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O+P Fluidtechnik 7-8/2019

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O+P Fluidtechnik 7-8/2019

MENSCHEN UND MÄRKTE

MENSCHEN UND MÄRKTE INTERVIEW innerhalb und außerhalb der StVZO sowie für Raupenantriebe eingesetzt wird. Und die iCon 300, mit der sich neben dem Funktionsumfang der iCon 200 auch komplexe Steuerungen umsetzen lassen. Welche künftigen Entwicklungen stehen bei Linde im Fokus? Worauf können sich Maschinenhersteller künftig freuen? Wir werden die Entwicklung unseres Elektronikportfolios weiter vorantreiben und eine Verbindung zwischen ausgereifter Mechanik und intelligenter Elektronik, wie z. B. durch „Predictive Maintenance“, schaffen. Darüber hinaus verfolgen wir das Ziel, anwendungsoptimierte Systeme anzubieten, z. B. durch den Ausbau unseres Portfolios elektronisch angesteuerter Komponenten. Die Elektrifizierung von Arbeitsmaschinen steht auch hier auf der Messe im Fokus. Empfinden Sie dies als Bedrohung für Anbieter von Hydraulikkomponenten? Die E-Mobility wird mehr an Bedeutung gewinnen – auch getrieben durch die Legislative. Wir haben das klar im Blick, sehen es aber nicht als „Bedrohung“. Wir arbeiten im Bereich der „New Energy Technologie“ sehr eng mit unserem Shareholder Weichai Power zusammen. Unserer Meinung nach werden auch die nächsten Maschinengenerationen mit hydraulischer Antriebstechnik ausgerüstet sein. Damit wird auch die Hydraulik weiterhin eine bedeutende Rolle im Bereich der mobilen Arbeitsmaschinen spielen, wo Systeme mit hoher Leistungsdichte gefordert sind. Linde Hydraulics gehört nun seit sieben Jahren mehrheitlich zum chinesischen Weichai Power Konzern. Wie hat sich dies auf die Unternehmensentwicklung und die strategische Ausrichtung ausgewirkt? Mit Weichai Power haben wir einen langfristig, unternehmerisch und visionär denkenden Anteilseigner, der uns hohe Freiheitsgrade lässt und uns gezielt unterstützt. Das wird uns auch in Zukunft erheblich voranbringen. Insbesondere im Angang von neuen Geschäftsmodellen/Megatrends/Digitalisierung. Die Investitionen von Weichai Power waren die Voraussetzung für das starke Wachstum von Linde Hydraulics in den letzten Jahren. Hier eine Auflistung der außerordentlichen Tätigkeiten der jüngeren Vergangenheit: n Wir haben zusätzliches Kapital in gesteigertes Wachstum investiert. n Wir haben unsere Standorte in Deutschland, China und in den USA für modernste und effiziente Produktion ausgebaut. n Wir haben unsere Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ebenfalls global verstärkt. n In Deutschland (Aachen) hat Weichai Power ein Innovationszentrum gegründet, mit dem wir eng zusammenarbeiten. n Und wir haben erfolgreich in den Zugang zu den asiatischen Wachstumsmärkten investiert. n Wir wachsen in neuen Regionen und auch in für uns neuen Märkten. Man kann sagen, „Linde-Hydraulics is going global“. Gemeinsam mit unserem Shareholder Weichai Power gehen wir die Trends der Digitalisierung und Elektrifizierung aktiv an. Das sind auch zentrale Themen unseres Innovationszentrums in Aachen. Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Sie selbst sind seit fast 30 Jahren in der Branche aktiv. Was hat sich in dieser Zeit geändert. Gibt es Entwicklungen, die Sie sich zur Zeit Ihres Berufseinstiegs nicht hätten träumen lassen? Es hat sich viel verändert, gerade im Bereich der elektronischen Ansteuerung – von den Anfängen mit noch mangelnder Akzeptanz im Markt, bis zum fundamentalen Bestandteil des Steuerungskonzeptes. Auch im Bereich der Hydrauliktechnologie hat sich durch die Weiterentwicklung der Fertigungsverfahren und den Einsatz neuer Materialien einiges getan. Die Produkte sind kompakter geworden und die Leistungsdichte ist entsprechend gestiegen. Eine der rasantesten Entwicklungen stellt sicher der Einzug von „Big Data“ in unsere Industrie dar. Was heute im Bereich „Smart Systems“ möglich ist, das war damals schwer vorstellbar. Und wir stehen hier im Bereich der mobilen Antriebstechnik noch am Anfang. Da wird sich noch einiges tun. Vielen Dank für das Gespräch. www.linde-hydraulics.com Das Gespräch führte Peter Becker, O+P Fluidtechnik 16 O+P Fluidtechnik 7-8/2019

