Aufrufe
vor 3 Monaten

O+P Fluidtechnik 9/2019

O+P Fluidtechnik 9/2019

MASSEDRUCKSENSOR tionen

MASSEDRUCKSENSOR tionen zur Einstellung der Maschinenlinie: So wird über den Druck die Geometrie und damit die Qualität des Granulats gesteuert. Der Druck im Extruderkopf muss also jederzeit in einem bestimmten Druckbereich liegen, damit das Granulat mit der korrekten (qualitätsentscheidenden) Geometrie aus dem Extruderkopf kommt. Die eingesetzten Sensoren dienen damit auch der Sicherung der Produktqualität. FÜLLMEDIENFREIER MASSEDRUCKSENSOR MIT KURZER ANSPRECHZEIT Die Massedrucksensoren der IMPACT-Serie nutzen den piezoelektrischen Effekt und eignen sich für Hochtemperaturanwendungen (350 °C). Ihr wichtigstes Merkmal ist das Fehlen einer Übertragungsflüssigkeit. Der Druck des Messstoffs wird über eine Membrane großer Dicke direkt an das Sensorelement aus Silizium übertragen. Die Umwandlung der Belastung erfolgt durch eine mikro-bearbeitete Struktur aus Silizium (MEMS). Das Sensorelement benötigt nur eine minimale Durchbiegung von 11 bis 14 µm. Entsprechend robust kann die Mechanik gewählt werden: Die Druckübertragung übernimmt ein Stößel mit 5 mm Länge. Die messstoffberührte Membran aus Edelstahl besitzt je nach Druckbereich eine Stärke von bis zu 1,5 mm und ist somit bis zu 15 Mal dicker als die Membranen herkömmlicher Schmelzedrucksensoren. Dieser starken Membran können auch anhaftende erkaltende Kunststoffe nichts anhaben. Damit ist der Sensor sehr langlebig. Zudem zeichnet er sich durch eine kurze Ansprechzeit aus. ROBUSTHEIT DURCH HOHE MEMBRANDICKE Der Vorteil der robusten Membran, die mit einem speziellen Verschleißschutz beschichtet ist, zeigt sich auch bei der Reinigung der Extruder vor jeder Charge. Da von den Konzentraten jeweils nur vergleichsweise geringe Mengen – ca. 100 bis 1 000 kg pro Charge – produziert werden, müssen die Extruder entsprechend häufig gesäubert werden. Ein Problem für die dünne Membran füllmedienhaltiger Sensoren, die nicht nur durch anhaftende, erkaltende Kunststoffschmelze, sondern auch durch eine zu raue Behandlung schnell reißt. „Bei uns sind nur noch vereinzelt Extruder mit füllmedienhaltigen Massedrucksensoren im Einsatz. Und zwar nur noch dort, wo die Mitarbeiter sehr gut geschult sind und bei der Reinigung entsprechend pfleglich mit den Sensoren umgehen“, erklärt Kind. Die IMPACT-Sensoren sind dank ihrer Stahlmembran nicht so empfindlich und verzeihen auch mal einen gröberen Reinigungsvorgang. Clariant verwendet je nach Extrudersteuerung verschiedene Sensorausführungen: Zur Nachrüstung älterer Maschinen kommt üblicherweise eine IMPACT-Variante zum Einsatz, die sich über einen Magnetstift kalibrieren lässt. In neuen Maschinen ist dagegen die Version verbaut, bei der ein elektrischer Impuls über den Stecker zur Nullstellung genutzt wird. „Wir können auch ältere Maschinen mit einem elektrisch kalibrierbaren Massedrucksensor ausrüsten. Das erfordert lediglich die Anpassung der Steuerung, was unkompliziert und schnell erledigt ist“, erläutert Kind. www.gefran.de www.clariant.com WICHTIGSTE KENNDATEN Druckbereiche von 0-20 bis 0-1000 bar / 0-300 bis 0-15000 psi Genauigkeit: < ±0.25% v. Ew. (H); < ±0.5% v. Ew. (M) Standarddruckanschlüsse: 1/2-20UNF, M18x1.5; Integrierte Autozero-Funktion / extern optional Messmembrane aus Edelstahl 15-5 PH mit GTP+ SPECIAL / KUNSTSTOFFVERARBEITUNG Sicherheit und Präzision – für maximale Belastung Ob umgeformt, geschweißt oder gelötet – Ihre Anforderungen sind unser Maßstab. Wir produzieren Hydraulikrohre mit modernster CNC-Biegetechnologie und europaweit unerreichten Toleranzen – in Klein- und Großserien. istock.com/Jagoush Intelligente Lösungen für Mobilhydraulik und Fluid-Antriebstechnik www.interhydraulik.de Interhydraulik.indd 1 19.07.2019 14:55:35 40 O+P Fluidtechnik 9/2019

