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Mobility 1/2022

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Mobility 1/2022

KOOPERATIONSPROJEKT

KOOPERATIONSPROJEKT ZEIGT VORTEILE EINER ANWENDUNGSNEUTRALEN FAHRZEUGPLATTFORM ROVO AI: DEMONSTRATOR FÜR DIE MOBILROBOTIK

MOBILROBOTIK Die Mobilrobotik löst gleich mehrere aktuelle und künftige Herausforderungen in der Bau-, Landwirtschafts-, Forst- oder Kommunalbranche. Wie auch in der Fabrikautomation werden eintönige und langwierige Aufgaben automatisiert. Ressourcen und wertvolle Personalkapazitäten werden dadurch geschont. Wie man eine solche Mobilrobotikplattform optimal und zeitgemäß entwickelt, demonstriert das Gemeinschaftsprojekt ROVO AI eindrucksvoll. Die Demonstratorplattform wurde in einem Entwicklungsprojekt gemeinschaftlich von HAWE, STW und Robot Makers auf Basis des ROVO 3 von HAWE Mattro aufgebaut. Der ROVO AI ist ein versatiles Antriebssystem auf Raupen, das sehr anwenderfreundlich mit Hard- und Softwarefunktionen erweitert werden kann. Dank elektrischem Antrieb ist es emissionsfrei unterwegs, hoch performante Automatisierungskomponenten ermöglichen den autonomen Betrieb. Der ROVO ist auch auf anspruchsvollem Untergrund bis zu 30 km/h schnell, erklimmt Steigungen bis zu 100 Prozent und kann dabei eine Nutzlast von bis zu 500 kg tragen. Axel Schwerdtfeger, CTO bei HAWE, erklärt, was mit diesen Leistungswerten möglich ist: „ROVO ist prädestiniert für Anwendungen, in denen üblicherweise personengesteuerte Kompaktmaschinen zum Einsatz kommen. Meist sind dies zeitintensive, jedoch wenig anspruchsvolle Tätigkeiten. Das trifft zum Beispiel auf Mähfahrzeuge, Kehr- oder Futtermischmaschinen zu. Wie diese Aufgaben von nur einer Fahrzeugplattform autonom, effizient und emissionsfrei übernommen werden können, zeigt unser Demonstrator ROVO AI.“ KOMBINIERTE STÄRKE Dass der ROVO AI diese Vorzüge vereint, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit dreier Innovationsführer in ihren jeweiligen Branchen. HAWE Hydraulik bringt die Expertise als Spezialist für robuste Antriebstechnik ein, STW liefert die Automatisierungskomponenten und Robot Makers die passende Applikationssoftware. STW-Projektleiter Timo Knestel blickt auf die Entwicklungsphase zurück: „Der Startschuss fiel unmittelbar vor dem ersten Corona- Lockdown. Dementsprechend war dieses Projekt ein sehr besonderes und ungewöhnliches. Den ROVO AI haben wir alle gemeinsam quasi aus dem Homeoffice erdacht. Da alle Projektbeteiligten sich partnerschaftlich eingebracht und unbürokratisch zusammengearbeitet haben, ist es uns trotzdem gelungen, dieses Demonstratorfahrzeug erfolgreich zu konzipieren und zu realisieren.“ STW-CEO Steffen Dieterle sieht in solchen Gemeinschaftsprojekten die beste Möglichkeit, um als mittelständisches Unternehmen Innovationssprünge zu realisieren: „Das Projekt zeigt, dass man Großes schaffen kann, wenn man über den Tellerrand schaut und sich dem 01 STW lieferte die Automatisierungs- und Digitalisierungsexpertise sowie -Hardware für das ROVO-AI-Projekt. Von Sensorik über Kompaktsteuerungen und das Telemetriemodul bis zum High-Performance-Rechner für autonome Anwendungen MOBILITY 2022 11

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