausgestattet. Aber leider reicht das nicht aus, denn diese Kombination eignet sich nicht dazu, extreme Druckspitzen zu erkennen und zu erfassen. Die Ursache der Druckstöße ist, dass bei bewegten Flüssigkeiten in Rohrleitungen unter dem Einfluss der Massenträgheit der Druck stark ansteigt. Da Wasser praktisch nicht komprimierbar ist, ist der Druckanstieg hier besonders hoch. Die Wirkung ähnelt der eines festen Gegenstandes, der mit voller Wucht an eine Wand kracht. Dabei gilt – Druckstöße, ob in fluid- oder gasgefüllten Rohrsystemen, sind generell unvermeidlich, da man Ventile nicht unendlich langsam schließen lassen kann. Also bleiben nur die fatalen Auswirkungen solcher Druckstöße einzudämmen, weshalb man Druckdämpfer in die Leitungssysteme einbaut. UNKALKULIERBARES GEFAHRENMOMENT ÜBERDRUCKSPITZE Druckdämpfer reichen dabei alleine nicht aus, um Schäden zu vermeiden. Die Überdruckventile in Druckdämpfern sprechen zwar an, wenn eine gewisse Druckgrenze überschritten wird, aber für Überdruckspitzen, die in Millisekunden auftreten können, sind sie zu langsam. Deshalb ist es sinnvoll z. B. ein spezielles Manometer wie das LEO 5 von Keller Druckmesstechnik zur Überprüfung des Systems zu integrieren. Dieses Manometer misst den Druckverlauf bis zu 5000 Mal pro Sekunde und erkennt so sämtliche Druckextrema mit hoher zeitlicher Auflösung. Da die Auswertung den Druckverlauf auf Tage, Stunden, Minuten und Sekunden genau anzeigt, kann auf diese Weise bequem Ursachenforschung betrieben werden. So wurde in einem Fall festgestellt, dass aufgetretene Druckspitzen im Frischwassersystem die Folge eines Feuerwehreinsatzes waren (siehe Kasten „Druckspitzenmessung“). LEO 5, ein Manometer der neuesten Generation, kombiniert präzise Sensorik mit schneller, hochauflösender Signalverarbeitung, Spitzenwerterfassung und einem Speicher mit Zeitstempel. All das befindet sich in einem robusten Edelstahlgehäuse mit Sicherheitsglas. Das große LCD-Display ist durch die 16 mm Ziffernhöhe und Hintergrundbeleuchtung, unabhängig von den Lichtverhältnissen, sehr gut ablesbar. Die kapazitiven Touch-Tasten ermöglichen die Navigation der Einstellungen und Messwerte. WIRKUNGSVOLLER SCHADENSSCHUTZ DURCH STÄNDIGE ÜBERWACHUNG In seinem speziellen Druckspitzen-Analysemodus bietet das Manometer eine Abtastfrequenz von 5 kHz und eine Auflösung des Analog-/Digital-Wandlers von 16 Bit. Im normalen Messbetrieb mit der exakten Überwachung von Grenzwerten werden die Drücke So geht Schlauchmanagement mit My.HANSA-FLEX My.HANSA-FLEX ist die umfassende Dienstleistung für die vorbeugende Instandhaltung Ihrer Hydraulik-Schlauchleitungen. Mit dem Portal wird unsere alphanumerische Codierung zum perfekten Werkzeug, um sämtliche Schlauchleitungen übersichtlich zu managen. 24/7, immer und überall, auf einen Klick verfügbar. HANSA-FLEX AG Zum Panrepel 44 • 28307 Bremen Tel.: 0421 489070 • info@hansa-flex.com www.hansa-flex.com

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