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O+P Fluidtechnik 9/2017

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SONDERSCHAU PREDICTIVE

SONDERSCHAU PREDICTIVE MAINTENANCE SMARTE PNEUMATIK Anwendungen aus der Praxis rund um das Condition Monitoring, zum Beispiel zur Stoßdämpfer- und Ventilüberwachung oder zur Auswertung des Energieverbrauchs inklusive Leckageerkennung, demonstrierte Andreas Kliewe, Manager Application & Specification bei Aventics. Dazu hatten die Antriebspezialisten einen pneumatischen Linearantrieb mit integriertem Ventilsystem aufgebaut. Das aktuelle Thema Industrie 4.0 deckte der Smart Pneumatics Monitor (SPM) ab, der bereits vorhandene Sensorsignale auswertet und daraus Zustandsinformationen abzuleiten. Um beispielsweise den Verschleiß eines Stoßdämpfers zu überwachen, misst der SPM anhand der Endschaltersignale den zeitlichen Verlauf der Dämpfung. Einen ausführlichen Artikel zum SPM lesen Sie auf Seite 34. www.aventics.com ASSISTENZSYSTEM UNTERSTÜTZT DEN ANWENDER Auf der Sonderschau führte Hydac anhand einer hydraulischen Verstelleinrichtung für Rotorblätter (Pitch Control) von Windenergieanlagen die Möglichkeiten der Vernetzung und Systemintegration vor: Das zentrale Hydraulikaggregat besaß dazu Sensoren (Überwachung der Systemkomponenten) und ein System zur Fluidzustandskontrolle (Fluid Condition Monitoring). Doch das Aggregat ist nur ein kleiner Ausschnitt auf dem Weg zu PM und zu Industrie 4.0, zu dem Hydac ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen anbietet. „Wenn bisher ein Sensor eine Pumpe überwacht, warnt er eine übergeordnete Steuerung, dass das Aggregat eventuell in Kürze ausfällt“, berichtete Robertus Koppies, Leitung Condition Monitoring bei der Hydac Service GmbH aus Sulzbach, aus der Praxis. „Künftig „merkt“ die Steuerung durch den Vergleich aktueller Daten mit historisch ermittelten Profilen von anderen ähnlichen Pumpentypen frühzeitig, wann sich ein Ausfall anbahnt. So kann der Anwender die Pumpe rechtzeitig und geplant austauschen.“ SPECIAL / INDUSTRIE 4.0 MASSGESCHNEIDERTE LÖSUNG DANK DOMAINWISSEN Digital Business Projects zählen zu den Aufgaben von Frank Benkart von Festo. Was sich dahinter verbirgt, führte er an der Zustandsüberwachung einer kleinen Automatisierungsanlage vor, dessen Kennwerte eine Steuerung mit integrierter elektronischer Condition Monitoring-Bibliothek speichert. „Wir sehen das Condition Monitoring, also die Erfassung der Zustandsdaten, als Grundlage für Predictive Maintenance an“, erklärte Benkart. Die kurzfristig zwischen gespeicherten Zustandsdaten wandern über ein sogenanntes IoT-Gateway (Schnittstelle zum Internet) in eine Cloud, in der die Daten ausgewertet werden. Für den Manager ist es wichtig, dass es alle für Predictive Maintenance nötigen Bausteine bei Festo bereits gibt. Allerdings handle es sich nicht um eine sogenannte Out-of-the-box-Lösung, die sofort ohne weitere Installation oder Anpassung laufe. „Es kann unserer Ansicht nach nicht den für alle Anwendungen allgemein gültigen Algorithmus geben“, betonte der Experte. „Es bedarf vielmehr des zusätzlichen Domainwissens. Das heißt: Was macht der Kunde mit unseren Komponenten und welche Prozesse baut er damit auf?“ Nur mit diesem Know-how ließe sich eine funktionierende, maßgeschneiderte Predictive Maintenance-Lösung aufbauen. www.festo.com www.hydac.com WELTWEITER DATENABRUF AUS DER CLOUD Parker Hannifin demonstrierte anhand eines modularen Hydraulikaggregats mit Elektro-Steuerung, wie aktive Zustands- und Zyklusüberwachung in Echtzeit funktioniert. Parker Account Manager Jörg Longerich: „Mit Hilfe der Parker Plattform „Voice of the Machine“ bietet Parker ein offenes, kompatibles und skalierbares System vernetzter Produkte und Dienstleistungen. Wir hören auf und in die Maschine und ermöglichen so nicht nur vorausschauende Wartung sondern auch Fernüberwachung.“ Parker speichert in einer eigenen Cloudlösung Informationen und wertet die Daten aus. Parker spricht von einer diskreten Lösung, da das Know-how über die Komponenten einfließt. Daten und Auswertungen lassen sich dank Speicherung in der Cloud weltweit abrufen. Doch wie berechnet Parker zusätzliche Dienstleistungen wie die Auswertung von Big Data, denkt das Unternehmen auch über weitergehende Geschäftsmodelle nach? Seit einigen Jahren entwickeln Parker-Produktspezialisten sogenannte digitale Modulbibliotheken zur Datenanalyse. „Unser „Voice of the Machine“-Angebot nutzt optimal unsere Kernkompetenz auf der Produkt- und Systemebene“, erklärt Dr. Klaus Roosen, Systems Engineering Manager bei Parker. „Wir bieten diskrete Einblicke in die Komponenten und setzen darauf, dass die Intelligenz und die steigende Vernetzung der Komponenten untereinander viele Möglichkeiten für die Anwender zur Produktivitätssteigerung schaffen und sich damit langfristig neue Geschäftsmodelle entwickeln.“ www.parker.com 32 O+P Fluidtechnik 9/2017

