Aufrufe
vor 2 Monaten

O+P Fluidtechnik 5/2020

  • Text
  • Anforderungen
  • Maschinen
  • Hydraulik
  • Ventile
  • Hydraulische
  • Kastas
  • Produkte
  • Anwendungen
  • Komponenten
  • Fluidtechnik
O+P Fluidtechnik 5/2020

ÖLKONDITIONIERUNG

ÖLKONDITIONIERUNG PRODUKTE UND ANWENDUNGEN TITEL 06 Sättigungskurve Öl und exemplarische Darstellung von zwei Abkühlverläufen 07 Beispiel für einen Verschmutzungsprüfstand Diese Grenzen konnten in Messungen nachgewiesen werden, die zugehörigen Ergebnisse mit Anmerkungen sind in Bild 05 gezeigt. Es zeigt sich mit der Leistungsgrenze des Temperiergerätes eine weitere Grenze, die oben nicht aufgeführt wurde. Gängige Temperiergeräte haben eine abfallende Kälteleistung mit sinkender Temperatur. Mit erreichen dieser Grenze kann die Solltemperatur nicht mehr erzielt werden, die Zulauftemperatur auf der kalten Seite des Wärmetauschers steigt. Ein weiterer zu bedenkender Punkt bei Kaltölkonditionierern ist internes und externes Wasser. Als internes Wasser wird Wasser im Hydraulikkreis bezeichnet. Es liegt in gelöster oder ungelöster Form vor. Letzteres ist besonders kritisch, da es als eigene Phase auftreten kann und die Eigenschaften des Betriebsmediums stark beeinflusst. Zu beachten ist, dass die Löslichkeit eines Mineralöles gegenüber Wasser mit sinkender Temperatur ebenfalls sinkt und so gelöstes Wasser mehr und mehr zu ungelöstem Wasser wird. Dieser Effekt ist in Bild 06 dargestellt. Bei den beispielhaft skizierten Verläufen von Probe A und Probe B handelt es sich um dasselbe Betriebsmedium. Allerdings wurde durch vorherige Erhitzung auf 80 °C der absolute Wassergehalt bei Probe A durch Ausdampfen reduziert, sodass bei einer anschließenden Abkühlung auf -40 °C deutlich weniger Wasser in ungelöster Form vorliegt. Wie in den Bildern der Proben (-40 °C) zu erkennen, führt der hohe Anteil ungelösten Wassers bei Probe B zu einer durch Eiskristalle verursachten starken Weißprägung, während Probe A eine olivgrüne Farbe aufweist. SCHMUTZÖLKONDITONIERUNG Schmutzölkonditionierer werden zur Verschleißuntersuchung und zur Überprüfung der Funktionssicherheit von Komponenten und Systemen eingesetzt. Hierzu wird dem Öl eine definierte Initialverschmutzung beigefügt. Je nach Anwendung werden metallische oder mineralische Partikel zur Feststoffverschmutzung des Öls genutzt. Dies stellt besonders hohe Anforderungen an die im Prüfstand verbauten Komponenten, da diese genau wie die zu testenden Prüflinge einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt sind. Die größte Herausforderung ist die Schaffung eines Systems mit möglichst gleichbleibenden und reproduzierbaren Verschmutzungen, welche sich durch die folgenden Punkte verändern können: n Eintrag von zusätzlicher Betriebsverschmutzung durch Abrieb der Prüflinge oder der Komponenten des Konditionierers, n Zerkleinerung der Partikel durch „Zermahlen“ in den tribologischen Kontakten der Pumpe der Konditionierung, n Ablagerung der Partikel in Strömungstotzonen und an Oberflächen. Um eine möglichst geringe Änderung der Kontamination über die Zeit zu erzielen, müssen insbesondere großflächige Komponenten (Tanks, Wärmetauscher) und Komponenten mit hohem mechanischen Energieeintrag (Pumpe) gezielt gewählt und ausgelegt werden. Ein Beispiel für einen Tank mit besonders bearbeiteten Oberflächen (zur Vermeidung von Partikelanlagerung aufgrund von van-der-Waals-Kräften), gezielter Strömungsführung und der Vermeidung von geometrisch bedingten Ablagerungszonen durch eine Trichterform ist in Bild 07 zu sehen. Mittels einer kontinuierlichen Kontaminationsmessung kann der Zustand überwacht und bei Bedarf nachgestellt werden. AUSBLICK In der Vergangenheit war die Entwicklung der Konditionierer sehr durch den Verbrennungsmotor und den zugehörigen Antriebsstrang getrieben. Die Medien waren somit mineralölbasierte Getriebe- und Motoröle. Durch den aktuellen Schwerpunkt der Entwicklung auf E­ Antriebe geht die Nachfrage zunehmend zu Anlagen für Temperiermedien wie Wasser/Glykol über. Die grundsätzlichen technische Systematik ist auf diese neuen Anlagen übertragbar, die Ausprägung unterscheidet sich allerdings im Detail stark von Ölanlagen. Ein Grund hierfür ist oftmals eine andere hydraulische Betriebsweise (geschlossener Kreis) und im Vergleich zum Öl andere thermische, tribologische und rheologische Eigenschaften des Fluids. www.rupf-industries.com/integral-hydraulik 16 O+P Fluidtechnik 2020/05 www.oup-fluidtechnik.de

