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O+P Fluidtechnik 6/2016

O+P Fluidtechnik 6/2016

VERBINDUNGSTECHNIK WO

VERBINDUNGSTECHNIK WO LIEGEN DIE MÄRKTE DER ZUKUNFT? Frau Flaeper, wo sehen Sie die aktuellen Trends der Rohrbearbeitung? Tendenziell zeichnet sich ein Trend der höheren Flexibilisierung ab, bei der die Folgekosten – wie beispielsweise im Bereich der Werkzeugtechnik – auf ein Minimum begrenzt werden müssen. Es ist für die Zukunft wichtig, eine komplette Prozessdatenerfassung sicherzustellen. Weil nur so mit einer mitarbeiterunabhängigen Qualität gefertigt werden kann. Gibt es Unterschiede beim Technologiebedarf in europäischen, nordamerikanischen und asiatischen Märkten? Wo sehen Sie die besonderen Herausforderungen? Es gibt technologische Unterschiede in den Anforderungen, d.h. in den nordamerikanischen und asiatischen oder auch osteuropäischen Märkten sind lohnintensive Prozesse nicht so deutlich auf eine spätere Automation ausgelegt. Lediglich bei qualitativ anspruchsvollen Produkten, z.B. im Automotive-Bereich, möchten Kunden auch in diesen Regionen den Unsicherheitsfaktor „Mensch“ möglichst ausschließen. Generell lassen sich in diesen Ländern automatische Anlagen vor dem Hintergrund niedriger Löhne manchmal rechnerisch schwierig darstellen. Wie kann die digitale Vernetzung bei der Rohr bearbeitung weiter vorangebracht werden? Wir selbst haben die Kernkompetenz der Softwareprogrammierung über eigene Mitarbeiter abgedeckt. Über Schnittstellen und einen Hauptrechner ist die Digitalisierung dann einfach umsetzbar. Und wir schaffen ebenfalls Vernetzungen zu unterschiedlichsten CAD-Programmen – aber auch die Option zur digitalen Datenerfassung am Objekt vor Ort. Auch hierüber ist eine qualitativ hochwertige, möglichst mitarbeiterunabhängige Rohrbearbeitung möglich. Über die digitale Datenerfassung, zentrale Informationsspeicherung und Vernetzung kann in Verbindung mit intelligenten Maschinenlösungen eine ergebnisorientierte Verbesserung der Abläufe und der Qualität sichergestellt werden. PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Was sind die Zukunftsmärkte? Welche Neuentwicklungen bringen Sie dafür auf den Weg? Zukunftsmärkte in technischer Hinsicht bietet sicherlich die gesamte Energieversorgung. Und natürlich fortschrittliche Technologien im Automotive, medizintechnische Geräte sowie Geräte zur Rehabilitation. Wasser und Nahrungsmittel gehören auch zu den zukunftsträchtigen Technologien. Geographisch gesehen liegt ein Zukunftsmarkt selbstverständlich auf dem amerikanischen Kontinent, der beim Grad der Automation erheblich unter dem Europas liegt. Auch die osteuropäischen Länder und Russland sind für uns in der Zukunft interessant. In diesen Bereichen sind das automatische Anlagen, die auch bei geringeren Stückzahlen effektiv für unsere Kunden sind. Sie müssen wirtschaftlich und einfach umgerüstet werden können und dabei keine mechanischen Rüstvorgänge erfordern. Alle Prozessparameter können digital abgerufen werden. Umgesetzt haben wir dies schon bei Biegesystemen über Roboter. Hier können Prozessdaten online eingelesen werden und der Roboter programmiert sich aufgrund dieser Daten selbständig. Bei Transfluid arbeiten wir an weiteren entsprechenden Neuentwicklungen, auf die die Gäste der kommenden Messen wie der SMM in Hamburg, der Bimu in Mailand, der Euroblech in Hamburg und natürlich der nächsten Innovation Days bei Transfluid gespannt sein dürfen. Stefanie Flaeper Geschäftsführerin bei Transfluid 38 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 6/2016

MARKTPLATZ DAUERHAFT DICHT – UNABHÄNGIG VON DER MATERIALPAARUNG In der Praxis kommt es immer wieder zu Leckagen im Dichtbereich der verschraubten Hydraulikkomponenten. Der Grund dafür ist, dass bei der Montage von Schlauchleitungen häufig das zulässige Anzugsdrehmoment überschritten wird. Bei den neuen Ecovos-Armaturen der Voswinkel GmbH mit Blocksicherung wird das Montageende angezeigt. Der Unterschied zu herkömmlichen Dichtkegelarmaturen liegt dabei in der vordefinierten Spaltbreite zwischen den beiden Stirnflächen der zu verschraubenden Komponenten. Dieser Spalt verhindert ein Überziehen des Anzugsdrehmoments und stellt sicher, dass die notwendige Vorspannung in der Gewindepaarung erzeugt wird. Dies verhindert das selbsttätige Lösen der Armatur im Lastfall. Auch bei mehrfachem Lösen und wieder Verbinden ist die volle Dichtfunktion gegeben. Ferner greift die Blocksicherung unabhängig von der Materialpaarung. Der Anwender muss die Drehmomente, etwa bei der Paarung der Schlaucharmatur mit Guss- bzw. Schmiedeverschraubungen, nicht anpassen. Die ECOVOS-Schlaucharmatur wird in Nennweiten DN06 - DN16 angeboten. www.voswinkel.net HOCHSPEZIALISIERTE, ENERGIEEFFIZIENTE HYDRAULIKPRÜFSTÄNDE Der Qualitätsanspruch an hydraulische Komponenten und Systeme ist hoch. Durch betriebsnahe Bauteilprüfungen kann bereits im Entwicklungs- und Produktionsprozess eine Qualitätsprüfung stattfinden. Im Prüfstandbau für hydraulische Komponenten realisiert das Unternehmen Dorninger Hytronics Teststände für z. B. Pumpen und Hydraulikmotoren. Eine Besonderheit der Prüfstände ist die Vereinigung von Steuerungs- und Messtechnik in einem System mit einem Automation-PC. Dorninger Hytronics verwendet als Innovator im Prüfstandsbau die drehzahlvariable Antriebstechnik. Hier wird eine mit Servoumrichter angetriebene Innenzahnradpumpe abhängig vom Einsatzfeld mit Synchronservomotor oder Asynchronmotor betrieben. Konstruktiv wird bei allen Projekten auf eine kompakte und ergonomische Bauweise geachtet. Zudem wird bereits bei der Prüfstandskonzeption mit dem Kunden auf wichtige Details geachtet, dass z. B. Einzelkomponenten in der Gesamtkonfiguration geprüft werden können. www.hytronics.at Intelligente, vernetzte Hydraulik Your move? We’re in. Möchten Sie von konsistent offenen Systemen profiteren, die Ihnen maximale Freiheit und Sicherheit für die Zukunft gewähren? Wir sind dabei! Bosch Rexroth bietet Ihnen eine einzigartige Bandbreite von Motion Controllern für die Hydraulik – von der Single Axis Control im Ventil bis zur 32 Achsen high-end Motion Logic Control. Bosch Rexroth AG boschrexroth.de/motioncontrol O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 5/2016 39

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