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O+P Fluidtechnik 9/2019

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PNEUMATIK MUSS DIGITALER

PNEUMATIK MUSS DIGITALER WERDEN Michael Losert ist Coordinator des Industrial Application Centers bei SMC Deutschland. Als SMC-Urgestein kann er bestens beurteilen, welche Entwicklungen die Pneumatik in den letzten Jahren geprägt haben. Da er zudem Experte für I40-Themen ist, hat er uns darüber hinaus verraten, wie er die Zukunftsfähigkeit der Pneumatik in Bezug auf dieses Megathema beurteilt. Herr Losert, bitte stellen Sie sich kurz vor. Wie sind Sie zu Ihrer aktuellen Position gekommen? MENSCHEN UND MÄRKTE Ich bin gelernter Betriebsschlosser, nach meiner Ausbildung bildete ich mich zum Maschinenbau-Techniker weiter. Im Jahr 1995 startete ich dann bei SMC im technischen Support und spezialisierte mich später auf elektrische Antriebe. Neben den technischen Aspekten interessierte mich dabei auch die wirtschaftliche Seite, deshalb absolvierte ich ein zusätzliches Studium zum technischen Betriebswirt. Ab 2008 verantwortete ich als Leiter Sales Engineering die Markteinführung aller SMC-Produkte in Deutschland und legte meinen Fokus auf die Maschinensicherheit. Vor drei Jahren zog ich dann als Coordinator für die Themen Maschinensicherheit, Energieeffizienz und Industrie 4.0 in unser Industrial Application Center (IAC) um. Sie sind seit über zwanzig Jahren bei SMC angestellt und haben somit die jüngere Unternehmensgeschichte in allen Facetten erlebt. Welches erachten Sie als die größte Veränderung der letzten zwanzig Jahre im Hinblick auf die Pneumatik generell bzw. die Ausrichtung von SMC Deutschland? Zunächst hat sich das Design der Komponenten weiterentwickelt. Vor allem bei den sichtbaren Produkten geht der Trend weg von der „grauen Maus“ hin zu freundlicheren Farben und Formen. Zudem werden immer mehr Funktionen in einem Bauteil kombiniert. Die Komponenten werden nicht mehr als isolierte Produkte gesehen, sondern als Teil eines Ganzen. Man muss heute die gesamte Anwendung verstehen und Kommunikationsprotokolle spielen dabei eine Schlüsselrolle. Der Markt verlangt nach ganzheitlichen Lösungen. Entsprechend divers ist unser SMC-Portfolio. In den vergangenen Jahren kamen neben der Pneumatik viele neue Technologien hinzu, von Ionizern bis zu Kühl- und Temperiergeräten und auch elektrischer Antriebstechnik. Deshalb firmieren wir seit 2017 als SMC Deutschland. 8 O+P Fluidtechnik 9/2019

Stahlverschraubungen in Zink Nickel IhrLieferantfür höchste Anforderungen in der Fluidtechnik. Füralle Anwendungen. Michael Losert Schneidringverschraubungen Schlauchverbinder Schweissverschraubungen Wo sehen Sie die größten künftigen Herausforderungen für die Pneumatik, gerade hinsichtlich der immer stärkeren Konkurrenz durch elektrische Antriebe? Das werden wir auch oft gefragt, wenn Kunden bei uns im IAC zu Besuch sind (lacht). Wir bei SMC haben den Elektrifizierungs-Trend nicht nur erkannt, sondern mit der LE- Antriebsfamilie aktiv mitgestaltet. Wenn der Kunde von pneumatische auf elektrische Antriebe umsteigt, gehen wir den Wechsel mit. Die Herausforderung für die Zukunft liegt darin, unsere Kunden zu beraten und die optimale Technologie für ihre Anwendungen zu finden. Elektrische Antriebe sehe ich dabei weniger als Konkurrenz. In vielen Situationen bleibt die Pneumatik die Antriebstechnik der Wahl. Vielmehr ist es eine Herausforderung an uns, Trends zu erkennen und selbst zu setzen. Das bedeutet für die Zukunft, dass auch die Pneumatik noch digitaler werden muss. Dafür habe ich ein aktuelles Beispiel: Die vernetzte Ventilinsel. Eine moderne Kommunikationsschnittstelle ermöglicht schon heute, die analogen und digitalen Signale externer Sensoren mit einzubinden und über eine serielle Schnittstelle zu übermitteln. Was macht für Sie die Faszination Fluidtechnik aus? Ich bin schon früh mit Pneumatik und Hydraulik in Berührung gekommen. Dabei hat mich immer beeindruckt, dass man mit einem Medium, das uns alle umgibt, der Luft, schwerste Lasten bewegen kann. Die Arbeit mit diesen Technologien macht mir einfach Spaß. Auch nach vielen Jahren ist Pneumatik für mich immer noch faszinierend und ich gebe diese Leidenschaft sehr gerne weiter, wenn beispielsweise potentieller Nachwuchs uns hier im IAC besucht. Flanschverbinder Made in Germany • 30.000 Produkte ab Lager • Zubehör, Rohre,Sonderteile und Ventile • Versand am gleichen Tag • aus Stahl und Edelstahl www.CONEXA.de www.smc.de

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