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O+P Fluidtechnik 6/2020

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O+P Fluidtechnik 6/2020

FILTERTECHNIK

FILTERTECHNIK FILTERLEISTUNG NEU DEFINIERT − EINE INNOVATIVE GEWEBETECHNIK MACHT DEN UNTERSCHIED SPECIAL / INDUSTRIE 4.0 Um die Leistungsdichte der Filter zu optimieren, ist neben der Erhöhung der Schmutzkapazität eine Reduzierung des Druckverlustes erforderlich. Berechnungen haben gezeigt, dass der spezifische Durchflusswiderstand von den eingesetzten Filtermaterialien abhängt, sowie von Struktur und Tiefe der Faltenzwischenräume, den sogenannten Faltenkanälen. Je tiefer ein Faltenkanal ist, desto größer ist auch der spezifische Durchflusswiderstand in der Falte. Die Ursache dafür ist, dass das Hydraulikmedium nicht ungehindert durch den Faltenkanal strömen kann. Bei den von ARGO-HYTOS neu entwickelten EXAPOR®MAX3 Filterelementen kommt ein mithilfe einer speziellen Webtechnik Forderungen nach immer höheren Maschinenverfügbarkeiten, längeren Wartungsintervallen, günstigeren Ersatzteilen und niedrigeren Betriebskosten sind in der Mobil- und Industriehydraulik immer präsent. Vor diesem Hintergrund hat der Hersteller von Lösungen für die Hydraulikindustrie ARGO-HYTOS die neue Filterelement-Generation EXAPOR®MAX3 entwickelt. hergestelltes Hybrid-Stützgewebe aus Kunststoff- und Edelstahldrähten zum Einsatz. Es sorgt dafür, dass eine optimale Offenhaltung der Faltenkanäle sichergestellt ist. Der Druckverlust in einer Falte lässt sich dadurch um bis zu 50 % reduzieren. Durch Strömungssimulationen (Bild 01) gewonnene Erkenntnisse konnten in die Praxis umgesetzt und durch zahlreiche Versuche bestätigt werden. Simulationen halfen so maßgeblich, den Faltenkanal und darüber hinaus den Druckverlust im gefalteten Filtermaterial für das gesamte ARGO-HYTOS Produktportfolio zu optimieren. Der Druckverlust der Filterelemente ließ sich bei der Neuentwicklung im Vergleich zur Vorgänger Lösung EXAPOR®MAX2, um bis zu 20 % reduzieren. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass mit 28 O+P Fluidtechnik 2020/06 www.oup-fluidtechnik.de

den EXAPOR®MAX3 Filterelementen ein ca. 25 % höherer Volumenstrom realisiert werden kann, ohne das bisherige Druckverlust-Niveau zu überschreiten. Zukünftig lassen sich bei der Auslegung hydraulischer Anlagen, je nach Einsatzfall, also kleinere Filterbaugrößen verwenden und dadurch Gewicht, Ressourcen und Kosten einsparen. In vorhandenen Anlagen resultiert aus der Reduzierung des Druckverlustes, dass das Bypassventil zum Schutz der Filterelemente seltener und kürzer geöffnet ist. Dadurch gelangen weniger Partikel durch den Bypass auf die Reinölseite und die Gefahr von Funktionsstörungen aufgrund ungefilterten Öls wird erheblich reduziert. Stahlverschraubungen in Zink Nickel IhrLieferantfür höchste Anforderungen in der Fluidtechnik. Füralle Anwendungen. MULTIPHASEN-VLIES ERHÖHT SCHMUTZAUFNAHMEKAPAZITÄT Für den leistungsoptimierten Aufbau des neuen Filtermaterials der EXAPOR®MAX3 Filterelemente werden zum ersten Mal Vliese mit Multiphasenaufbau (Bild 02) verwendet. Diese zeichnen sich durch eine mehrfache Abstufung der Feinheit im Filterbalgaufbau aus. Da dies nun nicht mehr durch die Anzahl der Materiallagen limitiert ist, wird das frühzeitige Verblocken einzelner Lagen verhindert und eine gleichmäßigere und bessere Ausnutzung aller Vliesmaterialien realisiert. Diese neue, exakte Abstimmung des Filtermaterials führt zu einer stark verbesserten Schmutzaufnahmekapazität und damit verbunden, zu längeren Standzeiten in der Praxis. Die Schmutzaufnahmekapazität und damit die Standzeit wurden um bis zu 15 % gesteigert. Schneidringverschraubungen HYBRIDGEWEBE VEREINIGT VORZÜGE VON KUNSTSTOFF- UND EDELSTAHLDRÄHTEN Filterelemente unterliegen je nach Anwendung starken Biegewechselbeanspruchungen, hervorgerufen durch Volumenstromschwankungen. Ursachen dafür sind Drehzahlschwankungen von Antriebsmotoren, Zylinderübersetzungen, z. B. bei Baggern, sowie der Einsatz von Regelpumpen in modernen Arbeitsmaschinen. Durch die Volumenstromschwankungen treten Differenzdruckänderungen am Filterelement auf, was zur sogenannten Biegewechselbeanspruchung führt. Herkömmliche Filterelemente verfügen auf der Abström- bzw. Reinölseite über ein Stützgewebe aus Metall oder Kunststoff. Metallfäden bieten den Vorteil hoher Zugfestigkeit und elektrischer Leitfähigkeit, neigen jedoch zu Dauerbrüchen, speziell in Verbindung mit langen Serviceintervallen. Funktionsausfälle durch lose Drahtstücke im Hydraulikmedium sind häufig die Folge. Hier liegen die Stärken von Kunststoffgeweben, deren Fäden unempfindlich gegenüber Biegewechselbeanspruchungen sind, jedoch den Nachteil extrem niedriger Zugfestigkeit und elektrischer Leitfähigkeit besitzen. Um diesen materialspezifischen Nachteilen entgegenzuwirken, setzt ARGO-HYTOS auf das eigens entwickelte und patentierte Hybridgewebe, welches durch den Mix aus Edelstahl- und Polyesterfäden, alle Vorzüge von Metall- und Kunststoffgeweben vereint und die Nachteile von reinen Metall- oder Kunststoffgeweben vollständig ausschließt. Die in Längsrichtung angeordneten Edelstahlfäden können die durch die Filtration bzw. durch Differenzdrücke entstehenden Kräfte aufnehmen und elektrostatische Ladung ableiten, wodurch die Schädigung des Filtermaterials und die damit verbundene Verschlechterung der Schlauchverbinder Schweissverschraubungen Flanschverbinder Made in Germany • 30.000 Produkte ab Lager • Zubehör, Rohre,Sonderteile und Ventile • Versand am gleichen Tag • aus Stahl und Edelstahl www.CONEXA.de 01 Simulation der Druckverluste in einer Einzelfalte: Oben: Herkömmliches Stahlgewebe − Unten: Hybrid-Stützgewebe mit optimierter Webart

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