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O+P Fluidtechnik 5/2026

O+P Fluidtechnik 5/2026

VDMA FORSCHUNGSFONDS

VDMA FORSCHUNGSFONDS FLUIDTECHNIK FORSCHUNG FÖRDERN, GEMEINSAM PROFITIEREN MENSCHEN UND MÄRKTE Der Forschungsfonds Fluidtechnik des VDMA bündelt die Kräfte von Unternehmen und Hochschulen, um gerade kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu praxisnaher Forschung zu ermöglichen. Bei der Informationsveranstaltung im Juni stellten die Beteiligten die Forschungsprojekte des vergangenen Jahres vor und wählten die zu fördernden Projekte für das nächste Jahr aus. Es bewarben sich Vertreter von Hochschulen aus Aachen, Dresden und Stuttgart um Forschungsförderung. Am 17. Juni 2026 fand die Informationsveranstaltung des Forschungsfonds Fluidtechnik statt, im Anschluss folgte die Mitgliederversammlung. Damit setzte der Forschungsfonds sein bewährtes Format fort, das den fachlichen Austausch zwischen Unternehmen und Hochschulen in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Forschungsfonds Fluidtechnik unterhält der VDMA eine Einrichtung zur Koordination der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung. Im Fonds schließen sich Unternehmen der Fluidtechnik zusammen, die Forschung und Entwicklung vorantreiben möchten, ohne sämtliche Vorhaben allein stemmen zu müssen. Über einen gemeinsamen Finanzierungstopf unterstützen sie Forschungsprojekte an Hochschulen und erhalten dadurch bereits im vorwettbewerblichen Stadium Zugang zu anwendungsnaher fluidtechnischer Forschung. POSITIV FÜR HOCHSCHULEN Zugleich kommt dieses Modell den Hochschulen zugute, an denen so fluidtechnische Fragestellungen bearbeitet werden. Die Einrichtungen sind dadurch besser ausgestattet, gewinnen Planungssicherheit, und die Studierenden kommen frühzeitig mit industrienahen Themen in Berührung. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Forschungsergebnisse rasch und effizient übertragen und umsetzen - häufig entsteht auch bereits der Kontakt zwischen den Unternehmen und den Fachkräften von morgen. Der VDMA unterstützt diese Struktur, da eine erfolgreiche Produktentwicklung vielfach auf vorausgehender Forschungsarbeit aufbaut. Besonders kleine und mittlere Unternehmen stoßen bei der Finanzierung derartiger Forschung oft an Grenzen. Damit sie im internationalen Innovationswettbewerb bestehen können, sind sie auf entsprechende Unterstützung angewiesen. In verschiedenen themenbezogenen Arbeitskreisen tauschen sich die Mitglieder des Forschungsfonds daher aus und bestimmen gemeinsam die relevanten Forschungsfelder. So soll das hohe Innovationstempo der beteiligten Unternehmen erhalten und die Position der deutschen Fluidtechnik als Technologieführer langfristig gesichert werden. Im Rahmen der Informationsveranstaltung des Forschungsfonds stellten die teilnehmenden Universitäten ihre laufenden sowie kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekte vor. Die Leitung der Veranstaltung lag bei Dr. Robert Rahmfeld, dem Vorsitzenden des Forschungsfonds, der dabei von seinem Stellvertreter Dr. Wolfgang Gauchel sowie von Dr. Christian Geis, dem stellvertretenden Geschäftsführer des VDMA Fluidtechnik, unterstützt wurde. Rahmfeld stellte fest, dass unter den zahlreichen Anwesenden bei der Informationsveranstaltung auch einige Vertreter von Unternehmen waren, die keine Mitglieder im Forschungsfonds sind. Die Forschenden stellten während der Informationsveranstaltung in vier Stunden 16 finanzierte Forschungsprojekte vor, darunter zwei Kurzprojekte. Themen waren unter anderem „Erhöhung der Leistungsdichte durch Drucksteigerung in Axialkolbenpumpen - Ultrahochdruckpumpe“ (Roman Ivantysyn, TU Dresden), „PCF - CO 2 mpact: Kurzdokumentation zur effektiven Vergleichbarkeit von Bilanzierungsergebnissen unterschiedlicher Herkunft“ (Johannes Sprink, RWTH Aachen) oder „Bruggertest in der Dichtungstechnik“ (Jacqueline Gerhard, IMA Stuttgart). KÜNFTIGE FORSCHUNGSPROJEKTE Am Nachmittag folgte die nichtöffentliche Mitgliederversammlung des Forschungsfonds. Hier präsentierten die Forschungsstellen ihre Projektskizzen in insgesamt sieben Vorträgen für neue Gemeinschaftsforschungsvorhaben. Nachfolgende Projektvorschläge werden vom Forschungsfonds Fluidtechnik aufgegriffen und eigenfinanziert durchgeführt: Shuttles - Wirkungsgrad und Geräusch von Axialkolbenmaschinen mit Shuttleventilen (RWTH Aachen) PneuMonitor - Datenerfassungsstrategien für die nachhaltige Nutzung pneumatischer Komponenten (TU Dresden) Die nachfolgenden Projektvorschläge werden vom Forschungsfonds Fluidtechnik aufgegriffen und sollen beim DLR PT beantragt werden: 12 O+P Fluidtechnik 2026/05 www.oup-fluidtechnik.de

