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O+P Fluidtechnik 5/2022

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O+P Fluidtechnik 5/2022

MOBILE MASCHINEN

MOBILE MASCHINEN SONDERTEIL MOBILE MASCHINEN

ELEKTROHYDRAULIK ELEKTRO- HYDRAULIK MACHT NUTZFAHRZEUGE NACHHALTIGER Die EU-Vorschriften für Straßenfahrzeuge werden immer strenger. Das betrifft auch Nutzfahrzeuge aller Art. Um CO 2 -Emissionen zu reduzieren, soll es zukünftig keine mechanischen Keilriemenoder Nebenantriebe mehr geben. Eine Alternative stellen energieeffiziente elektrohydraulische Systemlösungen dar. Eine solche Lösung bietet der Hydraulikspezialist Bucher Hydraulics mit seiner neuen Familie der Smart PowerPacks. REGULATORIEN FORDERN WANDEL Die Fakten liegen auf dem Tisch: Das EU-Parlament beschloss 2019, die CO 2 -Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 2005 zu senken. Bereits 2025, also in nur drei Jahren, müssen die ersten 15 Prozent geschafft sein, sonst drohen Strafzahlungen. Deren Höhe steht zwar noch nicht fest, sie dürften aber empfindlich sein. Betroffen sind aktuell aber nur die normalen Lastkraftwagen (Lkw). Arbeitsfahrzeuge wie Müll- und Kommunalfahrzeuge oder Lkw mit Ladekran sind zunächst von der Regelung ausgenommen. Doch im laufenden Jahr 2022 wird die EU-Kommission beraten, wie es mit ihnen weitergeht. Angesichts der immer dramatischeren Klimaveränderungen dürften die Regelungen eher streng ausfallen. Die vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene „Potenzialstudie Energieeinsparung in der Fluidtechnik“ (kostenlos zum Download auf der Website des www.umweltbundesamt.de) hat verschiedene Maßnahmen für Bau- und Landmaschinen identifiziert SMART POWERPACKS SIND HOCHKOMPATIBLE SYSTEME und bewertet. Davon abgeleitet und übertragen auf die genannten Arbeitsfahrzeuge sind vor allem die Vermeidung von Leerlaufzeiten und die bedarfsgerechte Steuerung von Nebenverbrauchern vielversprechend. IN ZUKUNFT KEINE NEBENABTRIEBE MEHR Sollten die EU-Vorschriften bezüglich der CO 2 -Emissionen tatsächlich auf Arbeitsfahrzeuge ausgedehnt werden, wären vor allem die Hersteller von Nebenaggregaten betroffen, welche Kühlwasserpumpen oder Klimakompressoren, aber auch Aufbauten für kommunale Arbeitsfunktionen oder Ladekrane anbieten. Stand der Technik ist, dass bei herkömmlichen PTOs (PTO = power take-off) Hydraulikpumpen über ein Getriebe, eine Zapfwelle oder einen Keilriemen mechanisch mit dem Lkw-Motor verbunden sind und permanent mitlaufen. In den seltensten Fällen lassen sie sich durch Kupplungen trennen. Vor allem Lkw-Aufbauten wurden in der Vergangenheit konsequent auf Kosten getrimmt. Das bedeutet oft einfachste Technik mit Verlustleistungen von 50 bis 75 Prozent – übrigens der Grund, warum beispielsweise Lkw-Ladekrane oftmals mit großen Ölkühlern ausgestattet werden müssen. Autor: Michael Pyper, Redaktionsbüro Pyper www.oup-fluidtechnik.de O+P Fluidtechnik 2022/05 37

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