SZENE SPEZIALIST FÜR HYDRAULISCHE VERBINDUNGSTECHNIK FEIERT JUBILÄUM Am 16. Mai begrüßte die Interhydraulik GmbH geladene Kunden und Gäste im Rahmen ihres 35-jährigen Bestehens zur ersten Hausmesse am Hauptsitz in Selm. Neben geführten Betriebsrundgängen, die in kleinen Gruppen während des laufenden Tagesbetriebes stattfanden, standen die Themen „Sauberkeit in technischen Systemen“ und „Oberflächenschutz“ im Fokus. Geschäftsführer Wolfgang Hirsch war mit der Premiere mehr als zufrieden und kündigte an, die Hausmesse zu einer festen Institution zu machen. www.interhydraulik.de LIEBHERR-VERZAHNTECHNIK ÜBERNIMMT WENZEL GEARTEC Liebherr-Verzahntechnik erwirbt alle Geschäftsanteile von Wenzel GearTec, Hersteller von Verzahnungsmessmaschinen aus Karlsruhe. Zum Portfolio von Wenzel gehört die WGT-Baureihe mit 4-achsigen Verzahnungsmessgeräten, die u. a. im Automobilbereich, in der Luftfahrt und im allgemeinem Maschinenbau Anwendung finden. Zwischen Liebherr und Wenzel besteht seit 2015 eine Partnerschaft. Die Integration in das Liebherr-Portfolio hat das Ziel, dem Kunden Closed-Loop-Systemlösungen aus einer Hand anzubieten. Erste Ansätze hierzu werden auf der EMO 2019 in Hannover vorgestellt. Wenzel GearTec wird vorerst weiterhin unter ihrem Namen und als hundertprozentige Tochter der Liebherr- Verzahntechnik tätig sein. Alle Mitarbeiter werden übernommen. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Der Kaufvertrag obliegt der Umsetzung gewisser kaufmännischen Prozesse. Nach deren Umsetzung soll Liebherr als Gesellschafter von Wenzel agieren. www.liebherr.com NEUE SENSORTECHNOLOGIEN FÜR DIE MOBILHYDRAULIK Gefran und Danfoss kooperieren ab sofort im Geschäftsfeld Mobilhydraulik. Die beiden Unternehmen aus Italien und Dänemark wollen dadurch auch in neue Sensortechnologien investieren. Gemeinsam wollen sie ein vollständiges Produktportfolio von Neigungs-, Drehwinkel- und Seilzugwegsensoren für die Mobilhydraulik anbieten. Diese Hochleistungssensoren zur Positionsüberwachung übernehmen in der Automatisierung hydraulischer Arbeitseinrichtungen wie Hebezeugen, Land- und Baumaschinen oder Müllfahrzeugen wichtige Funktionen. Hier reduzieren sie Ausfallzeiten und verlängern die Lebensdauer der Einrichtung. Zudem erleichtern Mobilhydrauliksensoren die Arbeit des Fahrzeugpersonals und sorgen für dessen Sicherheit. „Die zunehmende digitale Durchdringung der Mobilhydraulik steigert die Bedeutung der Sensorik. Gemeinsam können Danfoss und Gefran die Anforderungen des Marktes für Mobilhydraulik viel besser erfüllen“, sagte Gefran-CEO Alberto Bartoli. www.gefran.com YOUR PARTNER IN TURNKEY DRIVE SYSTEMS FOR HYDROMECHANICAL STRUCTURES Modern electro-hydraulic aggregates (HPU) Electrical control cabinet with local control systems On-site installation and commissioning Dependability comes to mind, along with “best in class” technology and turnkey design/installation services serves as the cornerstone behind some of the world’s biggest hydromechanical engineering projects. As a complete system provider for many different hydromechanical configurations for hydroelectric power plants, navigable waterways and canal sluice gates, Montanhydraulik offers one-stop solutions. This comprises engineering, production and delivery of hydraulic cylinders, aggregates, software, control systems, installation and commissioning. Montanhydraulik Indien Reparatur & Service

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