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O+P Fluidtechnik 6/2016

O+P Fluidtechnik 6/2016

SIMULATION Das Team von

SIMULATION Das Team von Rüdenauer 3D Technology (v.l.n.r.): Plamen Peykov, Matthias Rüdenauer, Andreas Rüdenauer, Dr. Yana Rüdenauer, Julien Kipp PRODUKTE UND ANWENDUNGEN NSICHTBARES WIR MACHEN UNSICHTBARES SICHTBAR Virtual Reality ist eines der ganz großen Themen hinsichtlich Rapid Prototyping. Aber auch in Bezug auf Dienstleistungen bietet die Technologie großes Potenzial. Die Rüdenauer 3D Technology GmbH gehört zu den Experten auf diesem Gebiet. Wir sprachen mit dem Team des jungen Unternehmens über Anfänge und Visionen. 52 O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 6/2016

SIMULATION WAS KANN VIRTUAL REALITY DER FLUIDTECHNIK BIETEN? Wofür steht Ihr Unternehmen? Unser Ziel ist es, verteilt liegendes Wissen über ein Industrieprodukt zu vernetzen und für den jeweiligen Nutzerbedarf in der 3D-Welt intuitiv und überall zugänglich zu machen. Mit unserer Softwareplattform Cross Connected machen wir in der Mechatronik Unsichtbares sichtbar. Durch die automatisierte Vernetzung von interaktiver 3D-Visualisierung und Echtzeit-Verhaltensdaten (z. B. Simulation, Sensordaten, etc.) bietet unsere Softwareplattform kundenindividuelle Produkterlebnisse im industriellen Umfeld. Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung? Wir sind eine Ausgründung des Lehrstuhls für Mobile Arbeitsmaschinen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dort kam im Rahmen eines Industrieprojekts der Industriepartner mit der Herausforderung auf uns zu, dass die Ergebnisse der fluid-mechatronischen Simulation alles andere als einfach zu verstehen seien. Damit hat er im Gespräch sozusagen die Grundlage für die Idee zu Cross Connected geliefert. Nach einigen Recherchen und Interviews wurde dieser ursprüngliche Bedarf mehrfach bekräftigt. Die zunehmende Komplexität der Produkte stellt die Unternehmen insbesondere beim Übergang vom Engineering in nachgelagerte kundennähere Abteilungen immer vor größere Herausforderungen. Das Produkt- Know-how steckt in den Köpfen der Ingenieure – im Verkauf jedoch benötigt diese Expertise genau der Vertriebler, in der Schulung der Trainer, etc. Mit Cross Connected liefern wir hierfür einen neuen Ansatz. Wie fand sich Ihr Team zusammen? Und wie führt man ein Start-up zum Erfolg? Wir sind ein Familien-Start-up. Ein Großteil der Gründer sind daher Familienmitglieder, die komplementäre Fähigkeiten mitbringen. Die übrigen Teammitglieder haben wir über Kontakte am KIT gewonnen. Der eigene Chef zu sein, bringt den Vorteil, Marktchancen erkennen und neue Ideen flexibel und zügig beim Kunden umsetzen zu können, um auf diese Weise Kundenzufriedenheit und -begeisterung herbeizuführen. Bei der Verwirklichung der Ideen am Markt ist auf jeden Fall die intrinsische Motivation hilfreich, Innovationen sowie kontinuierliche Verbesserung auch tatsächlich herbeizuführen. Aber es kommt auch noch auf andere Dinge an, wie z.B. Teamgeist – Gründungen sind kein Werk eines Einzelnen, sondern können nur durch ein Miteinander getragen werden. Das trifft in unserem Fall nicht nur auf die Familienmitglieder, sondern ganz besonders auch auf die ersten neuen Teammitglieder zu. Durchhaltevermögen ist ebenso wichtig. Zu guter Letzt und mit Sicherheit eine der wichtigsten Eigenschaften ist, dass man für sein Produkt, seine Dienstleistung, für die Firma, die man aufbaut, Feuer und Flamme ist. Was kann Ihr Unternehmen für die Branche Fluidtechnik bieten? Als Spin-Off aus dem Bereich Mobiler Arbeitsmaschinen streben wir mit unserem Portfolio an, die zunehmende Vernetzung einzelner Domänen im digitalen Zeitalter zu unterstützen – aus Sicht unserer Herkunft ganz klar mit Fokus auf die Fluidtechnik. Durch die Verbindung von interaktiver 3D-Visualisierung sowie Echtzeit-Verhaltensdaten ermöglichen wir mit unserer Software-Plattform Cross Connected, unmissverständlich fluid-mechatronische Prozesse zu kommunizieren. Dies hilft im technischen Alltag bei der Besprechung in mutlidisziplinären Teams, aber auch ganz besonders in der Schulung. Als aktuelle Innovation präsentieren wir das Cross Connected HoloDeck (XC Holodeck). Dabei werden mehrere Nutzer – auch standortübergreifend - mittels Virtual-Reality-Brillen direkt an das gleiche virtuelle Produkt versetzt. Dort kann der digitale Prototyp mit Hilfe von Datenhandschuhen unter in Echtzeit simulierten Randbedingungen erlebt, getestet und sogar produziert werden. Eine automatisierte Erfassung der Tätigkeiten der Nutzer im XC HoloDeck ermöglicht dabei eine wesentliche Beschleunigung und Vereinfachung bei der Erstellung von Montageund Wartungsanleitungen inkl. Erfassung der erforderlichen Richtzeiten. Unser Ziel ist es, damit einen innovativen und wirtschaftlichen Beitrag für die globale Wettbewerbsfähigkeit des Digital vernetzten Unternehmens zu leisten. www.ru3denauer.com O+P – Ölhydraulik und Pneumatik 6/2016 53

Ausgabe

O+P Fluidtechnik 9/2018
O+P Fluidtechnik 7-8/2018
O+P Fluidtechnik 6/2018
O+P Fluidtechnik 5/2018
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O+P Fluidtechnik 1-2/2018
O+P Fluidtechnik REPORT 2017
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O+P Fluidtechnik 10/2017
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O+P Fluidtechnik 7-8/2017
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