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O+P Fluidtechnik 7-8/2021

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O+P Fluidtechnik 7-8/2021

ARBEITSSICHERHEIT

ARBEITSSICHERHEIT DRUCKLUFT SICHER UND EFFIZIENT NUTZEN Drucklufttechnische und pneumatische Anwendungen erfordern organisatorische, technische und persönliche Schutzmaßnahmen. Zu beachten sind zudem die entsprechenden Richtlinien und Verordnungen. Mit sicherheitstechnischen Produkten können Risiken durch Druckluft vermieden werden. Der Technische Handel berät, welche Anwendungen Sicherheit für die Mitarbeiter garantieren. MENSCHEN UND MÄRKTE In vielen Industriebetrieben werden Anlagen, Maschinen und Werkzeuge mit pneumatischen Antrieben eingesetzt. Von ihnen selbst gehen keine direkten Gefährdungen aus, aber unter Umständen von der „eingesperrten“ Druckluft. Sie ist für bis zu zehn Prozent aller Unfälle bzw. Erkrankungen am Arbeitsplatz verantwortlich: beispielsweise durch platzende und entkoppelte Schläuche, die durch die Luft peitschen, oder durch Blaspistolen, deren Luftstoß die Haut verletzt und mit eingetragenen Partikeln zur Blutvergiftung führen kann. Fachbetriebe, die in der Fachgruppe „Schlauch- und Armaturentechnik“ des VTH Verband Technischer Handel e.V. organisiert sind, wissen, wie man die Risiken minimiert. Dazu sollten sich alle Anwender in Handwerk und Industrie zunächst mit diesen elementaren Fragen beschäftigen: Beachten wir alle organisatorischen und technischen Sicherheitsmaßnahmen, wie sie die Betriebssicherheitsverordnung, die Maschinenrichtlinie und produktbezogene Normen vorgeben? Befinden sich unsere Anlagen, deren Einzelkomponenten sowie die Persönlichen Schutzausrüstungen auf dem aktuellen Stand der Technik? Wo diese Fragen nicht bejaht werden können, ist Eile geboten. Aber auch wenn diese positiv beantwortet sind, sollten Unternehmen zusätzlich in sicherheitstechnische Komponenten investieren und sie in ihren pneumatischen Anlagen und Druckluftwerkzeugen unter fachlicher Anleitung verbauen. SICHERE DRUCKLUFTNUTZUNG IST MACHBAR Auf dem Markt gibt es mittlerweile ein umfangreiches Sortiment an Produkten, welche Sicherheit bringen und gleichzeitig die Performance der Anlage nicht drosseln. n Mit einschraubbaren Inline-Druckreglern und -Filtern kann ein Unternehmen dafür sorgen, dass im Werkzeug nie ein höherer Druck aufgebaut ist als für die Anwendung benötigt wird. n Wenn zwei- statt einstufige Kupplungen verwendet werden, kann die Trennung vom Stecker sicher erfolgen. Das schlagartige Entweichen der Luft wird verhindert; der Stecker fliegt nicht unkontrolliert durch die Luft und ein Peitschenhiebeffekt des Schlauchs wird vermieden. n Ein Kugelhahn sorgt für automatische Entlüftung. Da er abschließbar ist, wird Manipulation ausgeschlossen. Dirk Höschle, der das Präventionsprogramm „Riegler Safety“ beim gleichnamigen Hersteller in Bad Urach betreut, weist auf weitere Vorteile einer sicheren Druckluftnutzung hin: auf Energieeffizienz und Kosteneinsparung. Er sagt: „Viele Werkzeuge, Anlagen und Maschinen werden mit zu hohem Leitungsdruck betrieben. Denken wir zum Beispiel an einen Druckluft-Ratschenschrauber, dessen Drehmoment für sechs Bar ausgelegt ist, aber an das vorhandene Netz mit acht oder sogar zehn Bar angeschlossen wird. Ein Leitungsdruckregler minimiert hier nicht nur die Unfallgefahr, sondern reduziert auch die Kosten aufgrund des geringeren Luftverbrauchs und verlängert die Lebensdauer der Werkzeuge.“ FACHLICHER RAT VOM TECHNISCHEN HANDEL Die Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeiter liegt auch bei drucklufttechnischen und pneumatischen Anwendungen allein beim Arbeitgeber. Er ist dafür zuständig, Anweisungen für den ordnungsgemäßen Umgang mit Druckluft zu erlassen sowie sichere Betriebsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Routinen am Arbeitsplatz und die Vielfalt der Produkte zur Unfallverhütung und Sicherheit sind jedoch selbst für Sicherheitsbeauftragte kaum überschaubar. Für Riegler-Geschäftsführer Jürgen Wacker ist nach langjähriger Beschäftigung mit der Problematik klar: „Unternehmen sollten auf Nummer Sicher gehen und sich von vornherein beim Technischen Händler ihres Vertrauens beraten und schulen lassen; er weiß, welches Produkt für welchen Zweck die meiste Sicherheit garantiert.“ Bild: Grafik:VTH, Inhalt: Riegler & Co. KG www.vth-verband.de 14 O+P Fluidtechnik 2021/07-08 www.oup-fluidtechnik.de