VDMA 01 Professor Oliver Reinertz vom ifas der RWTH Aachen stellte das Projekt „Air 2 H 2 . Wasserstoff-Dichtheit fluidtechnischer Sitzventile“ vor n Betriebsverhalten IZP - Untersuchung des Betriebsverhaltens von Innenzahnradpumpen bei geringen Drehzahlen (TU Dresden) n Kompass - Leitfaden zur automatisierten Datenaufbereitung und Feature-Extraktion für die Zustandsdiagnose (RWTH Aachen) n ReCylinder - Reibungsbasierte Lebensdauerprognose für Pneumatikzylinder zur Umsetzung zirkulärer R-Strategien (RWTH Aachen) n Verdrängersteuerung mobil - Bedarfsgerecht gestaltete verdrängergesteuerte Architekturen für mobile Maschinen über 13 t (TU Dresden) Nachfolgender Projektvorschlag für ein Kurzprojekt wird, obwohl von den Mitgliedern des Forschungsfonds grundsätzlich positiv bewertet, aufgrund begrenzter Eigenmittel nach demokratischer Abstimmung nicht aufgegriffen: n Multisensor Freie Luft - Multisensor zur Messung des Gehalts an freier Luft, Partikeln und Wassertropfen in den Hauptleitungen von Hydrauliksystemen (TU Dresden) 02 Julia Rennert sprach mit Hauke Lerche (beide FMS der TU Dresden) über die „Reduzierung der Lästigkeit von Geräuschemissionen drehzahlveränderbarer Pumpenantriebe“ 03 Moritz Nieder vom ifas stellte das Projekt „HydRuKe: Hydraulische Rundschieberventile mit keramischen Komponenten zur Verschleiß- und Leckagereduktion“ vor Bilder: VDMA www.vdma.eu/fluidtechnik Die nächste Mitgliederversammlung des Forschungsfonds Fluidtechnik in Verbindung mit einer vorangestellten Informationsveranstaltung findet am 9. Juni 2027 in Frankfurt statt. Ein Treffen am Vorabend gibt es wie immer ebenfalls. 04 „Hydro 4.0: Hydraulische Regelung ohne Sensoren“ war das Projekt, das Tobias Herbert vom ifas der RWTH Aachen vorstellte Informationen über den Forschungsfonds Fluidtechnik im VDMA gibt: Dr. Christian Geis, stellv. Geschäftsführer Fachverband Fluidtechnik Telefon: +49 69 6603-1318 E-Mail: christian.geis@vdma.eu www.oup-fluidtechnik.de O+P Fluidtechnik 2026/05 13

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