SONDERSCHAU PREDICTIVE MAINTENANCE 2016 HATTE ICH DARAUF GEHOFFT, DASS DIE SONDER- AUSSTELLUNG EIN WECKRUF IST, DER WEITERE NAMHAFTE FIRMEN ANLOCKT. MEINE HOFFNUNG HAT SICH MEHR ALS ERFÜLLT. ZUSÄTZLICH ZU UNSEREN „STAMMAUSSTELLERN“ KONNTEN WIR WEITERE FIRMEN GEWINNEN – DARUNTER SOGAR EINIGE SEHR INTERESSANTE UNTERNEHMEN AUS DEM AUSLAND Peter-Michael Synek, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Fluidtechnik im VDMA INDUSTRIE 4.0 INTELLIGENTE PNEUMATIK ERFOLGREICHER WECKRUF Unterm Strich: Die 2016 erstmals veranstaltete Sonderausstellung Predictive Maintenance hat sich bewährt. Wie im vergangenen Jahr erwies sich die Sonderausstellung wieder als ein Publikumsmagnet, nicht zuletzt dank des angeschlossenen MDA-Forums mit vielen praxisorientierten Vorträgen zum Thema Predictive Maintenance. Zu den Highlights zählte dabei die Vorstellung der Gemeinschaftsstudie zu „Predictive Maintenance“ der Unternehmensberatung Roland Berger, Hannover Messe und der VDMA-Fachverbände Antriebstechnik und Fluidtechnik. www.vdma.org Besuchen Sie uns auf der Motek, 09.–12. Oktober 2017, Halle 4, Stand 4402 AVENTICS GmbH Ulmer Straße 4, 30880 Laatzen, www.aventics.com Yanan Li, Quality Manager, trägt als Expertin dazu bei, dass sich aus der Grundidee von Industrie 4.0 echte Vorteile ergeben. Die Digitalisierung von Anlagen bietet große Potentiale: AVENTICS liefert dazu konkrete effiziente Lösungen. Zum Beispiel: systematisches Condition Monitoring für bessere Anlagen- und Maschinenverfügbarkeit, Selbstkonfiguration und Kommunikation in allen Ebenen für sichere Prozesse und gesteigerte Qualität – und intelligente Pneumatik, wie die AV-Ventilgeneration. AVENTICS – Pneumatik-Lösungen 4.0. Ausführliche Infos finden Sie unter: www.aventics.com/industrie4.0

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