VENTILE DOWNSIZING FÜR PROFIS: DROSSELRÜCKSCHLAGVENTIL MIT MINIMALER BAUHÖHE PRÄZISE EINSTELLEN UND DIE ÜBERSICHT BEHALTEN Das Durchflussvolumen lässt sich bei der Serie JAS entweder per Hand oder – wenn nötig – mithilfe eines Schlitzschraubendrehers am Einstellknopf regulieren. So ist der Anwender in der Lage, den Durchfluss auch bei Platzmangel problemlos einzustellen. Mithilfe eines Kontaktflächenanschlags lässt sich der Drehknopf zudem bequem vollständig öffnen oder schließen. So wird sichergestellt, dass der Volumenstrom und die Wiederholgenauigkeit stets konstant bleiben. Der Betriebsdruckbereich reicht von niedrigen 0,05 bis max. 0,7 MPa. Zudem lässt sich durch einen Farbring am Drehknopf sofort feststellen, ob das Drosselrückschlagventil verriegelt oder entriegelt ist. In der Automatisierung lautet der Trend: immer kleiner und kompakter. Damit steigen zugleich auch die Anforderungen an Komponenten wie Drosselrückschlagventile. Mit der neuen Serie JAS bietet SMC hierfür jetzt die passende Lösung. Die innovative Bauweise mit Druckverriegelung zur Durchflussregelung gewährleistet zudem eine einfache Sicherung des Volumenstroms. Pick-and-Place und Roboteranwendungen gewinnen für die industrielle Produktion zunehmend an Bedeutung und erweitern kontinuierlich ihre Einsatzbereiche. Dabei geht der Trend zu immer kleineren Komponenten. In der Folge ist immer weniger Platz vorhanden, um etwa den Durchfluss der Druckluft präzise zu regeln. Mit der neuen Serie JAS stellt das Unternehmen SMC nun ein Drosselrückschlagventil vor, das durch seine flache Bauweise selbst in engste Räume passt. Mit gerade einmal 12,7 mm wurde die Bauhöhe im Vergleich zu herkömmlichen Drosselrückschlagventilen um fast die Hälfte reduziert. Damit lassen sich pneumatische Antriebe nun auch mit der Seite der Druckluftanschlüsse sehr nah aneinander montieren, wodurch mehr Raum etwa für einen zusätzlichen Zylinder entsteht. Die Installation der Ventile, die in rechter oder linker Winkelausführung erhältlich sind, erfolgt mittels Innensechskantschlüssel. Damit sind sie selbst an schwer erreichbaren Stellen leicht einzubauen, was auch die Montagezeit und somit die Kosten reduziert. Auch die Schlauchmontage ist wegen der integrierten Steckverbindungen für Schläuche mit Ø 3,2 bis 6 mm schnell und kostengünstig erledigt. RUNDUM VERSORGT UND KLAR ZU UNTERSCHEIDEN Da die Drosselrückschlagventile der Serie JAS mit allen kompakten Druckluftzylindern von SMC – JCQ, CQ2, CM2, CG1, CA2, CS1 – kompatibel sind, können Kunden aus einer Hand ein komplettes Paket aus Antrieb und Drosselrückschlagventil beziehen. Technikern wird außerdem die Auswahl des geeigneten Modells erheblich erleichtert: Dank Farbcodierung des Einstellknopfes – grau (Abluftdrossel) oder blau (Zuluftdrossel) – und der Steckanschlüsse – hellgrau (metrisches Maß) oder orange (Zollmaß) – ist die Gefahr einer fehlerhaften Montage reduziert. Weil moderne Maschinen und Anlagen immer kleiner werden, haben die Ingenieure bei SMC die neuen Drosselrückschlagventile der Serie JAS entwickelt. Damit erhalten Kunden ein Produkt, welches sich problemlos bei beengten Platzverhältnissen installieren lässt und womit sie die Geschwindigkeit kompakter Pneumatikzylinder präzise und wiederholgenau einstellen können. Selbst bei starken Temperaturunterschieden zwischen -5 bis 60 °C verrichten die neuen Drosselrückschlagventile der Serie JAS ihre Funktion einwandfrei. www.smc.eu POINTIERT BAUHÖHE NUR 12,7 MM MONTAGEAUFWAND REDUZIERT EINFACHE SICHERUNG DES VOLUMENSTROMS BETRIEBSDRUCKBEREICH VON 0,05 BIS 0,7 MPA www.oup-fluidtechnik.de O+P Fluidtechnik 2020/05 17

Ausgabe

© 2018 by Vereinigte Fachverlage GmbH. Alle Rechte vorbehalten.