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O+P Fluidtechnik 9/2017

O+P Fluidtechnik 9/2017

FLUIDTECHNIK INDUSTRIE

FLUIDTECHNIK INDUSTRIE 4.0: AUF FELD UND BAUSTELLE SCHNELLER ALS IN DER FABRIK? SPECIAL / INDUSTRIE 4.0 Zwischen der Welt der mobilen Arbeitsmaschinen und der industriellen Produktionswelt gibt es Unterschiede. Da auf mobile Arbeitsmaschinen nicht einfach zugegriffen werden konnte, wurden Techniker schon früh befähigt, auch aus der Ferne Daten abzufragen. Dazu kommt die Notwendigkeit zur Kooperation von Maschinen in Projekten, deren Randbedingungen sich ändern. Unterschiedliche Stakeholder haben Interesse an Maschinendaten. So entstanden schon früh Lösungen, die sich aber auf Teilaspekte beschränken. Heute sehen wir ein stark steigendes Interesse an der Digitalisierung, wozu wir durch intelligente on-board Module, die mit Plattformen wie der STW „machines.cloud“ kommunizieren. Middleware sorgt für den entsprechenden „Software Glue“, so dass die übergeordneten Systeme zusammenarbeiten können. Hans Wiedemann, Marketingleiter, Sensor-Technik Wiedemann, Kaufbeuren FLUIDTECHNIK Ein Unterschied ist der unterschiedliche Aufwand der betrieben werden muss, um Prozesse zu digitalisieren. Das Äquivalent zur "Smart Factory" ist im Fall der mobilen Arbeitsmaschine "lediglich" ein "smartes Fahrzeug". Der Austausch des Traktors oder Radladers kann in Verbindung mit der entsprechenden Software und Konnektivität ausreichen, um den Prozess digital abzubilden. Zwei Beispiele: Die Ernte in der Landwirtschaft kann durch den Einsatz eines entsprechend ausgerüsteten Mähdreschers teilautomatisiert werden. Verknüpft mit einem smarten Farm-Management- System fährt der Mähdrescher GPS-gestützt autonom die Felder in einer optimierten Route ab. Bei Baumaschinen hingegen ist ein Abrechnen der tatsächlich bewegten Erdmasse oder der Zahl der Arbeitsbewegungen möglich. Dies ermöglicht eine realistischere Rechnungslegung bei der Fahrzeugvermietung. Peter Becker, Redaktion O+P Fluidtechnik 38 O+P Fluidtechnik 9/2017

Industrie 4.0 beherrscht nach wie vor die Berichterstattung rund um die Zukunft von Produktion und Fertigung. Auch wenn es bereits eine Vielzahl von I40-ready-Komponenten gibt, sind wir von einer flächendeckenden Einführung von Industrie 4.0 in stationären Maschinen und Anlagen noch weit entfernt. Ganz anders präsentiert sich die Situation bei mobilen Arbeitsmaschinen. Auf den Feldern, Baustellen und Straßen der Republik sind vernetzte Prozesse schon lange gelebte Praxis. Wieso geht es außerhalb der Fabriken schneller als bei stationären Anlagen? Eine Einschätzung von Experten der Unternehmen Sick und STW sowie der Redaktion. Der Bereich mobile Arbeitsmaschinen musste sich schon frühzeitig mit dem Thema Vernetzung auseinandersetzen, da es hier im Gegensatz zur Fabrikautomation kein Gebäude und keine andere Infrastruktur gibt bzw. die Infrastruktur sehr weitläufig ist. Zudem sind die Arbeiten von nicht beherrschbaren Einflussfaktoren (z. B. Wetter) abhängig, was zusammen mit dem Bedarf der frühzeitigen Erkennung von System- oder Maschinenausfällen (Stichwort: Predictive Maintenance) und der Optimierung von Prozessen dazu geführt hat, den Blick notwendigerweise in die Zukunft zu richten. Während der Erntezeit beispielsweise darf nichts ausfallen, es gibt dafür eben nur ein ganz knappes Zeitfenster. Ein weiterer Grund für die Vorreiterrolle liegt darin, dass sich die Wirkungsorte nicht im direkten örtlichen Zugriffsbereich von übergeordneten Steuer- oder Verwaltungseinheiten befinden. Deshalb ist eine leitungsgebundene Vernetzung der einzelnen Prozessteilnehmer nicht möglich. Umso wichtiger ist aber das Thema Cloud-basierte Vernetzung und kabellose Maschine-zu-Maschine-Kommunikation basierend auf smarten Daten von intelligenten Sensoren. Manuel Fischer, Strategic Industry Manager Mobile Machines, SICK AG, Waldkirch Für kraftvolle und hocheffiziente Hydraulik ist Bosch Rexroth weltweit Ihr Partner. Wir setzen für Sie die Maßstäbe in Leistung, Funktion und Lebensdauer. Egal für welche Anwendung, mit uns haben Sie Kraft und Drehmoment immer im Griff. Wir haben immer die passende Lösung für Sie – von der effizienten Lösung für Standardanwendungen bis hin zu anspruchsvollen Bewegungsaufgaben. Mit unserem einzigartigen Know-how verschieben wir immer wieder die Grenzen. Unsere rundum vernetzten Hydraulik-Lösungen fügen sich nahtlos in moderne Steuerungsarchitekturen ein. Von klein bis groß, von der Serie bis ins Projektgeschäft. Inklusiver weltweiter Serviceleistungen. Wir bewegen alles – mit Kraft und Drehmoment www.connected-hydraulics.com

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