MARKTPLATZ FILTRATIONSTECHNIK MIT ERWEITERTEM FUNKTIONSUMFANG Als Alternative zu Ölanschraubfiltern hat Hengst auf der Bauma 2019 Fluidmanagementsysteme für alle gängigen Motortypen im Land- und Baumaschinensektor vorgestellt. Diese sollen aufgrund spezifischer Funktionen zudem eine kosteneffiziente Lösung für die Anforderungen der Fahrzeughersteller an die Fluidfiltration darstellen. Ein Beispiel ist das eigenentwickelte Fluidmanagementmodul für die Deutz TTCD 4.1/6.1 (Agri) 6-Zylinder Reihenmotoren mit Turboaufladung. In dem Modul ist neben der Kernfunktion Ölfiltration und -kühlung auch eine Kühlmittelpumpe integriert. Für den Ersatzteilmarkt produziert Hengst eigenen Angaben zufolge mit identisch hohen Qualitätsstandards wie für die Erstausrüstung. www.hengst.de ROBUSTE SENSOREN INDIVIDUELL ABSTIMMEN Einen Sensorbaukasten, der auf die Positionserfassungen in Nutzfahrzeugen abgestimmt ist, hat Siko mit Pure.Mobile herausgebracht. Die Sensoren trotzen Hitze, Kälte, Schock, Vibrationen, Wasser, Schlamm und Staub. Die Sensoren aus diesem Baukasten erfüllen die EMV-Anforderungen für Bau-, Land- und Forstmaschinen, die Anforderungen nach E1 für Straßenfahrzeuge und basieren auf einer robusten, magnetischen Abtasttechnologie. Sie sind einsatzfähig in einem Temperaturbereich von - 40 bis 85 °C, optional sogar bis 105 °C, und verfügen über mindestens Schutzart IP65. Durch das Baukastenprinzip können z. B. auch Drehgeber des Herstellers mit der Pure.Mobile-Technologie über Optionskarten mit weiteren Funktionen ausgestattet werden. Etwa mit einem integrierten Neigungssensor, einem DIP-Schalter zur einfachen Parametrierung oder digitalen Ein- und Ausgängen. Alle Sensoren sind auch in einer Safety-Version für Anwendungen bis Performance Level d erhältlich. www.siko-global.com DURCHFLUSSMENGEN SCHALTEND ÜBERWACHEN Die kontinuierliche Überwachung der Prozessmedien von Maschinen und Anlagen trägt entscheidend zur Prozesssicherheit bei. Dazu ist neben Druck und Temperatur auch der Durchfluss ständig im Auge zu behalten. Die neuen kalometrischen/ thermischen Durchflusswächter in der Schutzart IP67 von Balluff erfassen den Durchfluss flüssiger Medien in direktem Kontakt, so beispielsweise in Werkzeugmaschinen, an Pumpen und Kompressoren. Damit gewährleisten sie die Funktionsfähigkeit der Maschinen. Balluff bietet in seinem Portfolio unterschiedliche Bauformen. Verfügbar sind Einschraub- und Inline-Varianten für die unterschiedlichsten Durchflussmengen und Rohrdurchmesser, ihr Anschluss erfolgt bequem über einen M12-Stecker. Je nach Ausführung visualisiert auch eine LED-Zeile oder ein Display die Durchflussmenge. Da sie über keine beweglichen Teile verfügen, sind sie widerstandsfähig gegenüber Verschmutzungen. www.balluff.com TECHNISCH-WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT Dr.-Ing. C. Boes, Böblingen Dipl.-Ing. M. Dieter, Sulzbach/Saar Prof. Dr.-Ing. A. Feuser, Lohr a. M. Dr.-Ing. M. Fischer, Kraichtal Dr.-Ing. G. R. Geerling, Elchingen Prof. Dr.-Ing. M. Geimer, Karlsruhe Prof. Dr.-Ing. habil. W. Haas, Stuttgart Dr.-Ing. W. Hahmann, Kempen Prof. Dr.-Ing. S. Helduser, Krefeld Univ.-Prof. Dr.-Ing. G. Jacobs, Aachen Dipl.-Ing. M. Knobloch, München Dr. L. Lindemann, Mannheim Prof. Dr.-Ing. P. U. Post, Esslingen Dr.-Ing. K. Roosen, Kaarst Dr.-Ing. P. Saffe, Hannover Dr.-Ing. MBA IMD A. W. Schultz, Memmingen Dipl.-Ing. E. Skirde, Neumünster Prof. Dr.-Ing. C. Stammen, Krefeld Dipl.-Ing. P.-M. Synek, Frankfurt Prof. Dr.-Ing. J. Weber, Dresden Der Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des Forschungsfonds Fluidtechnik im VDMA: Prof. Dr.-Ing. P. U. Post, Esslingen Dr.-Ing. R. Rahmfeld, Neumünster Tauch-Badwärmer • aus Glas, Porzellan, Quarzgut, PTFE, Titan, Stahl und Edelstahl • zur Beheizung von Bädern aller Art • Heizeinsatz aus Rohrheizkörpern • Sonderanfertigungen möglich HELIOS GmbH D-58803 Neuenrade • Postfach 1160 Tel. 02392 6908-0 • Fax 02392 6908-88 www.helios-heizelemente.de O+P Fluidtechnik 9/2019 41 Helios.indd 1 01.08.2017 15:18:43

Ausgabe

© 2018 by Vereinigte Fachverlage GmbH. Alle Rechte vorbehalten.