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O+P Fluidtechnik 7-8/2022

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O+P Fluidtechnik 7-8/2022

13. IFK

13. IFK 2022 DIE ZUKUNFT IST NUR GEMEINSAM ZU BEWÄLTIGEN PRODUKTE UND ANWENDUNGEN In diesem Juni lud das Institut für fluidtechnische Antriebe und Systeme der RWTH Aachen University (ifas) zum 13. Internationalen Fluidtechnischen Kolloquium (IFK) nach Aachen. Nach zwei Jahren weitestgehend virtuell abgehaltener Konferenzen, bot das IFK für die Branche die Gelegenheit, sich wieder in Person zu begegnen. Ganz im Lichte des Mottos des diesjährigen Kolloquiums „Fluid Power: Digital, Reliable, Sustainable“ wurden aktuellste Herausforderungen der Branche diskutiert sowie richtungsweisende Innovationen präsentiert. Das alle zwei Jahre stattfindende IFK ist eine der größten Konferenzen zu Themen der Fluidtechnik weltweit. Zur Wiederaufnahme des Kolloquiums in Präsenz, fanden sich über 400 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft ein. Dabei kamen über die drei Tage des Kolloquiums Teilnehmer aus 21 verschiedenen Ländern zusammen, wenngleich mancherorts internationales Reisen weiterhin beschränkt war. 116 SPANNENDE VORTRÄGE Mit einem Grußwort eröffnete die Institutsdirektorin des ifas, Frau Professorin. Katharina Schmitz, das Symposium, welches traditionsgemäß den ersten Tag des Kolloquiums bildet und den Auftakt für die insgesamt 116 Vorträge gab. Inhaltlich werden beim Symposium vorwiegend Beiträge aus dem wissenschaftlichen Bereich präsentiert. Neben den klassischen Themenschwerpunkten wie Komponentenentwicklung, Tribologie und mobile Anwendungen, fanden sich in diesem Jahr verstärkt Beiträge zu den neu aufgenommenen Themenschwerpunkten innovativer Fertigungstechnologien und Nachhaltigkeitsbewertung. Auch das Themenfeld Digitalisierung erfuhr einen deutlichen Anstieg an Beiträgen im Vergleich zu vergangenen IFKs. Das Ende des ersten Tages des Kolloquiums markierte die Hallenparty in den Versuchshallen des ifas. Mildes Frühsommerwetter, Snacks und Getränke boten den Rahmen für reges Netzwerken und spannende Fachgespräche im Innen- und Außenbereich der Versuchshallen. Anknüpfend an die ausgelassene Stimmung, wurde zudem feierlich die Neubenennung der beiden Teile der ifas-Versuchshallen verkündet, welche nach den beiden ehemaligen Institutsdirektoren des heutigen ifas Wolfgang-Backé-Halle und Hubertus-Murrenhoff-Halle getauft wurden. PLENARVORTRÄGE MIT BREITEM SPEKTRUM Die beiden folgenden Konferenztage offenbarten eine stärker anwendungsorientierte Ausrichtung mit einem höheren Anteil an Vorträgen aus der Industrie. Das wird auch dem hohen Anteil an Besuchern aus dem industriellem Umfeld von gut 53 % gerecht und bestätigt den Anspruch des Kolloquiums, eine Plattform für den Austausch von Industrie und Wissenschaft zu bieten. Dass heutige und künftige Herausforderungen der Fluidtechnik nur durch branchenweite Zusammenarbeit bewältigt werden können, stellte auch Professorin Katharina Schmitz in ihrem Plenarvortrag über die Potentiale der Fluidtechnik fest. Sechs weitere Plenarvorträge setzten zusätzlich Akzente zwischen den Fachvorträgen Autor: M.Sc. Faried Makansi, ifas – Institut für fluidtechnische Antriebe und Systeme, Aachen 12 O+P Fluidtechnik 2022/07-08 www.oup-fluidtechnik.de

