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O+P Fluidtechnik 11-12/2021

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O+P Fluidtechnik 11-12/2021

FIRMENPORTRÄT

FIRMENPORTRÄT ZUVERSICHT TROTZ CORONA : JUMO KOMMT RELATIV GUT DURCH DIE KRISE Die Jumo-Geschäftsführung blickt zuversichtlich in die Zukunft. Von links: Bernhard Juchheim (Geschäftsführer und Gesellschafter), Dimitrios Charisiadis (Geschäftsführer), Michael Juchheim (Geschäftsführer und Gesellschafter MENSCHEN UND MÄRKTE Im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz ließ die Jumo GmbH & Co. KG die vergangenen Monate Revue passieren und gab einen Ausblick auf die Zukunft des Unternehmens. Die Gesamtbilanz der Geschäftsführer fiel trotz Corona dabei positiv aus. „2021 war ein Jahr der Einschränkungen und auch in diesem Jahr haben wir in Bezug auf die Corona-Pandemie das Ende des Tunnels noch nicht erreicht“, fasste Geschäftsführer und Gesellschafter Bernhard Juchheim die Situation zusammen. Jumo sei bisher insgesamt glimpflich durch die Krise gekommen: „Die wichtigste Botschaft: Es gab zwar einige schwere Krankheitsverläufe, aber keinen Todesfall unter unseren rund 2 400 Mitarbeitenden.“ Laut Geschäftsführer Dimitrios Charisiadis hat Jumo bereits frühzeitig weltweit ein konsequentes Hygiene- und Schutzkonzept umgesetzt, bei dem die Gesundheit der Mitarbeitenden höchste Priorität hatte. „Da viele unserer Produkte in kritischen Infrastrukturen wie der Lebensmittelindustrie oder der Pharmabranche benötigt werden, haben wir aber gleichzeitig alles dafür getan, um unsere Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten.“ AUFHOLJAGT GESTARTET – ZUKUNFTSSTRATEGIE GESETZT Wirtschaftlich hat die Corona Pandemie trotzdem deutliche Spuren hinterlassen: „Wir haben 2020 mit einem Umsatzminus von rund sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen. 2021 konnten wir zwar eine Aufholjagd mit überdurchschnittlichen Auftragseingangs- und Umsatzzahlen starten, umso mehr spüren wir aktuell die weltweite Materialknappheit.“ Insgesamt sei die Prognose für das laufende Jahr dennoch positiv. Für die Zukunft setzt Jumo auf klare strategische Ziele, die Geschäftsführer Michael Juchheim erläuterte: „Zum einen werden wir auf Basis eines ganz klaren Branchenfokus unser Portfolio mit neuen Messgrößen ergänzen und abrunden. Zum anderen wollen wir als Lösungsanbieter für die Automationsbranche die Digitalisierung unserer Kunden vorantreiben. Die dritte Wachstumssäule ist der Ausbau der Service- und Schulungsangebote für unsere Kunden.“ Bild: Jumo www.jumo.de 12 O+P Fluidtechnik 2021/11-12 www.oup-fluidtechnik.de

NOVELLE DER TA LUFT MIT GANZHEITLICHEN VORGABEN TECHNISCHE ANLEITUNG Ab Herbst 2021 gilt die neue Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft). Nach langem Ringen war sie am 23. Juni 2021 im Bundeskabinett beschlossen worden. Eine Übergangsfrist von vier Jahren gewährt Vorlauf für die Umrüstung von Bestandsanlagen. Von der Novelle sind Stahl-Emaille-, Kunststoff-, Steril-, Glas- und spezielle Sonder-Flanschverbindungen betroffen. Lediglich Flanschverbindungen mit Schweißdichtungen werden bauartbedingt als technisch dicht eingestuft. Neu ist, dass bei Festigkeits- und Dichtheitsnachweisen eine ganzheitliche Betrachtung erforderlich ist: Flansche, Dichtungen, Schrauben und ggf. Unterlegscheiben müssen als funktionierendes Gesamtsystem sicherstellen, dass Emissionen und Immissionen von Luftschadstoffen aus genehmigungsbedürftigen Anlagen vermieden werden. Dieser Nachweis liegt nun nicht mehr vorrangig bei den Herstellern der einzelnen Dichtungselemente, sondern in der Regel beim Anlagenbetreiber. „Der Dichtheitsnachweis über die Einhaltung der Dichtheitsklasse ist für Flanschverbindungen im Krafthauptschluss im Anwendungsbereich der Richtlinie VDI 2290 (Ausgabe Juni 2012) nach den darin zugrunde gelegten Berechnungsvorschriften oder nachgewiesen gleichwertigen Verfahren zu erbringen“, heißt es dazu in der neuen TA Luft. Für andere Dichtverbindungen im Kraftneben- oder Krafthauptschluss sind äquivalente Verfahren zu nutzen. DER TECHNISCHE HANDEL UNTERSTÜTZT Die ganzheitliche Betrachtung von der Auswahl der Bauteile, über die Festigkeits- und Dichtungsnachweise bis hin zur qualitativ hochwertigen Montage und Qualitätssicherung ist gemäß der VDI 2290 durchgehend anzuwenden. Die Anforderungen für die Montage, Prüfung und Wartung der Dichtsysteme sind in den Managementanweisungen festzulegen. Geschultes und zertifizierte Fachpersonal, wie es im Technischen Handel aus- und weitergebildet wird, hilft Anlagenbetreibern bei der Umsetzung der neuen TA Luft. Konkret kann der Technische Händler Montageschulungen durchführen und systematisch die Montagequalität überprüfen. Laut Angaben des Bundesumweltministeriums tritt die Neufassung der TA Luft am ersten Tage des dritten auf die Veröffentlichung folgenden Kalendermonats in Kraft. Betroffen sind rund 50 000 Anlagen. Zu ihnen gehören Abfallbehandlungsanlagen, Fabriken der chemischen Industrie und der Metallerzeugung, Zementwerke sowie große Anlagen der Nahrungsmittelindustrie. Bild: VTH/Kollaxo www.vth-verband.de POINTIERT NEUE TA LUFT MIT ÜBERGANGSZEIT VON VIER JAHREN AB HERBST 2021 GÜLTIG FESTIGKEITS- UND DICHTHEITSNACHWEISE GANZHEITLICH BETRACHTEN ANLAGENBETREIBER IN DER REGEL FÜR NACHWEIS VERANTWORTLICH TA-Luft-konform kann zukünftig nur noch das Dichtsystem in Summe sein, mit der Dichtung allein sind die Vorgaben nicht erfüllt www.oup-fluidtechnik.de O+P Fluidtechnik 2021/11-12 13

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