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O+P Fluidtechnik 7-8/2022

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O+P Fluidtechnik 7-8/2022

FAHRZEUGSTEUERUNG LINDE

FAHRZEUGSTEUERUNG LINDE STEER CONTROL ERGONOMISCHER STAPLER FAHREN – OHNE LENKRAD 01 Für klassische Alltagsanwendungen eines Staplers ist die Linde Steer Control mit Mini-Wheel gedacht 02 Der Joystick als Alternative zum Lenkrad eignet sich für Einsätze mit langen, engen Gassen, beispielsweise Blocklager MOBILE MASCHINEN Hinter dem Namen Linde Steer Control verbirgt sich eine neuartige, elektrohydraulische Lenkung für Gabelstapler, die ohne klassisches Lenkrad auskommt. Stattdessen ruht der Arm des Fahrers auf einer Armlehne. Wahlweise über ein integriertes Mini-Wheel oder einen Joystick steuert er den Stapler mit seiner linken Hand. Als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine kommt dem Fahrerarbeitsplatz des Staplers eine besondere Bedeutung zu. Nur, wenn die Mitarbeitenden das Fahrzeug leicht, einfach und schnell bedienen können, lässt sich sein Leistungspotenzial vollends ausschöpfen. „Mit der Linde Steer Control haben wir das ausgeklügelte Bedienkonzept des Linde-Staplers mit Doppelpedalsteuerung und Load Control konsequent weiterentwickelt“, so Frank Bergmann, Produktmanager Gegengewichtsstapler bei Linde Material Handling. Die Arme des Fahrers ruhen jetzt beide auf einer Armlehne. Die rechte Hand dirigiert Hubgerüst und Gabelzinken, mit der linken Hand lenkt er den Stapler um die Kurve. Auf diese Weise werden die Körperbewegungen weiter reduziert und der Fahrer entlastet. Bergmann: „Was sich in Baggern, Kränen, Schienenfahrzeugen oder Flugzeugen bereits etabliert hat, könnte in Zukunft auch in Flurförderzeugen immer häufiger zum Einsatz kommen.“ Die Steer Control-Lösung von Linde Material Handling basiert auf der Steer-by-Wire-Technologie. Steuerungsbefehle des Fahrers werden in elektrische Signale umgewandelt und an hydraulische Stellelemente weitergeleitet. Ein hochentwickeltes Sicherheitskonzept garantiert die Ausfallsicherheit der Fahrzeugsteuerung. Mit der elektrischen Ansteuerung der Räder ergeben sich neue funktionelle Möglichkeiten: Beispielsweise kann der Staplerfahrer sein Arbeitsgerät mit der Steer Control noch präziser steuern, da die Lenkung in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit mehr oder weniger empfindlich reagiert. Fährt der Stapler schneller, muss das Mini-Wheel stärker gedreht bzw. der Joystick weiter zur Seite geneigt werden, um einen bestimmten Lenkausschlag der Räder hervorzurufen. Drosselt der Fahrer die Geschwindigkeit des Staplers, hat dieselbe Handbewegung einen stärkeren Lenkausschlag zur Folge. Für die klassischen Alltagsanwendungen eines Staplers – Streckentransporte, Manövrieren oder Ein- und Auslagerungsprozesse – empfiehlt der Hersteller das Mini-Wheel. „Wegen der Analogie zum Lenkrad beobachten wir eine steilere Lernkurve“, so Bergmann. Dafür verfügt der Joystick über eine weitere Besonderheit, die sich bei bestimmten Einsatzfällen positiv bemerkbar machen könnte: Lässt der Fahrer das Bedienelement los, drehen sich die Lenkräder automatisch in Geradeausstellung. Um die ergonomischen Vorteile der Linde Steer Control zu evaluieren, führte Linde MH im Frühjahr dieses Jahres gemeinsam mit der RWTH Aachen und der fka GmbH eine Nutzerstudie durch. Im Fokus stand die Frage, inwieweit die neuen Lenkkonzepte die Körperbewegungen des Fahrers verringern und zu einer reduzierten Belastung von Arm und Schulter führen. Die Probanden im Alter zwischen 19 bis 67 Jahren besaßen zum Zeitpunkt der Untersuchung seit mindestens drei Jahren ihren Staplerführerschein und nutzten den Stapler von Berufs wegen täglich. Mit einer Spezialkamera wurde der Bewegungsradius von Schulter, Ellenbogen und Handgelenk aufgenommen und anschließend analysiert. Das Ergebnis: Sowohl Mini-Wheel als auch Joystick verursachen im Vergleich zum konventionellen Lenkrad weniger Gelenkbewegungen in Schulter und Ellenbogen. Bilder: Linde Material Handling www.linde-mh.de 44 O+P Fluidtechnik 2022/7-8 www.oup-fluidtechnik.de