VERANSTALTUNG 01 Peter Michael Synek erhielt von den Vorstandsvorsitzenden und Beiratsvorsitzenden der Fördervereinigung Fluidtechnik e. V. die Ehrenmitgliedschaft 02 Die Stände der insgesamt siebzehn beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Ausstellung wurden gut besucht 01 02 der zwei Konferenztage. So referierten Professor Stefan Pischinger, Leiter des Lehrstuhls für Thermodynamik mobiler Energiewandlungssysteme der RWTH Aachen University und Präsident und CEO der FEV Group, sowie Dr. Steffen Haack, CTO der Bosch Rexroth AG, über die Zukunft nachhaltiger Antriebstechnik im Allgemeinen sowie nachhaltiger Hydraulik im Speziellen. Robert Nuij, stellvertretender Referatsleiter für Energieeffizienzpolitik der Europäischen Union, und Sebastian Overlack, Partner bei McKinsey & Company, lieferten darüber hinaus einen Überblick zu regulatorischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen. Nicht weniger zukunftsgerichtet war der Plenarvortrag von Rüdiger Maas (Institut für Generationenforschung), der beleuchtete, was junge Menschen der sogenannten Generation Z antreibt und welche Umstrukturierungen sie der Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt auferlegen. Den Abschluss der Reihe an Plenarvorträgen machte Professor Peter Post, Corporate Technology Advisor bei Festo und Mitglied des Wissenschaftsrats der Bundesregierung. Beginnend mit einem Rückblick auf die Entwicklung der Pneumatik in den vergangenen Jahren, zeichnete er ein Bild von den in den nächsten Jahren bevorstehenden Herausforderungen der Branche. NEUES EHRENMITGLIED Neueste Entwicklungen und Produkte aus dem Feld der Fluidtechnik bekamen die Besucher zudem auch auf der Fachausstellung geboten. Parallel zu den Vorträgen und in den Pausen dazwischen, waren Exponate an Ständen von insgesamt 17 Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu bestaunen. Die Vielfalt präsentierter Produkte, reichte von fluidtechnischen Komponenten und Systemen, über elektromagnetische Aktuatorik bis hin zu Simulationssoftware. Dazu ergänzend luden die Posterausstellung und die Jobbörse zu einer kurzweiligen Lektüre bei den Gängen zwischen den Vortragssälen ein. Letztere ermöglichte ausschreibenden Unternehmen sich insbesondere für die anwesenden Studierenden sichtbar zu machen. Rund um die Stände der Aussteller fand am Dienstagabend auch das Get-Together statt. Dieses bot eine weitere Gelegenheit zum Netzwerken und den informationsreichen zweiten Konferenztag ausklingen zu lassen. In der Runde der versammelten Fluidtechnik-Community wurde zudem Herr Peter Michael Synek in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. In seinen Funktionen als stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbands Fluidtechnik und des Forschungsfonds Fluidtechnik im VDMA prägte er in den vergangenen Jahrzenten maßgeblich die Zusammenarbeit in der deutschen Fluidtechnikbranche und mit den Forschungseinrichtungen. Als Zeichen der Anerkennung der Verdienste von Herrn Synek, wurde ihm von den Vorstandsvorsitzenden und Beiratsvorsitzenden der Fördervereinigung Fluidtechnik e. V. feierlich die Ehrenmitgliedschaft für selbigen Verein übergeben. Seit dem 11. IFK im Jahr 2018 wird im Rahmen des Kolloquiums der herausragendste akademische Beitrag mit dem Best-Paper- Award der GFPS (Global Fluid Power Society) ausgezeichnet. Der Beitrag von Niklas Bauer vom ifas der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit dem IMA in Stuttgart zur elastohydrodynamischen Dichtungssimulation wurde vom mehrköpfigen, internationalen Auswahlgremium zum besten Beitrag gekürt. Die Übergabe des Preises durch Professor Andrea Vacca (Purdue University) und die Schlussworte von Professorin Schmitz markierten dann auch den Abschluss des dreitägigen Kolloquiums, das, neben den spannenden Vorträgen und dem fachlichen Austausch, besonders von der Freude am persönlichen Wiederzusammenkommen geprägt war. Die Ausrichter, die Fördervereinigung Fluidtechnik e. V. und der VDMA, danken für die rege Teilnahme am 13. IFK und für die sehr positiven Rückmeldungen und wünschen den Ausrichtern aus Dresden viel Erfolg bei der Vorbereitung und Durchführung des 14. IFK vom 19. bis 21.03.2024. Bilder: ifas Aachen www.ifk2022.de www.oup-fluidtechnik.de O+P Fluidtechnik 2022/07-08 13

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