FIRMENPORTRÄT HYDRAULIK MADE IN GERMANY Aufgrund der hohen Kompetenz im Bereich Materialverarbeitung hat sich Miba Industrial Bearings Germany Osterode 1990 (damals noch Zollern BHW Gleitlagertechnik) entschieden ihr klassisches Feld der Gleitlager zu erweitern und sich auch der Fertigung von Hydraulikkomponenten zu widmen. In den vergangenen 30 Jahren hat sich Miba Industrial Bearings Osterode als Spezialist in der Fertigung von Ventilplatten, Gleitstückhalter, Planscheiben, Blockzylinder oder Niederhaltesegmente für hochbelastete Anwendungen etabliert und bedient heute die führenden globalen Hersteller des Marktes für Axialkolbenmotoren und -pumpen. Die einbaufertigen Elemente zeichnen sich durch die hochpräzise Geometrie und Planparallelität aus, die durch beidseitiges Schleifen und Läppen erreicht sowie durch eine computervermessene Analyse geprüft wird. Läppen ist ein ultrafeines Bearbeitungsverfahren für höchste Fertigungsgenauigkeit sowie hohe Oberflächenqualität (bis zu 1 µm). Dieses Micro Finishing gehört zu den Kernkompetenzen der Miba Industrial Bearings. Außerdem kommt bei Miba alles aus einer Hand – von der Rohmaterialbearbeitung, technischem Support bis zum Fertigteil. Von der Corona Krise zwar beeinflusst, gab es aufgrund der Flexibilität in der Produktion und der starken Grundauslastung aber keine groben Einbußen. Auch die Gewinnung von Neukunden, die von der Technologie überzeugt wurden, und vielen Erstmusterteilen im PPAP, halfen das Jahr 2020 gut zu überstehen. Das Jahr 2021 ist vom Wachstum geprägt. Miba sieht hier einerseits einen Nachholeffekt aus dem letzten Jahr, sowie auch ein starkes Wachstum in den Endmärkten wie der der Bauwirtschaft, die einen regelrechten Boom erleben, für verantwortlich. TRENDS UND CHANCEN Die Ventilplatten des Herstellers werden in Hydraulik- und Axialkolbenmotoren und -pumpen für Bau-, Forst- und Landmaschinenbau sowie für fest installierte Industrieanlagen wie Walzgerüste eingesetzt. Auch wenn sich die Endmärkte der Bau-, Forstund Landmaschinenbau sehr zyklisch verhalten, rechnet Miba Industrial Bearings mit einem stabilen Wachstum in allen Endmärkten in den kommenden Jahren. Der steigende Bedarf an leistungsstärkeren, aber immer kleiner werdende Motoren oder Pumpen, die mit höherer Effizienz laufen müssen, spielt Miba in die Karten. Der Marktrend entwickelt sich in Richtung Hockdruck bzw. hochbelastete Anwendungen. Immer öfter sind auch geräuscharme und robuste Komponenten mit langer Lebensdauer gefordert. Die hohe Fertigungsqualität und Materialbeschaffenheit von Miba lässt eine bessere Leistung zu und ermöglicht die einwandfreie Benutzung auch bei hohem Druck oder hoher Belastung. Die Forst-, Land und Bauwirtschaft sowie die generelle Industrie entwickelt sich rasant weiter. Das Thema Automatisierung in den Bereichen lässt auch den Bereich der Hydraulik wachsen. Auch passen Axialkolbenmaschinen perfekt in die Strategie der sinkenden Emissionen und der dahingehenden Elektrifizierung von Maschinen. Egal ob China, USA oder Europa, die Ausrichtung für weniger Emissionen bahnt auch den Weg zur vermehrten Nutzung von Hydraulikmotoren und Pumpen. Zukunftsthemen wie bleifreie Materialien schwenken auch in die Hydraulikindustrie. Der Markt verlangt nach Materialentwicklungen. Besonders bleifreie Produkte sind wegen der zukünftigen Ausrichtung Europas gefragt. Die Spezialisten der Miba Group arbeiten in diesem Bereich mit der Miba Industrial Bearings in Osterode an Weiterentwicklungen. Mittlerweile sind auch schon erste bleifreie Prüfteile im Feld und werden getestet. Bild: Miba www.miba.com www.oup-fluidtechnik.de O+P Fluidtechnik 2021/07-08 15

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