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O+P Fluidtechnik 10/2019

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SYSTEMLÖSUNGEN 02 UND

SYSTEMLÖSUNGEN 02 UND DER KABELBAUM? SPECIAL / AGRITECHNICA 03 04 LASTENHEFT ADE Der besondere Clou der generischen Systemlösung: Sämtliche hydraulische und elektrische Teilfunktionen können vom Kunden selbst in einem Konfigurationsfile (Textfile) ausgewählt werden. Alle Teilfunktionen sind vorprogrammiert und die Kunden stellen nur das Konfigurationsfile für ihr Fahrzeug bzw. Anbaugerät zusammen. Alle marktüblichen Befüll- und Andocksysteme, Pumpen- und Verteilsysteme, sogar der NIR-Sensor und die Piadin-Zumischung sind als Optionen hinterlegt und parametrierbar. Aus dem Konfigurationsfile wird die Visualisierungssoftware für das ISOBUS-Terminal und ebenso die Steuerungssoftware konfiguriert. Für die Visualisierung der Teilfunktionen war die Maxime, selbsterklärende Piktogramme zu verwenden und durch 02 Auftragsdaten werden vom Farmmanagementsystem per USB-Stick oder Telemetrie auf den Task Controller zur Implement-ECU JCM-501 übertragen. 03 Alle aktiven Funktionen auf einen Blick – die Visualisierung am Terminal 04 Neue Sensortechnologien werden als weitere Option in das Konfigurationsfile aufgenommen. Software-Updates lassen sich mittels USB-Stick übertragen. relevante Daten, wie beispielsweise die Teilbreite des Injectors, den Füllstand des Güllefasses oder die Höhe des Hubwerks etc. zu ergänzen. Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten des Displays sind über frei konfigurierbare Softkeys möglich. Auch dies wird in dem Konfigurationsfile definiert. Sämtliche Precision Farming-Funktionen auf Basis des ISOBUS, wie Virtual Terminal, die Einbindung einer Schlepper-ECU, ein frei konfigurierbarer Joystick, Task Controller BAS, die teil flächenspezifische Ausbringung mittels Task Controller Section Control und Task Controller Geo sind „an Bord“. Besonders wichtig für Lohnunternehmer ist die ebenfalls integrierte Benutzerverwaltung. Die geladenen Aufträge aus dem Task Controller lassen sich so dem jeweiligen Fahrer zuornen. Die Auftragsdaten können über Telemetrie oder über einen USB-Stick an den Task Controller übertragen werden. Jeder Ventilblock wird über einen I/O-Knoten angesteuert und die Daten via CANOPEN von I/O-Knoten zu I/O-Knoten „durchgeschleift“. Der klassische Kabelbaum ist für ein derart frei konfigurierbares System mit seinen zahlreichen Optionen keine praktikable Lösung. Mit einer Zentralelektrik und Kabelverteilern wird eine flexible und plug-and-play-fertige Verkabelung mit hochwertigen Steckersystemen angeboten (Kabelverteiler: IP67 ungesteckt, IP69K gesteckt; Zentralelektrik mit Kabelverschraubungen: IP65). Bei der Inbetriebnahme ermöglicht ein Eingangs- und Ausgangstest am Terminal die Überprüfung der Verkabelung, Steckverbindungen, Sensoren und Schalter. Bei einer Störung im Feld erleichtert eine integrierte Diagnose, elektrische Fehler wie beispielsweise Kabelbruch, eine fehlerhafte Steckverbindung und Kurzschluss zu lokalisieren. NEUE SENSORTECHNOLOGIEN: NUR EINE WEITERE OPTION Die Ermittlung der Gülle-Dosierung über Nährstoffmengen ist neuerdings in einigen Bundesländern auch mit einem NIR-Sensor zugelassen. Der NIR-Sensor ist über CAN mit dem Controller verbunden und liefert die Nitrat-, Phosphat und Kalium- Anteile in der Gülle. Die korrekte Ausbringmenge wird mit Hilfe des gemessenen Stickstoff-Wertes in der Gülle geregelt und die Phosphat- und Kalium-Werte während der Ausbringung (georeferenziert) im Task- Controller aufgezeichnet. Für den OEM bedeutet die generische Güllewagen-Systemlösung einen Umbruch in der Entwicklung und Kommunikation mit seinem Hydraulik- bzw. Steuerungslieferanten. Am Anfang steht nicht mehr die mitunter mühsame Erarbeitung eines Lastenheftes, sondern ein Konfigurationswerkzeug für die Hard- und Software, das alle wichtigen Funktionen des Güllewagens abdeckt. Der OEM kann sich auf die Platzierung der Hydraulik-Komponenten und deren Verrohrung, den Anschluss der Zentralelektrik, und die Verbindung der I/O-Knoten, Sensoren und Schalter konzentrieren. Die plug-and-play-fertigen Kabel sind Lieferumfang des Systems. Zukünftige Sensor- Technologien werden als neue Option in das betreffende Modul in die Steuerungssoftware und Visualisierung implementiert. Auf diese Weise wurden bereits der NIR-Sensor und die Piadin-Zumischung aufgenommen. Künftigen Verschärfungen der Düngeverordnung können OEMs nun gelassen entgegentreten. Bucher Hydraulics auf der Agritechnica: Halle 17, Stand E 17 www.bucherhydraulics.com 30 O+P Fluidtechnik 10/2019

