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O+P Fluidtechnik 9/2016

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O+P Fluidtechnik 09/2016

MESSTECHNIK MESSTECHNIK

MESSTECHNIK MESSTECHNIK IN DER CLOUD Messtechnik generiert Daten, die das Blut in den Adern von Industrie 4.0 und dem Internet of Things (IoT) sind. Damit aus den Daten auch Informationen werden, bedarf es intelligenter Algorithmen, die die Vielzahl der Daten auswerten und intelligent miteinander verknüpfen. SPECIAL / PREDICTIVE MAINTENANCE Sensor-Technik Wiedemann (STW) versetzt seine Kunden in die Lage, modernste Cloud-Technologien zur Speicherung, Auswertung, Darstellung und Integration von Daten zu nutzen. Rund um die anspruchsvolle Welt der mobilen Arbeitsund Nutzmaschinen, in der Robustheit genauso wie Zuverlässigkeit und Langzeitverfügbarkeit gefordert ist, bietet STW Systemlösungen für die Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung. Die Produkte umfassen dabei Steuerungen ebenso wie Displays, Sensoren und Messsysteme, Lösungen zur Leistungsverteilung und Leistungselektrifizierung sowie zum Datenmanagement und zur Vernetzung. UNEINGESCHRÄNKTE NUTZUNG Das Datenmanagement und die Vernetzung – ob über neueste Mobilfunk- oder WLAN-Technik – schaffen die Voraussetzungen zum Mitschreiben der Daten von Sensoren und Messsystemen, zur Vorverarbeitung und Weiterleitung an Server mit Datenbanken über Internetverbindungen. Hier stehen die Daten zur Nutzung von jedem Ort über Internet (Browser) bereit. Dabei bestehen Möglichkeiten zu entsprechender Auswertung, Darstellung und Zugriffsverwaltung oder zur Weiterleitung und Integration in Prozesslandschaften und ÜBER STW Als international tätiges Unternehmen unterstützt die Sensor-Technik Wiedemann GmbH (STW) seit 30 Jahren ihre Kunden, die weltweit führenden Hersteller von mobilen Arbeits-, Nutz- und Sondermaschinen und deren Anwender, bei der Nutzung der neuen technischen Möglichkeiten durch Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung. -abläufe. Hohe Sicherheit beim Zugriff und der Datenspeicherung sind ein Muss. STW nutzt für diese Cloud-Lösungen vor allem vorhandenes Know-how und die Technologie der Firma Cumulocity. UMFASSENDE TRANSPARENZ Der entstehende durchgängige Informationsfluss sorgt für Effizienzsteigerung und bildet die Brücke zur Industrie 4.0. Durch die lückenlose Verfügbarkeit von Sensordaten aus der Maschine entsteht Transparenz bezüglich des Zustandes, der Auslastung oder Nutzung. Die Informationen können am PC, Tablet oder Smartphone abgerufen werden. Gleichzeitig können die Informationen aber auch vertikal im Unternehmen oder horizontal in einer Wertschöpfungskette integriert werden. Die vertikale Integration dient dem „Profiling“, also der Einordung einer Nutzung in ein bestimmtes Schema, der Service-Optimierung oder der Zustandsüberwachung („Condition Monitoring“). Sie unterstützt sowohl die Präventivdiagnose und -wartung („Preemptive Diagnose / Maintenance“), als auch die Fernwartung („Remote Maintenance“). Die Sensor- und Messdaten liefern dazu eine genaue Zustandsbeschreibung. Eine horizontale Integration sorgt für optimierte Arbeitsabläufe entlang der Wertschöpfungskette. Ihr Ziel ist eine höhere Auslastung und Verfügbarkeit sowie die verbesserte Auskunftsfähigkeit einem Kunden gegenüber. Dadurch entsteht für viele Firmen zusätzlich Potenzial für neue Dienstleistungen. DIE VORTEILE KENNENLERNEN Ihre Messtechnik in der Cloud zeigte STW sowohl auf der bauma 2016 in München, als auch auf der SENSOR & TEST 2016 in Nürnberg. Kunden können aber auch Testzugänge nutzen, um die Vorteile dieser Lösung in der eigenen Applikation kennenzulernen. www.sensor-technik.de 44 O+P Fluidtechnik 9/2016

MESSTECHNIK ÜBER CUMULOCITY Cumulocity wurde als Spin-off aus Nokia Siemens Networks gegründet und entwickelt Software-Lösungen im Bereich M2M-/Internet of Things-Kommunikation. Offen, anwendungsorientiert, frei verwendbar: Die Mission von Cumulocity ist es, mobile Machine-to-Machine-Applikationen durch vorkonfigurierte Cloud Services schnell, einfach und kostengünstig zu realisieren. www.cumulocity.com Die TC3G-On-Board-Module erfassen relevante Daten über CANbus, WLAN oder Bluetooth 4.0, speichern diese, können sie vorverarbeiten und sicher in die STW-Cloud schicken DREI FRAGEN AN DR.MICHAEL SCHMITT, GESCHÄFTSFÜHRER VON STW Was bietet Messtechnik in der Cloud? Generell geht es um die Nutzung von Maschinendaten und Daten aus der Anwendung von Maschinen zur Effizienzsteigerung. Technologisch umfasst dies Komponenten und Systeme zur Datenerfassung, -verarbeitung und -übermittlung auf der Maschine, zwischen Maschine und zur Infrastruktur. Wo sehen Sie das größte Potenzial für den Einsatz von Lösungen zur Vernetzung und dem Datenmanagement? Effizienz und Produktivität kann durch solche Lösungen innerhalb der Maschine, bei der Anwendung der Maschine, bei den Prozessen rund um die einzelne Maschine, aber auch im Zusammenspiel der Maschinen beim Verrichten des Arbeitsprozesses erreicht werden. Letzteres bietet sicherlich das größte Optimierungspotential. Beispiele für die verschiedenen Optimierungsgebiete sind die Steigerung der Maschinenleistung durch Bediener-Assistenzsysteme, die Optimierung der Prozesslogistik durch Zustandsüberwachung, präventive Wartung oder ERP-Anbindung der Maschinen, die Effizienzsteigerung durch Einsatzplanung und automatische Dokumentation der verrichteten Arbeit oder die Optimierung eines Arbeitsprozesses (z. B. Verdichtung beim Straßenbau) durch die Erfassung und Bereitstellung der konsolidierten Fortschrittsdaten an alle Prozessbeteiligten. Welche Möglichkeiten bieten sich sonst noch? Die entscheidende Frage ist, wie werden diese Möglichkeiten von Maschinenherstellern als Geschäftschance aufgefasst und systematisch verfolgt. Nach meinen Erfahrungen geht die überwiegende Anzahl der Maschinenhersteller diese Möglichkeiten rein aus Maschinenperspektive an, sieht den Mehrwert im Wesentlichen in zusätzlichen Leistungsmerkmalen der Maschine. Wenige nutzen Vernetzung und Datenmanagement, um das Maschinengeschäft durch datenbasierte Dienstleistungen zu erweitern und sich geschäftlich vom reinen Maschinenhersteller zum Partner für den Arbeitsprozess zu entwickeln. Aber ich habe auch Unternehmen kennengelernt, welche dabei sind, sich vom Maschinenhersteller zum Dienstleister zu entwickeln. In diesem Unternehmen werden die Maschinen als Mittel zum Zweck gesehen und der überwiegende Anteil des Ertrags schon heute auf Vernetzung und Datenmanagement basierten Dienstleistungen erwirtschaftet – zum großen Teil auch für Fremdmaschinen. O+P Fluidtechnik 9/2016 45

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