MARKTPLATZ ARBEITSSCHUTZ DANK OPTIMALER ABGASNACHBEHANDLUNG Der Klimawandel und die damit einhergehenden Anforderungen hinsichtlich der Reduktion gesundheitsschädlicher Emissionen stellen Motorenhersteller vor große Herausforderungen. Hatz nimmt sich diesen Herausforderungen nun auch im Einzylinder-Industriedieselsegment unter 19 Kilowatt an. Mit der Verbindung der Hatz E1-Technologie und einem passiven DPF-System (Dieselpartikelfilter) können die Emissionen der Kompaktantriebe nochmals massiv reduziert werden. In unabhängigen Messungen konnten die Motoren mit dem E1 DPF System alle Emissionsanforderungen übererfüllen. Angesichts der hervorragenden Werte erhielt das E1 DPF System des FAD-Qualitätssiegel für nichtstraßengebundene Bau- und Untertagemaschinen. Die Messungen wurden einerseits auf dem Prüfstand durchgeführt, aber auch von der BG Bau unter Praxisbedingungen. Sebastian Wohlgemuth, Gesamtleiter Forschung und Entwicklung bei Hatz, erläutert die Vorteile: „Mit diesem emissionsarmen Antriebssystem aus elektronisch angesteuertem Einzylinder mit Dieselpartikelfilter sollen künftig Maschinen in Gräben, Tunneln, Tiefgaragen und anderen emissionssensiblen Umgebungen betrieben werden können, ohne dass die übliche Schutzausrüstung eingesetzt werden muss. www.hatz-diesel.com ROBUSTE GEHÄUSE FÜR POWER DISTRIBUTION UNITS Power Distribution Units (PDU) übernehmen die Leistungsverteilung in elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen. Für die zuverlässige Funktion der Module ist der optimale Schutz ihrer Elektronik unerlässlich. Gehäusesysteme von Rose eignen sich perfekt für diese Aufgabe: Sie sind äußerst robust und können individuell als PDU angepasst werden. Die Leergehäuse aus Aluminium, Edelstahl, Polyester, ABS oder Polycarbonat schützen die verbauten Komponenten vor Wasser und Fremdkörpern und besitzen mindestens die Schutzart IP65. Aluminiumgehäuse von Rose bieten darüber hinaus einen sehr hohen EMV-Schutz und widerstehen korrosiven Belastungen. Die Polyestergehäuse sind ebenfalls witterungsbeständig und zudem schwer entflammbar sowie sehr schlagfest. Rose passt nahezu jedes seiner Produkte kundenspezifisch an. Zu den Serviceleistungen gehören nicht nur mechanische Bearbeitungen. Die Gehäuse werden auf Wunsch auch sandgestrahlt, passiviert und pulverbeschichtet oder im Corporate Design des Kunden lackiert. Bei Bedarf übernimmt Rose darüber hinaus die Konfektionierung der Gehäuse mit der erforderlichen Elektronik. Sollte keines der Standardgehäuse den Anforderungen der Anwendung entsprechen, entwickelt Rose Systemtechnik mit dem Kunden eine Sonderlösung. www.rose-systemtechnik.com VOLLES PROGRAMM FÜR ANTRIEBE VON SCHIENENFAHRZEUGEN NSK präzisiert das Angebot an Wälzlagern für Hochgeschwindigkeitsschienenfahrzeuge, darunter Radsatzlager der RCT-Reihe sowie Lager wahlweise mit Keramikbeschichtung oder Keramikkugeln als Wälzkörper. Die RC-Kegelrollenlager sind so ausgelegt, hohe Stoßbelastungen, Radial- sowie Axiallasten aufnehmen zu können. Für den Einsatz in Traktionsantrieben von Schienenfahrzeugen eignen sich stromisolierende Zylinderrollen- und Rillenkugellager mit Keramikbeschichtung auf Aluminiumoxidbasis, die Elektrokorrosion verhindert. Ebenfalls für Traktionsmotoren bietet NSK Hybrid-Rillenkugellager mit Keramikkugeln an. Sie sind belastbar wie herkömmliche Wälzlager, weisen jedoch eine geringere Reibung auf. www.nsk.com LEISTUNG IM MISCHPROZESS PRÄZISE DOSIEREN Bosch Rexroth präsentiert erstmalig eine vormontierte und getestete Hägglunds Antriebseinheit für Gummi-Mischwalzwerke. Sie stellt Drehmomente bedarfsgerecht zur Verfügung und begrenzt die elektrische Leistung auf das notwendige Maß. Die verstellbare Axialkolbenpumpe in Verbindung mit einem Radialkolbenmotor dient als automatisches, stufenlos verstellbares Getriebe. Der Frequenzumrichter senkt die Drehzahl des Servomotors bis auf null ab. Damit unterstützt der Antrieb das Energiemanagement nach DIN 50001 und reduziert CO 2 -Emissionen. Hägglunds Einheiten sind in sechs Baugrößen erhältlich und werden aus Plug-and-play-Lösung ausgeliefert. Die zweikanalige Sicherheitsschaltung soll die Vorgaben der DIN 1417 übertreffen. Zudem werden die Walzen beim Abschalten verschleißfrei mit einem Bremswinkel von nur sechs Grad zum Stillstand gebracht. www.boschrexroth.com VISI N ERFÜLLT Getriebeteile auf höchstem technischen Niveau für effiziente und innovative Lösungen von Morgen. GSC Schwörer GmbH D-79871 Eisenbach www.gsc-schwoerer.de www.oup-fluidtechnik.de O+P Fluidtechnik 2022/07-08 45 GSC-20-0073_Anzeigen_Zukunftsmission_43x130mm_RZ.indd 05.10.21 17:11 1

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