LEICHTE, FLACHE KOMPAKTSCHLITTEN Die überarbeiteten Kompaktschlitten MXQ-Z von SMC sind für präzise Anwendungen mit wenig Platz konzipiert. Mit Zusatzoptionen lassen sie sich auf individuelle Anforderungen zuschneiden. Die neuen Modelle sind leichter und flacher als ihre Vorgänger. Das kompakte Design mit einem niedrigen Lastschwerpunkt schützt die Führungen vor zu hohen Belastungen. So können tragende Achsen kleiner dimensioniert oder Zykluszeiten optimiert werden. Die Konstruktion mit durchgehender Kolbenstange lässt höhere Aus- und Einfahrkräfte zu und sorgt für ein gleichmäßiges Betriebsverhalten. Betriebssicherheit und Funktionsqualität sind durch Hubbegrenzungsoptionen steigerbar. www.smc.de Ekomat.indd 1 07.11.2012 07:49:19 MODULARES ZYLINDER- WEGMESSSYSTEM Etabliert als Spezialist für hochwertige Produkte aus den Bereichen Mobilhydraulik und stationärer Hydraulik bietet die Hydraulik Nord Group die optimal passende Lösung. Zur Gruppe gehören die KMF Kemptener Maschinenfabrik GmbH, die Hydraulik Nord Technologies GmbH, Andreas Lupold Hydrotechnik GmbH, die Hydraulik Schwerin GmbH und die Litronic Steuer- und Regeltechnik GmbH. In den Firmen werden u.a. hochpräzise Komponenten für Innenzahnrad- und Flügelzellenpumpen, Hydraulikzylinder, Pumpenregelventile, kompakthydraulische Komplettlösungen, Steuerblöcke, sowie passende Automationssysteme für stationäre Anlagen entwickelt und produziert. Dazu kommen umfangreiche Serviceleistungen im Hydrauliksektor. Als Produktneuheit hat die Hydraulik Nord Group das innovative Wegmesssystem MaRS (Magnetic Responsive Sensor) in modularer Bauweise für Hydraulikzylinder entwickelt. Präzise und sicher ermöglicht es die Positionsbestimmung bei allen gängigen Zylinderbauformen, so auch für Gleichlaufzylinder, welche u.a. für elektrohydraulische Lenksysteme eingesetzt werden können. Hydraulik Nord wird auf der Agritechnica in Halle 16 am Stand A11 zu finden sein. www.hn-group.com

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